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Skinheads sorgen in Lauterach erneut für Randale

(LAUTERACH/WOLFURT/dik) Erneut sind Skinheads in Lauterach gewalttätig geworden. Die Gemeinde kommt auch einen Monat nach einer Messerstecherei, bei der ein 20-Jähriger getötet wurde, nicht zur Ruhe. Die betroffenen Gemeinden hoffen nun, dass sich Motorradclub und Skinheads aus Lauterach und Wolfurt zurückziehen.

Drei Skinheads hat die Polizei gestern festgenommen. Sie sollen in der Nacht zum Sonntag die Tür zu dem Motorradclubheim "Outsider" aufgebrochen und mehrere Fensterscheiben eingeschlagen haben. Im Clubheim wurden Flaschen und Gläser zertrümmert sowie ein Ölofen umgeworfen. Dabei wurde das Ventil der Gasflasche beschädigt, so dass Gas austrat. Um eine Explosion zu verhindern, räumte die Polizei das Gebäude und sperrte die angrenzende L 190 für eine Stunde.

Die Polizei ging von Anfang an davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit der blutigen Messerstecherei und Massenschlägerei vor einem Monat stand. Wie berichtet, war damals ein 20-Jähriger erstochen worden, nachdem er mit anderen Neonazis den Motorradclub betreten hatte. Wie genau es zu der Massenschlägerei kam, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt.

Genau einen Monat nach der Tat wollten die drei Verdächtigen offenbar eine Gedenkminute abhalten. Inzwischen hätten alle drei die Tat vom Sonntag gestanden. Der 23-jährige Lauteracher, der 21-jährige Lochauer und die 21-jährige Bregenzerin gehören nach Polizeiangaben allesamt der Skinheadszene an und sind der Polizei seit längerem bekannt. Völlig betrunken seien die jungen Männer in das inzwischen ehemalige Clublokal eingedrungen und hätten dort mit einem Baseballschläger randaliert, während die Frau in ihrem Auto wartete.

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Die Polizei berichtet jetzt, dass der Motorradclub "Outsider" das Clubheim nicht mehr benutzt. Das ist dem Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg sehr recht. Er spricht von einer "unguten Situation" und hofft, dass sich der Motorradclub komplett aus seiner Gemeinde zurückzieht, um ähnliche Vorkommnisse zu vermeiden.

So geht es auch seinem Bürgermeisterkollegen Erwin Mohr aus Wolfurt, in dem laut ORF die Skinheads ein Clublokal betreiben. Mohr kündigt an, er wolle alles unternehmen, damit Wolfurt nicht zur Schaltstelle der rechten Szene werde. Helfen könnte ihm die Bezirkshauptmannschaft (vergleichbar mit dem Landratsamt), das entscheiden muss, ob der Verein "Motorradfreunde Bodensee", unter dem sich die Neonazis eingemietet haben, wegen rechtsextremer Tätigkeit und weiteren Straftaten der Mitglieder aufgelöst werden kann.

(Erschienen: 10.03.2009 00:07)


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