Im Sommerlager wollen 1000 Pfadis den Inka in sich entdecken
Vom 30.Juli bis 8.August treffen sich mehr als 1000 Teilnehmer aus Württemberg und dem Ausland unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Frank O. July auf dem Jugendzeltplatz Schachen bei Münsigen-Buttenhausen (Kreis Reutlingen). Gemeinsam tauchen sie in die Welt der Inka ein, der auch das Motto des Lagers "inti suyo - entdecke den Inka in Dir" entlehnt ist.
Sophia (10) ist aufgeregt. Bald geht es los auf ihr erstes Großlager. Bisher hat sie nur an den kleineren Lagern des VCP Stammes Graf Montfort teilgenommen. Nun wird sie ihr erstes Großlager mit über 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern, mit internationalen Gästen und über 150 Zelten erleben. "Besonders gut finde ich, dass man so viele neue Leute kennenlernen kann und so nah mit ihnen zusammenlebt", sagt Sophia voller Vorfreude. Ihre Gruppenleiterin Carla (17) hat schon Erfahrungen mit Landeslagern und stimmt den Erwartungen von Sophia zu: "Es ist schon etwas Besonderes, zehn Tage so friedlich mit anderen Jugendlichen zusammen leben, spielen und feiern zu können. Zudem werden viele besondere und einmalige Programmpunkte geboten, die wir in kleiner Runde so nicht auf die Beine stellen: Höhlentouren, Film-Workshops oder Theaterabende." Das Landeslager findet unter dem Motto ""nti suyo - Entdecke den Inka in dir" statt und entführt die Teilnehmer in die Welt der südamerikanischen Hochkultur. In dieser historischen Spielwelt werden die Pfadfinder die Handwerkskünste, Nahrungsgewohnheiten und Lebensweise dieses Volkes kennenlernen und auf spielerische Weise mit Gold, Pyramiden und Lamas in Berührung kommen. Carla erklärt: "Solch ein Thema gibt einem Lager eine besondere Atmosphäre und verbindet die einzelnen Programmpunkte miteinander. Aber eigentlich ist der gemeinsame Lager-Alltag das Wichtigste: am Lagerfeuer sitzen, gemeinsam kochen und essen, singen, Kanufahren, miteinander feiern."
Hoher Einsatz wird vorausgesetzt
Der Landesverband des VCP veranstaltet alle vier Jahre ein Großlager mit internationaler Beteiligung. Dieses Jahr kommen die Gäste aus Schweden, Norwegen, Tschechien, Griechenland und Ägypten. Diese Lager sind Höhepunkt im Verbandsleben und setzen hohen ehrenamtlichen Einsatz voraus. Rund 150 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf: sie bauen Sanitäranlagen auf, richten einen eigenen Supermarkt und eine eigene Krankenstation ein, planen ein Programm für die Großbühne oder bereiten Geländespiele vor.
Auch in Langenargen gibt's noch einiges zu tun: Da jede Gruppe in ihren eigenen Zelten lebt und selbst ihr Essen zubereitet, müssen Materialkisten gepackt, Zeltplanen geflickt und der Speiseplan erstellt werden. Sophia hat schon festgestellt, dass "ein Zeltlager nicht so bequem wie ein Urlaub im Hotel ist, dafür aber mehr Spaß macht."
(Erschienen: 24.07.2008 00:07)



