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Ehingen

Tübingerin will Wege aus der Arthrose zeigen

Tübingerin will Wege aus der Arthrose zeigen
Tübingerin will Wege aus der Arthrose zeigen

(EHINGEN/kö) Arthrose ist zu einer Volkskrankheit geworden, unter der ein Großteil vor allem der älteren Bevölkerung – 40 Prozent – in der westlichen Welt leidet. Schmerzhafte Beschwerden in Hüft-, Knie- und Fingergelenken machen den Alltag oft zur Plage.

Die Biologin Heike Solweig Beuel aus Tübingen hat am Donnerstag in der Lindenhalle alternative Heilmethoden beleuchtet. Der kleine Saal der Lindenhalle platzte schon aus allen Nähten, und noch immer warteten mindestens 20 Besucher auf Einlass. Damit deren Gehirne zwecks besserer Konzentration gut mit Sauerstoff versorgt waren, gab es erst einmal ein paar Lockerungsübungen.

Ihren Vortrag hatte Beuel nicht selbst ausgearbeitet, sondern der Tübinger Diplom Biologe Wolfgang Feil. Seiner Meinung nach sind die von der Schulmedizin gegen Arthrose eingesetzten Mittel wie Voltaren oder Diclofenac eher schädlich. „Sie stoppen zwar den Schmerz, bauen aber den Knorpel weiter ab“, sagte Beuel. Nach der Empfehlung von Wolfgang Feil plädierte sie im Kampf gegen die Arthrose für Bewegung, „der Knorpel muss gefüttert werden, nur durch Bewegung kommt die Gelenkflüssigkeit zum Knorpel und versorgt ihn mit Nährstoffen“.

Außer ausreichend Bewegung empfahl Beuel eine gezielte Basisernährung, die B-Vitamine, Kalzium, Selen, Bor und ausreichend Omega-3-Fettsäuren enthält. „Auch bei fortgeschrittener Arthrose ist noch regenerierfähiger Knorpel und sollte nährstoffmedizinisch unterstützt werden“, sagte Beuel ihren Zuhörern.

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Die Schwäbische Zeitung hat mit dem Ehinger Arzt Martin Wagner über das Thema Arthrose gesprochen. „Bevor ich keine genaue Diagnose habe, kann ich keine Therapie einleiten“, sagte Wagner, „wenn es im Gelenk ein bisschen zwickt, kann man es durchaus mal zwei, drei Wochen mit solchen Mitteln versuchen. Falls das dann nichts hilft, sollte man aber schleunigst zum Arzt. Wenn man eine leichte Arthrose nicht richtig behandelt, können schwere anhaltende Schäden entstehen“, meinte der Schulmediziner.

(Erschienen: 06.03.2010 11:30)


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