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Ärzte helfen hören

Die jüngste Empfängerin eines Hörgerätes ist die vierjährige Inessa Bogatko. Die Hörgeräteakustiker Alexandra Warnecke-Laudahn (ganz rechts im Bild) sorgt bei ihr nicht nur für passende Hörgeräte, sondern auch, wie man sieht, für gute Laune bei Kind und Mutter.
Die jüngste Empfängerin eines Hörgerätes ist die vierjährige Inessa Bogatko. Die Hörgeräteakustiker Alexandra Warnecke-Laudahn (ganz rechts im Bild) sorgt bei ihr nicht nur für passende Hörgeräte, sondern auch, wie man sieht, für gute Laune bei Kind und Mutter.

(FRIEDRICHSHAFEN/sz) Beim einwöchigen Arbeitsbesuch in der weißrussischen Partnerstadt Polozk haben zwei Hörgeräteakustikermeister jüngst die ersten 15 schwerhörigen Erwachsenen im Rahmen des Projektes „Hör mal!“ des Freundeskreises Polozk mit neuen Hörgeräten versorgt.

Andreas Wolter aus Friedrichshafen, der von 2007 bis 2009 bereits 42 Polozker Kindern und Jugendlichen erfolgreich neue Hörgeräte angepasst hat, wurde erstmals von seiner Kollegin Alexandra Warnecke-Laudahn aus Ravensburg begleitet. Der isländischen Aschewolke wegen hatte sich die Reise der beiden in den Juli verschoben. Auch der zweite Teil des Projektes „Hör mal!“ – Versorgung von Erwachsenen – wird von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert.

Trotz der Ferienzeit in Weißrussland kam ein sehr hoher Prozentsatz der „Hörgerätekinder“ zur Kontrolle durch die deutschen Spezialisten. Als Glücksgriff bezeichnete Andreas Wolter seine Kollegin, deren große Erfahrung mit mehrfach behinderten Kindern die Arbeit kolossal erleichtert hat. Sehr gut vorbereitet seien die Polozker gewesen – die von Andreas Wolter eingelernte Krankenschwester hatte als wichtige Grundlage zuverlässige Gehörmessungen geliefert. Im Laufe der Woche wurde sie darin trainiert, Hörgeräte einzustellen und zu programmieren. Selbst leichte Reparaturen kann sie nun anfertigen. Nun hofft der Freundeskreis, dass sich das Vertrauen der Patienten nicht mehr allein auf die Fachleute aus Deutschland konzentriert und sie sich bei Problemen mit ihren Geräten gleich an die Kinderpoliklinik in Polozk wenden. Die Nachhaltigkeit des Projektes zeigte sich an den Fortschritten der Kinder. Manche haben dank des neu gewonnenen Hörvermögens erst Sprechen gelernt und können nun mit gleichen Chancen am Schulunterricht, am Studium und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Für Alexandra Warnecke-Laudahn und Andreas Wolter war die Zusammenarbeit mit den Polozker Verantwortlichen so positiv, dass sie sich gemeinsam einig sind: „Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.“ Sie werden wohl im Mai 2011 wieder nach Polozk reisen. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter www.freundeskreis-polozk.de.

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(Erschienen: 28.07.2010 20:45)


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