Gerd Riss plant im Krankenbett schon sein Comeback
Der Rekordweltmeister will zurück aufs Motorrad, denkt aber über eine erneute WM-Teilnahme nach: „Wenn weiter Veranstaltungen wie in Frankreich stattfinden, kann ich mir vorstellen, künftig zu verzichten.“
Anfang vergangener Woche wurde Riss aus Frankreich ausgeflogen und im Klinikum Memmingen am Mittwoch operiert: „Die Verletzungen im Bein sind schlimmer als erwartet. Beim Eingriff hat sich gezeigt, dass die Außenbänder komplett gerissen sind und das Kreuzband ab ist.“ Ein eingeklemmter Nerv, der Gefühllosigkeit vom rechten Knie abwärts auslöste und die vierstündige Operation nötig machte, wird sich aller Voraussicht nach wieder normalisieren. Wie lange das dauert, kann derzeit noch nicht vorhergesagt werden. Die Einzel-Weltmeisterschaft ist für den Titelverteidiger abgehakt, die Team-WM Anfang September ebenfalls. Dafür freut sich der erfolgreichste Langbahn-Pilot aller Zeiten über seine erneute Nominierung zur Sportlerwahl des Jahres im Landkreis Ravensburg, von der er im Krankenhaus erfahren hat.
Zurück auf die Rennbahn, auf die Maschine, das will der 45-Jährige nach dem dritten schweren Sturz seiner Karriere nach Herxheim 1990 und Marmande im Jahr 2000 in jedem Fall: „So will ich mich nicht von meinen Fans verabschieden.“
(Erschienen: 26.07.2010 14:25)







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