OB-Wahl: Die einen freut's, andere bleiben „emotional unbeteiligt“
„Thomas Fettback ist bestätigt worden in seiner Arbeit. Die Biberacher möchten Thomas Fettback als OB“, sagte Gabriele Kübler (SPD) über ihren Parteigenossen. Fettback habe einen sehr guten Wahlkampf mit viele wichtigen Themen und Visionen gemacht. Die beiden Gegenkandidaten Giesel und Stöckle hätten sicher etwas bewirkt hinsichtlich der Wahlbeteiligung. Für Biberach und Thomas Fettback hätte sie sich aber einen qualifizierten Kandidaten gewünscht, sagte Kübler. Zur weiteren Zusammenarbeit meinte sie: „Seine Themen sind auch unsere Themen. Wir stehen hinter ihm.“
Er nehme das Ergebnis „emotional unbeteiligt“ zur Kenntnis, sagte Hans-Jürgen Dullenkopf (CDU). Mit ihrer Entscheidung, keinen Kandidaten aufzustellen, habe sich die CDU bereits vor zwei Jahren aus dem Wahlkampf verabschiedet. Politisch sehe er Fettback durch das Ergebnis weder gestärkt noch geschwächt. „Man muss aber feststellen, das ihn 70 Prozent der Biberacher nicht gewählt haben.“
„Wir sehen das als eindrucksvollen Beweis der Kontinuität“, bewertete Friedrich Zügel (FW/UB) das Ergebnis. Erfreulich sei gewesen, dass sich weitere Kandidaten beworben haben, „aber die Dominanz des Amtsinhabers war beherrschend“. Fettbacks 85,7 Prozent sei ein relativ ordentlicher Wert, „aber mehr auch nicht“. In der Zusammenarbeit erwarte er deshalb keine Veränderungen. Aufgrund der Finanzlage werde es aber für Gemeinderat und Verwaltung nicht einfacher.
Das Ergebnis gebe OB Fettback Rückhalt und sei gut für Biberach, sagte Johann Späh (Grüne). „Das noch zwei andere Bewerber da waren, ist gut für die Demokratie.“ Für die Zukunft wünsche er sich, dass sich Fettback noch mehr für nachhaltige Politik einsetzt, so Späh.
„Mit diesem Ergebnis und der Wahlbeteiligung können viele zufrieden sein, nicht nur die Kandidaten“, sagte Christoph Funk (FDP) . Er gratuliere Fettback zu seinem soliden Ergebnis und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit seiner Fraktion. „Aus FDP-Sicht fand ich die zweite Amtszeit des OB besser als die erste. Ich hoffe, dieser Trend setzt sich jetzt so fort“, sagte Funk. Er danke im Übrigen auch Benjamin Giesel und Ulrich Stöckle für deren Kandidatur.
(Erschienen: 08.02.2010 15:50)







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