Mitglieder arbeiten 350 Stunden
Von unserem Mitarbeiter Kurt Kiechle
In seinem Vorwort machte sich Franz Rieber vor mehr als 50 Tagungsteilnehmern im Rottalstüble Gedanken zum Klimawandel, Wald- und Artensterben. Das Fazit: „Aber es wird auch vieles zum Schutz und Erhalt der Natur unternommen“. Dass dazu auch der Natur-und Vogelschutzverein Burgrieden im 51. Jahr seines Bestehens beigetragen hat, dokumentierte der umfassende Rechenschaftsbericht.
Die Arbeitseinsätze begannen bereits im Januar mit der Reinigung und Kontrolle der vom Verein aufgehängten rund 60 Nistkästen. Bei dieser Aktion mit dabei waren 20 Fünftklässler der Burgrieder Schule. „Das kam bei den Schülern gut an, zumal die Belegung der Nisthilfen mit Meisen und Feldsperlingen gut war“, sagte Rieber. Nistkästen, denen die Witterung zugesetzt hatte, wurden durch neue ersetzt. In diesem Zusammenhang galt Beiratsmitglied Jakob Hannes und seinen „Holzwürmern“ für den Bau von Nistkästen und Futtersilos der verdiente Dank.
Ebenso wurden Ruhebänke auf Vordermann gebracht. „Inzwischen haben wir zehn Bänke auf der Gemeindegemarkung für Spaziergänger aufgestellt“, berichtete der Vorsitzende. Mit erheblichem Zeitaufwand verbunden sind die Pflege der rund 60 vereins- und gemeindeeigenen Obstbäume sowie die Biotop-Pflegemaßnahmen von Juli bis Oktober. „Unsere Streuobstwiesen sind als Trockenbiotop sehr wichtig und auf jeden Fall erhaltenswert“, betonte Rieber. In seinen weiteren Ausführungen erinnerte er an einen Baumschnittkurs mit Gartenbaumeister Ludwig Schwarz, der 15 Interessierte in die Geheimnisse der Pomologie einführte, an die Vogelstimmenwanderung mit Dr. Werner Jans und 23 Frühaufstehern sowie an die Apfelernte, bei der 15 Helfer rund 2580 Kilo Äpfel heimischer Sorten geerntet hatten. Wolfgang Michelis kümmerte sich um die Markierungen der vier Wanderwege im Waldgebiet „Gattenheim“, die bedingt durch die starken Holzfällungen im vergangenen Jahr viel Arbeit mit sich brachten.
Dass im vergangenen Jahr beim Natur-und Vogelschutzverein die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen ist, verdeutlichte der Vorstandsbericht: Winterwanderung, Radtour in den Mai, Hockete, Hüttenaufenthalt im großen Walsertal, die Jahresabschlussfeier und die Monatstreffs im Vereinsheim „Alte Molke“ trugen zur Kameradschaft bei. Gern erinnert man sich auch an das 50-jährige Vereinsjubiläum im Mai, das mit fast 300 Geburtstagsgästen in der Rottalhalle gefeiert wurde. Auch finanziell steht der Verein nach Auskunft von Kassierer Wolfgang Michelis auf gesunden Füßen.
Für eine weitere Amtsperiode (zwei Jahre) stellten sich bei den fälligen Wahlen erster Vorsitzender Franz Rieber, Beiratsmitglied Alban Zieher und Kassenprüfer Robert Laib zur Verfügung. Mit einem Dank und Präsent wurde nach 30 jähriger Kassenprüfer-Tätigkeit Alois Hecht verabschiedet. Für ihn wurde Hermann Härle als zweiter „Revisor“ gewählt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter Karl Ströbele zeichneten Rupert Brändle, Hugo Herzog und Hans Zell für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit der Vereinsnadel in Gold aus.
Viel Beifall erhielt Norbert Hamm für seinen Diavortag „Mit dem Rad von Istanbul zur Adria“. Er und seine Frau hatten 2009 Gebiete der Türkei, Griechenlands, Mazedoniens und Albaniens durchradelt und auf ihrer fünfwöchigen und insgesamt rund 2700 Kilometer langen Tour Land und Leute kennengelernt.
(Erschienen: 08.03.2010 18:55)






