Nach 43 200 Stunden ist Feierabend
42 Dienstjahre. In Anlehnung an die 42 Kilometer, die bei einem Marathon zurückzulegen sind, bezeichnete Hauptschulrektor Helmut Faden den Neupensionär Hubert Schmidt als „pädagogischen Langstreckenläufer“. Auf eine so lange Zeit als Lehrer zurückblicken zu können, das sei schon etwas Besonderes. Schmidt verkörpere den Allrounder, der noch alle Fächer studiert habe. In all den Jahren sei Hubert Schmidt 15-mal Klassenlehrer gewesen. „Wer schon mal eine Klasse geführt hat, der weiß, was für eine Riesenleistung das ist“, konstatierte der Schulleiter. Seinen Ruhestand habe sich Schmidt in ganz hohem Maße verdient.
Mann der ersten BZM-Stunde
1970 war Hubert Schmidt nach Markdorf gekommen, zwei Jahre später gehörte er zu den Männern der ersten Stunde im neuen Bildungszentrum. Helmut Faden erinnerte auch an die Zeit, als Schmidt die Krankheitsvertretung im halben Bodenseekreis übernahm. „In Oberdorf war ich sogar mal eine Woche Rektor“, merkte der Neupensionär zur allgemeinen Erheiterung mit einem Schmunzeln an.
In einem kurzen Rückblick rechnete der Lehrer vor, dass er etwa 43 200 Unterrichtsstunden abgehalten, etwa 8000 Mathe- und 8000 Deutscharbeiten korrigiert, mehr als 2000 Zeugnisse unterschrieben sowie sieben Kultusminister und neun Rektoren beziehungsweise Konrektoren überstanden habe. Sein Dank galt allen Kollegen, die „mich so genommen haben wie ich bin“. An den Schluss seiner Abschiedsworte setzte Hubert Schmidt ein Zitat des ehemaligen Wirtschaftsministers Martin Bangemann: „Ich gehe zwar, aber ich verschwinde nicht.“
Die Kollegen verabschiedeten sich mit einem Quiz von Hubert Schmidt – weil er für sein Leben gerne an Preisausschreiben teilnehme, wie zu vernehmen war. Dafür wird er künftig sicher ganz viel Zeit haben.
(Erschienen: 28.07.2010 19:30)






