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Biberach

Im November ist die gute Stube fertig

Der westliche Marktplatz wird ab Montag für drei Monate zur Baustelle.
Der westliche Marktplatz wird ab Montag für drei Monate zur Baustelle.

(Biberach/sz) Mit dem Ende des Schützenfestes rollen am Montag die Baumaschinen auf den westlichen Marktplatz. Mit dessen Sanierung findet die Umgestaltung des Platzes nach 14 Jahren ihr Ende. Drei Monate sollen die Arbeiten dauern, die rund 826 000 Euro kosten.

Von unserem Redakteur Gerd Mägerle 

„Für uns ist das eine ganz wichtige Maßnahme, weil sie den Schlussstein der Marktplatz-Umgestaltung bildet“, sagt Baubürgermeister Christian Kuhlmann. Er kann sich noch gut an das Jahr 1996 erinnern, als mit einem Architektenwettbewerb zur Neugestaltung von Marktplatz und Holzmarkt alles begann. Zunächst bekam der östliche Marktplatz zwischen Rathaus und Esel ein neues Gesicht, der Holzmarkt war im vergangenen Jahr dran – und nun also der westliche Marktplatz zwischen Consulenten- und Engelgasse.

Ab Montag werden Consulentengasse und Schrannenstraße im Bereich des Marktplatzes gesperrt. „Die Absperrungen vom Schützenfest können wir also gleich da lassen“, sagt Josef Stiehle vom Tiefbauamt. In einem ersten Abschnitt wird der alte Asphalt zwischen Consulentengasse und Bushaltestelle beim Müller-Markt abgetragen. An seine Stelle kommt gelbes Granitpflaster, wie es auch auf dem östlichen Marktplatz verwendet wurde. „Das Ganze wird dann ein einheitliches Bild ergeben“, sagt Kuhlmann.

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Rund vier bis fünf Wochen sollen die Arbeiten am ersten Abschnitt dauern. „Wichtig ist aber, dass wir vor den Häusern und Geschäften auf beiden Seiten des Platzes einen schmalen Streifen Asphalt stehen lassen, so dass Fußgänger dort Platz haben und in die Geschäfte kommen“, sagt Kuhlmann. Dort werde der alte Asphalt Haus für Haus ersetzt, so dass die Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten sehr kurz bleiben sollen.

Auf dem Marktplatz selbst sollen große Granitplatten den verlauf des alten Stadtbachs symbolisieren. „Denkmalamt und Archäologen werden dabei sein, wenn wir dort aufbaggern, weil sich möglicherweise noch die Holzbohlen des alten Bachlaufs finden lassen“, sagt Kuhlmann. Dies könnte die Arbeiten verzögern, „wir hoffen es aber nicht“, so Kuhlmann.

Der zweite Abschnitt der Bauarbeiten zieht sich dann von der Bushaltestelle beim Müller-Markt bis zur Engelgasse. Die Bushaltestelle wird künftig barrierefrei sein und verlängert, so dass dort drei Busse hintereinander stehen können. Die Zahl der Parkplätze auf der südlichen Seite des Platzes bleibt in etwa erhalten, die vor der Commerzbank und dem Müller-Markt fallen weg. Außerdem wird es Fahrradständer an der Schrannenstraße, bei der Südwestbank und beim C&A geben. „Die Fahrbahn selbst wird sich verengen, so dass mehr Platz für Fußgänger ist“, sagt Kuhlmann. Eine neue Straßenbeleuchtung soll den Platz insgesamt heller machen.

Am 5. November soll Biberachs gute Stube fertig sein, so dass die Besucher am verkaufsoffenen Sonntag (7. November) über den neuen Platz flanieren können. „Der Zeitplan ist ziemlich eng. Das sagen uns alle Experten“, so Kuhlmann. Ein zeitlicher Puffer sei da nicht drin, außer den Samstagen, die im Notfall auch als Arbeitstage genutzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 826 000 Euro, davon kommen etwa 270 000 Euro als Städtebauförderung von Land und Bund.

(Erschienen: 23.07.2010 11:45)


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