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Lindau Region

Tierschützer bleibt frei

(BREGENZ/LINDAU/sib) Mit einem Solidaritätsmarsch von Lindau nach Bregenz haben am vergangenen Sonntag etwa 20 Personen wegen der Inhaftierung von zehn österreichischen Tierschützern reagiert. Die Teilnehmer wurden schon an der Bundesgrenze von der informierten österreichischen Polizei begrüßt.

Auch das Verteilen von Infoblättern und das Tragen von Transparenten war möglich. Bei der Bregenzer Polizeistation wurde die Gruppe vom Kommandanten empfangen. Initiator Andreas Morlok: "Uns wurde versichert, dass gegen mich und meine Begleiter nichts vorliegen würde und wir deshalb nicht in Haft genommen werden", sagt Morlok. "Ich erwiderte, dass gegen die zehn inhaftieren österreichischen Tierschützer auch nichts vorliegen würde."

Der Polizeikommandant wies laut Morlok darauf hin, dass er keinen Einblick in die Akten habe und sich dazu nicht äußern könnte. Abschließend verriet er Morlok, dass "er Tierschutzarbeit ganz okay findet". Die seit Ende Mai dieses Jahres unter dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung inhaftierten Tierschützer sollen Stinkbomben in Pelzgeschäften losgelassen und versucht haben, tierquälerische Dokumentationen durch illegales Eindringen in Tierfabriken zu erstellen.

Der Initiator des Protestes, Andreas Morlok aus Radolfzell, wollte mit seinem Demonstrationsmarsch nicht nur gegen die Verhaftung der Tierschützer angehen, sondern sich gleich selbst mit seinen Mitstreitern ins Gefängnis sperren lassen. Zu einer gewünschten Verhaftung kam es jedoch nicht.

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(Erschienen: 23.07.2008 00:08)


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