Fettback holt 85,7 Prozent - Giesel überrascht
Von unserem Redakteur Gerd Mägerle
Lang hat es gedauert, bis am Sonntagabend das vorläufige Endergebnis über die große Leinwand im Rathausfoyer flimmerte. Um 18.50 Uhr meldete der letzte von 23 Stimmbezirken seine Zahlen, begleitet vom Applaus der zahlreichen Besucher. Zahlen, die das Ergebnis nur noch in Nuancen veränderten. Als Amtsinhaber Thomas Fettback um 18.22 Uhr das Rathaus betrat - etwas früher als er zunächst angekündigt hatte -- konnte er sich des Erfolgs sicher sein. Sein Ergebnis pendelte den Abend über bei Werten zwischen 85 und 90 Prozent. So durfte er lange vor dem Endergebnis die Glückwünsche vieler Gratulanten entgegen nehmen, darunter Alt-OB Claus-Wilhelm Hoffmann, Landrat Dr. Heiko Schmid, Bundestagsabgeordneter Josef Rief, Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle sowie Vertreter des Gemeinderats und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden.
Lob für Wahlbeteiligung
„Ein Lob an die Biberacher für diese tolle Wahlbeteiligung“, sagte Fettback in seiner Dankesrede. Damit liege Biberach weit über dem Durchschnitt. Er freue sich auf die nächsten acht Jahre. Angesichts der finanziellen Rahmenbdingungen werde es sicher nicht leichter. Zunächst werden die Biberacher allerdings einige Tage auf ihren OB verzichten müssen, der sich heute einer Kiefer-OP unterziehen muss.
Fettbacks Mitbewerber Ulrich Stöckle und Benjamin Giesel waren bereits gegen 18 Uhr mit vielen Freunden ins Rathaus gekommen. Vor allem der 25-jährige Giesel hatte an diesem Abend Grund zur Freude. Überraschende 8,5 Prozent hatten ihm seine auf die Jugend zugeschnittenen Themen eingebracht. In Mettenberg, wo Amtsinhaber Thomas Fettback „nur“ 75 Prozent erzielte, reichte es für Giesel zu fast 21 Prozent. Dabei dürfte Fettbacks deutliches Bekenntnis zum B30-Aufstieg seine Spuren hinterlassen haben. Giesel kündigte an, auf jeden Fall in Biberach politisch aktiv bleiben zu wollen. Zufrieden zeigte sich am Ende Ulrich Stöckle mit seinen 5,4 Prozent. Beiden Bewerbern dankte Fettback für einen sachlichen Wahlkampf. Finanzbürgermeister Roland Wersch gratulierte Fettback in seiner Funktion als Vorsitzender des Wahlausschusses und wünschte viel Erfolg für die neue Amtszeit, „den wir auch gemeinsam anstreben“. Fettback Frau Cristina Álvarez Vázquez überreichte er einen großen Blumenstrauß, während Stadtkapelle und Ranzengarde musikalisch gratulierten.
13 Wähler nutzten im Übrigen die vierte Zeile um den Namen „Johannes Funk“ zu notieren. „Fünf Stimmen reichen aus, um namentlich im Endergbnis genannt zu werden", sagte Wahhleiterin Andrea Appel am Abend. Der Gemeindewahlausschuss prüfe allerdings einige der „Funk“-Stimmen auf ihre Gültigkeit, weil sie nicht eindeutig einer Person zuzuordnen seien, so Appel. Dieser Ausschuss tritt heute um 11 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses öffentlich zusammen, um das amtliche Endergebnis festzustellen.
(Erschienen: 07.02.2010 21:00)
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