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Sigmaringen Kreisrundschau

Jakobspilger treffen sich zum ersten Mal im Kloster Beuron

BEURON - Zum ersten Beuroner Jakobspilgertreffen sind rund 70 Menschen gekommen, die "Freude am Jakobspilgern haben", wie Bruder Jakobus Kaffanke erklärte. Ein großes Programm wartete auf die Pilger am Wochenende, das die Beuroner Jakobspilgergemeinschaft organisiert hat.

Pünktlich zum Apostelfest des Heiligen Jakobus am 25. Juli hat die kürzlich gegründete Beuroner Jakobspilgergemeinschaft zum ersten Beuroner Jakobspilgertreffen eingeladen. Neben Gebeten, Informationen und Vorträgen gab es für alle interessierten Pilger auch eine Aufführung des Singspiels "Das Hühnerwunder oder eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg" in der Abteikirche und am Samstagvormittag zwei Pilgerrouten: Auf der neuen Via Beuronensis, den Jakobswegen zwischen Neckar und Bodensee konnten sich die Pilger zwischen einer Route von Nusplingen nach Beuron oder von Meßkirch zum gleichen Ziel entscheiden.

Dort angekommen erwartete die fleißigen Pilger eine Brotzeit aus der Klostermetzgerei an der Alten Holzbrücke in Beuron. Hier erklärte Bruder Jakobus Kaffanke, Vorsitzender der Jakobspilgergemeinschaft, das diese unter anderem Pilgerausweise ausstellt, die ein kirchliches Empfehlungsschreiben für den Pilger darstellen. Außerdem sammelt die Gemeinschaft Spenden für eine neue Jakobspilgerfigur, da diejenige, die sich seit vorigem Jahr beim Aufgang zur Beuroner Abteikirche befindet, 2010 nach Pfullendorf umziehen wird.

Singspiel über Hühnerwunder

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Beim Singspiel in der Abteikirche lauschten zahlreiche Besucher, darunter Landrat Dirk Gaerte, der Aufführung des gemischten Chors aus Sigmaringen und Pfullendorf und der Musikgruppe Effatha. Unter der Leitung von Renate Sittler stellten die Protagonisten die Geschichte einer Familie aus Xanten dar, deren Sohn auf ihrer Pilgerreise in Santo Domingo de la Calzada in arge Bedrängnis gerät. Weil er die Tochter des Wirts, bei dem die Familie übernachtet, verschmäht, versteckt sie zornig einen Silberbecher in seinem Rucksack. Beinahe wird der junge Mann wegen des vermeintlichen Diebstahls hingerichtet, doch der Richter will ihn freisprechen, wenn die gebratenen Hühner auf seinem Teller wieder lebendig werden. Da die Wirtin nicht die vorgesehenen, sondern zwei andere Hühner geschlachtet hat, ist das Hühnerwunder komplett und Sohn Jakob überlebt.

(Erschienen: 28.07.2008 00:06)


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