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Allgäu / Oberschwaben

Unbekannte schießen auf Kitty

GAMMERTINGEN/HERMENTINGEN - In Hermentingen (Kreis Sigmaringen) hat die Katzenhilfe Gammer-tingen eine schwer verletzte Katze gefunden, auf die anscheinend mit Schrotkugeln geschossen wurde. Ein Tierarzt konnte die Katze nicht mehr retten. Sie musste schließlich eingeschläfert werden.

Eigentlich wollte Irene Kiener von der Katzenhilfe Gammertingen bei einer älteren Frau in Hermentingen nur zwei Kätzchen zum Kastrieren abholen, doch dann sah sie eine kleine Katze, die einen dicken Fuß hatte und humpelte. "Die Frau erzählte uns, dass das Kätzchen immer zu ihr kam, etwas fraß und dann wieder ging. Eines Tages war es dann verschwunden und ist erst nach fünf Tagen wieder aufgetaucht und war dann in dieser jämmerlichen Verfassung", sagt Irene Kiener.

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Der Zustand des verletzten Kätzchens war so schlimm, dass sich Irene Kiener dazu entschloss, das Tier mitzunehmen und zum Arzt zu bringen. "Die Katze wurde dann eingehend untersucht, und beim Röntgen stellte der Arzt fest, dass sich im Schulterbereich, in der Lunge und auch im Kopf etliche Schrotkugeln befinden. Selbst der Arzt hat solch einen schlimmen Fall noch nie gehabt", sagt Irene Kiener. Dem Kätzchen war jedoch nicht mehr zu helfen, und der Tierarzt erlöste es von seinen Qualen.

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Irene Kiener macht sich seit ihrem grausigen Fund große Sorgen um das Wohl der grazilen Vierbeiner. "Wer tut denn nur so etwas Schreckliches?", fragt sich die Katzenfreundin aus dem Landkreis Sigmaringen. "Ich habe den Fall bei der Polizei zur Anzeige gebracht, schließlich muss man doch irgendwas dagegen tun, vor allem auch, weil jetzt noch ein Kätzchen in Hermentingen gesehen wurde, das ebenfalls hinkt", sagt Irene Kiener, in deren Brust ein großes Herz für Katzen schlägt. Sie möchte allen Katzenbesitzern den guten Rat geben, die Katzen die nächste Zeit über Nacht ins Haus zu holen, damit nicht noch mehr Katzen verletzt werden.

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Bei der Polizei gehen immer wieder Anzeigen von Katzenhaltern ein, deren Tiere angeschossen, vergiftet oder auf andere Weise gequält wurden. Davon abgesehen, dass Tierquälerei strafbar ist, verstoßen die Personen, die mit Waffen auf Tiere schießen, gegen das Waffengesetz. Dies kann eine Geldbuße bis zu 10 000 Euro nach sich ziehen, und darüber hinaus kann die Waffe von der Polizei eingezogen werden.

(Erschienen: 27.09.2008 00:08)


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