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Bürgernah strebt die Initiative in den Gemeinderat

(SALEM/mw) Die Bürgerinitiative Salem, die für den Entscheid gegen eine MTU-Ansiedlung in Salem erfolgreich aktiv war, formiert sich. Gestern legte sie in Reck's Hotel unter Leitung von Dieter Meyer und Ralf Swysen die grobe Marschrichtung auf dem angestrebten Weg in den Gemeinderat fest.

Für die zwanzig Anwesenden ist eins klar: sie wollen kommunalpolitisch aktiv bleiben. Wichtig ist Dieter Meyer hierbei vor allem, konstruktiv tätig zu sein und nicht, wie während der heißen Phase des Bürgerentscheids, immer dagegen zu sein. Darin herrscht Einigkeit.

Uneins hingegen sind sich die Anwesenden bezüglich der zukünftigen Zielschwerpunkte. Manfred Schörner zum Beispiel möchte konkrete Themen anpacken, die "im Salemer Gemeinderat nicht vertreten sind, wie beispielsweise die Stärkung des örtlichen Einzelhandels", so Schörner. Margit Böttcher und Ursula Krüger liegt die anstehende Festlegung des Flächennutzungsplans am Herzen. "Die Ziele sollten von der breiten Mehrheit unserer Mitstreiter auch getragen werden", unterstreicht Ralf Swysen. Dafür haben er und Meyer acht Themenschwerpunkte herausgearbeitet , in Anlehnung an Stadtleitbild und das Programm des BUND. Mit jeweils acht Klebepunkten bewaffnet, dürfen die anwesenden Bürgerinitiativler nun eine Rangliste ihrer Schwerpunkte sichtbar werden lassen. Schnell stehen die Favoriten fest. Neben dem einstimmig beschlossenen Schwerpunkt "Bürgernähe", schlagen "Umweltschutz" mit 23, "Gewerbeansiedlung" mit 18 und "Mobilität und Verkehr" mit 28 Punkten zu Buche. Dann entsteht unter Anleitung der beiden Moderatoren ein konkreteres Bild. Zu den Oberthemen "Mobilität und Umweltschutz" pinnen die Anwesenden ihre Wünsche, wie Radwege, Spielstraßen oder Umfahrung der Weildorferstraße passend zu den entsprechenden Begriffen an die Stellwand und stellen sie anschließend dem Plenum vor.

Einsatz gegen Gentechnik

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Reinhold Wolanyk tritt für "integrierte Verkehrskonzepte" ein. Die einzelnen Verkehrsträger müssen seiner Meinung nach besser aufeinander abgestimmt werden. Margit Böttcher will ein schriftliches Verkehrskonzept, "wie es in Salem noch nicht vorhanden ist". Die engagierten Bürger sprechen sich dafür aus, dass ihr Ort zur gentechnikfreien Zone erklärt wird und wollen sich für Gewässerschutz einsetzen. Fest steht für alle die Zusammenarbeit mit anderen Parteien und Organisationen, wie den Grünen oder der derzeitigen Klufterner Bürgerinitiative, um stärker und effektiver arbeiten zu können. Krüger und Böttcher wollen sich wegen des Flächennutzungsplans informieren, Kontakt zu anderen Parteien soll hergestellt und Erkundigungen zu Verkehrskonzepten eingeholt werden. Das nächste offizielle Treffen der Initiative wird am Montag, 15. September, wieder im Gasthaus Reck stattfinden.

(Erschienen: 02.07.2008 00:07)


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