Zu gutem Stil gehört mehr als Knigge
SZ: Welche Themen werden genau behandelt?
Gertrud Gerner: Zunächst einmal geht es um ganz alltägliche Umgangsformen und ein sichereres Auftreten in der Öffentlichkeit. Dabei spielt vor allem der erste Eindruck eine Rolle. Also gebe ich Tipps zum richtigen Begrüßen und Vorstellen oder beispielsweise zum korrekten Verhalten gegenüber Vorgesetzen. Außerdem steht im Vortrag auch die Tischkultur auf dem Programm. Ich sage ihnen, welches Glas zu welchem Gang gehört, damit die Zuhörer nicht gleich in Panik verfallen, wenn sie das nächste Mal vor einem Gedeck mit vier Gläsern und genau so vielen Messern sitzen. Peinlich sind auch Missgeschicke. Wie man damit umgeht, werde ich auch ansprechen.
Müssen sich die Zuhörer denn auch selbst in gutem Benehmen beweisen?
Ich habe einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet, mit dem die Zuhörer ihr Wissen selbst testen können, ein bisschen nach dem Motto: „Hätten Sie’s gewusst?“
Wie haben die Zuhörer bislang auf Ihre Tipps reagiert?
Bis jetzt hatte ich immer sehr dankbare Zuhörer. Sie haben das Angebot gerne wahrgenommen, da die Tipps ihnen eine gewisse Sicherheit im Umgang mit alltäglichen Situationen vermitteln.
Woher bekommen Sie Ihre Informationen?
Grundlage meines Vortrags ist natürlich der klassische Knigge. Einige der Regeln sind jedoch veraltet oder müssen ergänzt werden. Deshalb verwende ich auch moderne Fachbücher und Fachzeitschriften.
(Erschienen: 09.03.2010 21:40)







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