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Leutkirch
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"Ganztagsschule noch nicht in den Köpfen"

(LEUTKIRCH/chkl) Lediglich zehn Prozent der rund 830 Schüler am Leutkircher Hans-Multscher-Gymnasium nutzen gegenwärtig die verschiedenen Angebote des Ganztagsbetriebs. "Wir sind eine ganz andere Schule als noch vor fünf Jahren. Aber es wird noch fünf Jahre dauern, bis dies in den Köpfen verankert ist", sagt Schulleiter Eugen Hoh.

Die Ängste von (berufstätigen) Müttern und Vätern und deren Kindern, sie würden den Berg an Lernstoff und Hausaufgaben nicht bewältigen (siehe nebenstehendes Interview), sind laut HMG-Schulleiter Eugen Hoh unbegründet: "Wir haben bei uns durch den Ganztagsbetrieb so viele kostenlose Angebote, bei denen die Schüler unter fachmännischer Betreuung ihre Hausaufgaben und ihren Lernstoff in der Schule machen können, dass sie eigentlich fertig nach Hause kommen könnten." Doch bei weitem nicht jeder Schüler nutze die täglichen Angebote zur "Unterstützung des Lernens an der offenen Ganztagesschule am HMG", weiß der Schulleiter. Für die Klassen 5 und 6 gibt es "Studierzeiten", betreut von Lehrern. Es gibt eine Hausaufgabenbetreuung "Allein oder gemeinsam", betreut von Schülern. Es gibt "Methodenlernen im Fachunterricht" (betreut von Lehrern). Es gibt "Methodentraining von Schülern, Eltern und Lehrern" durch Vorträge im Cubus, es gibt "Themenorientierte Trainingszeiten" (betreut von Lehrern) und es gibt "Themenorientierte Trainingszeiten", die von älteren Schülern betreut werden, die für diese Förderung in den Hauptfächern anderer, jüngerer Schüler sieben Euro pro Stunde bekommen.

"Jedes Kind hat, wenn es will, jeden Tag eine Hausaufgabenbetreuung und kann in den Hauptfächern Trainingscamps belegen. Und das kostenlos, denn wir bekommen als offene Ganztagsschule Deputate für Lehrer und Geld für die Schüler", erklärt Schulleiter Hoh. "Hier können die Kinder am Nachmittag in der Schule alles erledigen. Wenn sie dann nach Hause kommen, haben die Eltern eigentlich keine Betreuungsbelastung mehr was die Schule angeht. Wir haben ein Bündel von Maßnahmen, um den Schüler zu unterstützen."

Zudem gibt es am HMG unzählige AG-Angebote, jeden Tag sieben an der Zahl: von Spanisch über Mädchenfußball bis "Geocaching", bei dem es um GPS-Kenntnisse geht. "Wenn wir unser großes Angebot den Eltern in Gesprächen immer vorstellen, dann wird es uns oft gar nicht geglaubt", so Hoh. Der Schulleiter weiß aber: "Es wird noch fünf Jahre dauern, bis dies in den Köpfen drin ist."

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(Erschienen: 21.03.2009 00:07)


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