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Friedrichshafen Sport

Respektvoller Umgang ist wichtig

Starke Leistung: Die Judoka meistern ihre Prüfungen. Von links:  Marco Wirth, Mehmet Sengün, Trainer Hans Peter Heilig, Fatlum Halitaj und Emmanuel Hanser.
Starke Leistung: Die Judoka meistern ihre Prüfungen. Von links: Marco Wirth, Mehmet Sengün, Trainer Hans Peter Heilig, Fatlum Halitaj und Emmanuel Hanser.

(FRIEDRICHSHAFEN/vo) Vier Schüler der Merianschule, die seit zehn Monaten eifrig in der Judo-AG dieser Schule trainieren, haben mit Bravour die Prüfung zum gelb-weißen Gürtel bestanden. Unter Anleitung ihres Trainers, Hans Peter Heilig, vom Judo und Ju-Jutsu Verein Friedrichshafen erlernten sie in dieser Zeit die, für die Prüfung notwendigen Falltechniken, Würfe und Festhaltegriffe.

Aber nicht nur das wird den Kindern und Jugendlichen in dieser Judo-AG beigebracht. Ein Hauptaugenmerk legt ihr Trainer, der hauptberuflich Jugendsachbearbeiter bei der Polizei Friedrichshafen ist, auf den respektvollen Umgang miteinander. Die Judo-AG der Merianschule ist hauptsächlich ein Gewaltpräventionsprojekt, in welchem die natürlichen Aggressionen der Kinder in geordnete und positive Bahnen gelenkt werden sollen. Es wird sehr viel Wert auf die Einhaltung von Regeln, Formen und Ritualen und die Vermittlung von Werten wie Hilfsbereitschaft, Respekt und Höflichkeit gelegt. Wie ihr Trainer weiß, brauchen Kinder all dies, um Halt zu finden und ihr Sozialverhalten daran auszurichten. „Das ist uns gelungen“, sagte Hans Peter Heilig und erwähnte dabei, dass er so ganz nebenbei auch noch vier Schüler als neue Mitglieder für den Judo und Ju-Jutsu Verein gewinnen konnte, weil sie an diesem Sport einfach Spaß hätten. „Darüber freue ich mich ganz besonders“, sagte er.

Nicht weil der Verein dadurch vier neue Beitragszahler bekommen hat, sondern weil das Freizeitverhalten dieser vier Kinder dadurch strukturierter wird. Es ist doch besser sich auf der Matte auszutoben, seinen Körper zu fühlen und seine Grenzen und Fähigkeiten kennen zu lernen, als stundenlang vor dem PC oder Fernseher zu sitzen.“ „Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Schulen dieses Projekt aufgreifen. Meine tägliche Arbeit zeigt mir immer wieder, dass der Bedarf hierfür da wäre“, betonte Hans Peter Heilig.

(Erschienen: 29.07.2010 11:45)


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