DB streicht Öffnungszeiten
Aus Stuttgart war Manfred Bandel, Vertriebsleitung der Deutschen Bahn, erschienen, der anhand einer groben Rechnung verdeutlichte, warum die Bahn die Öffnungszeiten am Schalter reduziere. Wie die Schwäbische Zeitung berichtete, liegt dies vor allem am veränderten Kundenverhalten. Das wurde auch von keine Ausschussmitglied bezweifelt. Die Kritik der Politiker richtete sich dennoch gegen diese Entscheidung, zu der die Stadt vor einiger Zeit ein informatives Gespräch bei der Bahn hatte. Besonders der Sonntag sollte angesichts der Bedeutung dieser Stadt als Messe- und Tourismus-Stadt offen gehalten werden. Hier hatte die Bahn als Kompromiss fünf Stunden zugestanden, die um 12 Uhr beginnen sollen. Auf Nachfragen des Ausschusses meinte Bandel, dass man auch über eine Öffnung ab 11 Uhr am Sonntag nachdenken könne.
Für viele Politiker hingegen bedeutet die Verkürzung der Öffnungszeiten am Häfler Bahnhof die Fortsetzung der Abwärtsspirale der Deutschen Bahn. Weniger Qualität beim Wagenmaterial, noch immer keine Elektrifizierung und jetzt eine Verschlechterung des Services seien eben keine guten Zeichen für eine Stadt wie Friedrichshafen. „Wer sich von seinen Kunden entfernt, von dem entfernen sich auch die Kunden“, meinte Monika Blank (Grüne), CDU, SPD, FDP, Freie Wähler und Bürger Aktiv stiegen mit der gleichen Tendenz in die Debatte ein. Unter dem Strich versicherte Manfred Bandel, dass sich die Deutsche Bahn weder zurückziehen noch den Service verschlechtern wolle. Stellen würden keine gestrichen.
(Erschienen: 08.02.2010 18:40)
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