Bauhof flickt Schlaglöcher provisorisch
Von unserem Mitarbeiter Tobias Rehm
Ein Ende des Winters ist momentan noch nicht in Sicht. Schnee und Eis bedecken nach wie vor die Straßen der Stadt. Erste Spuren des frostigen Winters sind hingegen bereits sichtbar: Schlaglöcher, im Extremfall bis zu 50 Zentimeter groß und mehrere Zentimeter tief, machen Biberachs Straßen zu gefährlichen Slalomkursen.
Die Entstehung dieser Löcher ist recht simpel: Durch einen Riss in der Fahrbahndecke drängt Wasser ein, dieses gefriert bei Minustemperaturen, dehnt sich aus und vergrößert den Riss. Dieser Prozess wiederholt sich mehrmals, bis ein Frostaufbruch, besser bekannt als Schlagloch, entsteht.
„Wir haben auf fast allen Straßen im Stadtgebiet Schlaglöcher“, weiß Markus Merkle, Leiter des Baubetriebshofes. Vor allem die Fahrbahnbeläge in der Bergerhauserstraße, der Wielandstraße und in der Gaisentalstraße haben stark unter dem strengen Winter gelitten. Deshalb sind die Mitarbeiter des Baubetriebshofes seit Wochen beinahe täglich im Einsatz, um die Schlaglöcher zumindest provisorisch zu flicken. Bis zu 15 Löcher werden an einem Tag ausgebessert.
Schäden am Auto sind möglich
„Solange noch Minustemperaturen herrschen, werden die Straßen nur provisorisch mit Kaltasphalt, ausgebessert“, erklärt Merkle. Dieser würde, abhängig von der Verkehrsbelastung, zwischen drei und zwölf Wochen halten. Erst in ein paar Wochen können diese Provisorien bei wärmeren Temperaturen durch besseren und stabileren Heißasphalt ersetzt werden. Dieser sollte deutlich länger halten – auf jeden Fall aber bis zum nächsten Winter. Die Höhe der Kosten zur Ausbesserung der Schlaglöcher lassen sich derzeit noch nicht genau beziffern. Merkle schätzt aber, dass beim Baubetriebshof bis dato zwischen fünf- und zehntausend Euro benötigt worden sind.
Wie gefährlich Schlaglöcher wirklich sein können, weiß Rainer Clauß vom städtischen Tiefbauamt. „Wenn das Schlagloch tief genug ist und der Autofahrer schnell genug fährt, können durchaus Schäden am Auto entstehen.“ Hoffnungen auf Schadensersatzansprüche kann sich der betroffene Autofahrer aber nur selten machen.
„Die Stadt hat eine Verkehrssicherungspflicht, die von der Straßenpriorität abhängt“, erklärt Clauß. So werden Hauptstraßen wöchentlich kontrolliert, weniger befahren Straßen in größeren Abständen. Nur wenn die Stadt diese Pflicht vernachlässigt, können Schadensersatzansprüche gestellt werden. Doch Clauß versichert: „Wir bessern die betroffenen Stellen so schnell wie möglich aus.“
Auswirkungen auf das Straßenkataster, das alle öffentlichen Straßen Biberachs samt Teilorten aufführt und zugleich darüber Auskunft gibt, welche von ihnen wann saniert werden sollen, sind laut Clauß allerdings nicht zu erwarten. „Im Normalfall kommt es dort auf Grund der Schlaglöcher zu keinen Verschiebungen.“
Mitte Mai, so schätzt Baubetriebshofleiter Merkle, wird das Gros der Schlaglöcher mit dem widerstandfähigen Heißasphalt ausgebessert sein. Bis dahin müssen sich die Autofahrer auf Biberachs Straßen noch in Acht nehmen.
(Erschienen: 12.03.2010 17:40)







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