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Friedrichshafen Region

Hindelang erhält Verdienstkreuz 1. Klasse

Prof. Eduard Hindelang erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse. Foto: hv
Prof. Eduard Hindelang erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse. Foto: hv

(LANGENARGEN/sz) Prof. Eduard Hindelang wird am Freitagnachmittag im Münzhof Langenargen das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland feierlich übergeben. Eine hohe Ehre für den 86-Jährigen, der neben vielen anderen Ehrungen bereits 1983 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten hat.

Von unserer Mitarbeiterin   Christel Voith

Jahrzehntelang war Eduard Hindelang ganz selbstverständlich überall da anzutreffen, wo in der Bodenseeregion ein bedeutendes kulturelles Ereignis stattfand, und auch heute noch ist er häufig dabei. Ein Liebhaber der Kultur und der schönen Künste war er ein Leben lang. Mit ansteckendem Idealismus und beispielhaftem kulturellem und sozialem Engagement hat er Wegweisendes vollbracht und dank seiner Ausstrahlung andere begeistert und mitgerissen.

Bis zu seinem Ruhestand hat Hindelang, der am 9. November 1923 in Obergünzburg im Ostallgäu geboren wurde und dort auch aufgewachsen ist, über vierzig Jahre lang erfolgreich die Geschäfte der Süddeutschen Steinindustrie Friesinger & Metzger in Kressbronn geleitet, doch immer hat er Zeit gefunden für seine zahlreichen ehrenamtlichen Engagements, die sich keineswegs auf seine Heimatgemeinde Langenargen beschränkten.

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„Hebamme“ vieler Museen

Hindelang war Mitglied der Kulturkommission der Internationalen Bodensee-Konferenz, war lange Jahre Schatzmeister im Bodensee-Geschichtsverein, der ihm vom länderübergreifenden Euregio-Gedanken her besonders am Herzen lag, er war aber auch viele Jahre im Kreis- und Ortsvereinsvorstand des Deutschen Roten Kreuzes (Bodenseekreis/Friedrichshafen) wie im Vorstand der AOK tätig. Besonders aber denkt man an ihn als „Museumshebamme“: Wo immer in der Region ein Museum gegründet wurde, ob in Tettnang, Hilzingen oder Kisslegg, war Eduard Hindelang beratend dabei. Nicht wegzudenken ist er von „seinem“ Museum in Langenargen.

Schon 1970, als er für die 1200-Jahrfeier der Gemeinde die Festschrift herausgegeben und die Ausstellung „Berühmte Männer Langenargens“ organisiert hatte, war ihm der Gedanke an ein bleibendes Museum gekommen. Den endgültigen Anstoß zur Museumsgründung gab dann der 1973 zum Abbruch bestimmte barocke Pfarrhof aus dem Jahre 1740. Hindelang beschwor die Gemeinde, das im Verfall begriffene Haus zu kaufen, 1975 gründete er den Museumsverein und wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt.

Im Mai 1976 Museum eröffnet

Am 30. Mai 1976 konnte das mit viel ehrenamtlichem Engagement renovierte Museum eröffnet werden, und schon 1977 war es beim erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb um die besten „Kommunalen Bürgeraktionen“ des Landes Baden-Württemberg erster Hauptpreisträger im kulturellen Bereich.

Zahlreiche Sonderausstellungen und Publikationen haben seither den Ruf des Museums weit hinausgetragen, zahlreiche Ehrungen hat sein Leiter seither erfahren, nun also erwartet den verdienten Mann die hohe Ehre des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

(Erschienen: 29.07.2010 15:25)


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