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Freuen sich über das Kunstwerk: (v. l.)  Walter Rogger, Dr. Jörg Riedlbauer, Jessica Giesa, Dr. Ferdinand Flechtner,, Corinna Rogger, Wolfgang Schott und Dr. Yvonne Häfner.
Freuen sich über das Kunstwerk: (v. l.) Walter Rogger, Dr. Jörg Riedlbauer, Jessica Giesa, Dr. Ferdinand Flechtner,, Corinna Rogger, Wolfgang Schott und Dr. Yvonne Häfner.

(Biberach/sz) 1952 hat die damalige „Oberschule für Jungen“ den Namen Wieland-Gymnasium (WG), erhalten benannt nach dem größten Geist, den Biberach hervorgebracht hat. An den Dichter erinnert nun eine grafisch-fotografische Installation im WG-Foyer, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Von unserem Mitarbeiter  Günter Vogel

Die Wieland-Gesellschaft war mit dem Vorschlag an die Schule herangetreten, den Schülern und allen anderen, die as Gebäude betreten, sofort den Blick auf den Dichter zu eröffnen und stieß auf größtes Interesse. Das „Team Rogger“ wurde mit der Konzeption und der Produktion beauftragt, und heraus kam eine gelungene Installation, die um zwei Säulen angeordnet ist, und die auf rotem Untergrund Wielands dominanten Kopf in Übergröße sowie Fotos seiner Biberacher Wirkstätten und historisch-literarische Bezüge präsentiert. 

Wie Schulleiter Wolfgang Schott erläuterte, werden alle neuen Schüler in einem Curriculum mit Wieland vertraut gemacht und erhalten eine Stadtführung zu den Stätten, in denen er gelebt und gearbeitet hat. Dr. Ferdinand Flechtner, Präsident der Wieland-Gesellschft und ehemaliger WG-Schüler, erzählte, dass Wieland in den 50ern kein Thema war. Es gab noch keinen Lehrer Heinrich Bock, der später zu einem der bedeutenden Wielandkenner werden sollte und viel über den Dichter veröffentlichte.

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Die noch immer fehlende Optik für den Dichter, Aufklärer, Übersetzer und Jounalisten ist jetzt entstanden. Die Wieland-Gesellschaft übernahm dafür die Kosten in fünfstelliger Höhe. Dazu Flechtner: „Wieland ist ein wichtiger Gegenstand geistiger Beschäftigung an dieser Schule, der mit Herz und Verstand weitergereicht werden soll.“ Flechtner übergab dem Schulleiter als Geschenk der Gesellschaft 33 Exemplare des neuen „Wieland-Lesebuchs“ von Heinrich Bock und Viia Ottenbacher. Die anderen Biberacher weiterführenden Schulen werden das gleiche Präsent erhalten.

Gleichsam als Wielands Sprachrohr unterhielt Jessica Giesa (Klasse 11)  mit humorvollen positiven wie kritischen Gedanken im Sprachduktus des Dichters. Walter Rogger, der „Kreativ-Vater“ der Wieland-Installation, schilderte seine Überlegungen, die zu diesem Ergebnis geführt haben. Er philosophierte über Zeitstrukturen und dass er von der Jugend gelernt habe, schief, bunt und quer zu denken.

Rogger sagte, dass Überlegungen für weitere Wieland-Visualisierungen auf den anderen Säulen der Halle gebe. Schulleiter Schott musste die Erwartungen aber etwas dämpfen, denn vor einer Realisierung muss erst die Finanzierung stehen, und da sei noch alles offen. 

(Erschienen: 14.03.2010 15:45)


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