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Sigmaringen

Erbprinzessin trägt weißen Schleier

Haben am Samstag in Umkirch bei Freiburg geheiratet: Katharina Erbprinzessin von Hohenzollern, gebürtige de Zomer, und Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern.
Haben am Samstag in Umkirch bei Freiburg geheiratet: Katharina Erbprinzessin von Hohenzollern, gebürtige de Zomer, und Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern.

(Umkirch/sz) Sigmaringen hat eine neue Erbprinzessin: Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern hat am Wochenende wieder geheiratet. Seine Lebensgefährtin Nina de Zomer und der Chef des Adelshauses trauten sich im Hohenzollern-Schloss Umkirch. Rund 120 Gäste feierten mit dem Paar, unter ihnen Stadtpfarrer Karl-Heinz Berger.

Von unserem Redakteur  Michael Hescheler

Das am besten gehütete Geheimnis im Hause Hohenzollern ist gelüftet: Die höchste Geheimhaltungsstufe hatte Erbprinz Karl Friedrich ausgegeben. Die Hochzeitsfeier auf dem Schloss bei Freiburg wurde offiziell als Fest getarnt. Die Lebensgefährtin des Erbprinzen feierte am Freitag ihren 51. Geburtstag – ein Aufhänger für eine Fete, bei dem weniger Verdacht geschöpft wurde. Auf der Einladung war die Hochzeit in keiner Silbe erwähnt. Um die Gäste aber nicht zu überfordern, informierte das Paar sie einige Tage vor der Hochzeit persönlich von ihrer Absicht.

Der Tag auf Schloss Umkirch begann am Samstag um 10 Uhr mit der standesamtlichen Trauung: Der Bürgermeister der 5200-Einwohner-Gemeinde, Walter Laub, fungierte als Standesbeamter. Die Hochzeitsgesellschaft musste nicht ins Rathaus kommen, die Zeremonie wurde ins Schloss verlegt. Zur Trauung war der engste Familien- und Freundeskreis, eine 30-köpfige Gesellschaft geladen. Unter ihnen auch der Sigmaringer Stadtpfarrer Karl-Heinz Berger.

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Er feierte mit der Hochzeitsgesellschaft im Anschluss einen Dankgottesdienst. Der Erbprinz hatte ihn darum gebeten. „Er wollte diesen für ihn wichtigen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne Gott zu danken und ein Bittgebet an ihn zu richten“, sagt der Geistliche. Das Paar hätte sich sehr aufgeschlossen gegenüber dem gezeigt, was der Pfarrer gesagt habe. Sinngemäß vermittelte Berger diese Botschaft: „Wenn eine zweite Ehe wahrhaftig in Treue gelebt wird, dann liegt sicherlich Gottes Segen drauf.“

In weißen Zelten mit Blick auf das illuminierte Schloss feierten die Gäste. Schloss Umkirch, ursprünglich im Besitz des Markgrafen von Baden, gehört seit der Heirat von Fürst Karl-Anton mit Prinzessin Josephine den Hohenzollern. Der Erbprinz verbringt in der Geburtsstätte seines Vaters gerne das Wochenende. „Ich habe hier oft die Ferien verbracht, für mich ist es ein ganz besonderer Punkt.“ Das Paar hatte sich für Umkirch als Ort für die Hochzeit entschieden, da Karl Friedrichs erste Ehe in Sigmaringen geschlossen wurde.

Das Paar lernte sich beim Skifahren in Zürs/Arlberg kennen. Die vergangene Fasnet feierte Nina de Zomer erstmals mit dem Erbprinzen. Zur Trauung erschien die Braut in Weiß, sie trug einen Schleier aus Brüsseler Spitze. Nach dem Mittagessen wurde die Feier unterbrochen – und am Abend mit einem Sommerfest fortgesetzt. Sogar mit dem Saxophon wurde der Erbprinz gesichtet, als Musiker gesellte er sich ab und an zur Band „Soul Diamonds“ aus Stuttgart.

Pfarrer Berger segnet Paar

Unter den Gästen: Bernhard Prinz von Baden und seine Frau Stefanie, Gräfin zu Castell-Rüdenhausen, eine der Trauzeuginnen, Conrado und Martine Dornier, Fürst Windisch-Graetz, und viele mehr. Insgesamt feierten rund 120 Gäste mit dem Paar. „Wir haben bewusst klein und persönlich gefeiert“, sagt Karl Friedrich. Als Gäste aus Sigmaringen nennt er neben der Architektin Agnes Moschkon Stadtpfarrer Berger. Der bezeichnete das Spenden des Segens, dem er sich bewusst nicht verweigert habe, als eine pastorale Maßnahme. „Ich fühle mich dem Fürsten und dem Haus Hohenzollern sehr verbunden.“ Die Kirche spendet das Sakrament der Ehe Menschen nur einmal. Ein Dankgottesdienst sei nach einer Scheidung eine übliche Form des Entgegenkommens.

Karl Friedrichs Frau trägt mit der Heirat den Titel Katharina Erbprinzessin von Hohenzollern. Die frühere Frau des Erbprinzen wird von nun an Prinzessin von Hohenzollern genannt. Karl Friedrich war im Januar von seiner ersten Frau Alexandra geschieden worden.

Das Paar verabschiedete sich vom Sommerfest in den Flitterurlaub. Diese Woche wird es in Südfrankreich verbringen. Im September wird die Erbprinzessin nach Sigmaringen umziehen. Ihre Hamburger Castingagentur wird sie teilweise von der Hohenzollernstadt aus führen.

(Erschienen: 19.07.2010 19:25)


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Kommentare (9)

119.07 | 22:18 von Hohenzoller
Mit Schleier erneut unter die Haube!
Glückwunsch Charly! Wir Sigmaringer freuen uns für dich , dass du in Umkirch von einer Frau mit Schleier wieder unter die Haube gebracht worden bist. Schade, dass der Cigler Franz aus Bingen diesmal nicht den großen Schirm über dich halten durfte, wie er es damals vor dem Kloster Beuron getan hat. Hoffe für deine Kinder, dass sie mit der Stiefmutter ein gutes Verhältnis pflegen können. In diesem Sinne: "Gott mit uns!" mehr
220.07 | 13:41 von Agnes
Und in fünf Jahren wird aus unseren Spenden die Scheidung bezahlt,also Bürger weiter Spenden.............. mehr
320.07 | 14:19 von Hohenzoller
Spenden reichen nicht!
Liebe Agnes, mit den Spenden wird die vorhergesagte Scheidung sicher nicht zu begleichen sein. Viel interessanter ist die Frage, welches Schloss nun für Erbprinzessin Nina um- oder ausgebaut wird. Als Alexandra nach Hohenzollern kam, wurde das Schloss in Krauchenwies grundlegend und sehr teuer saniert. Es entstand ein richtiger Prachtbau. Architektin "Agnes" , die in Umkirch dabei war, wird sicher schon mit der Planung beauftragt worden sein. Den Haussegen wird dann Pfarrer Berger spenden,wenn ...... mehr
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