Sport quer durch die Landschaft bringt Genuss für alle Sinne
Marathon, Halbmarathon, 10 000-Meter-Lauf, Staffellauf und Kinderläufe - das Lauffieber Bad Waldsee bietet wie in den vergangenen Jahren auch alles für den Spaßsportler bis hin zum Profi. Doch auch im siebten Jahr gibt es noch ein paar Neuerungen. Das meiste davon wurde, wie Mitorganisator Bernhard Schultes sagt, auf Anregung von Läufern verändert:
Zwischenzeiten für jeden
¥Zum Beispiel gibt es nun Zwischenzeiten für jeden beim Halbmarathon und Marathon. Die Teilnehmer laufen in Reute über eine Matte und der Moderator auf dem Rathausplatz erhält über Funk die Zeit.
¥Die Strecke in Reute wurde verbessert. Bisher gab es ein Stück, bei dem die Teilnehmer den gleichen Weg hin und zurück laufen mussten. Das gibt es nun nicht mehr.
¥Die Teilnehmer des Marathons bekommen mehr Zeit zur mentalen Vorbereitung direkt an der Startlinie. Dafür wurden zwei der vier Kinderläufe hinter den Marathon gelegt.
Bernhard Schultes vom Organisationsteam rechnet wie im vergangenen Jahr mit ungefähr 2000 Läufern. "Derzeit haben wir rund 800 Anmeldungen", sagt Schultes. "Täglich kommen 30 bis 50 hinzu." Die meisten Teilnehmer kommen aus der Region, viele aus dem Allgäu, Reutlingen und Tübingen. Einige reisen aber auch aus der Schweiz und Italien an. "Grundsätzlich gilt: Je weiter die Anreise, desto größer die zu laufende Distanz", sagt Schultes.
Das Lauffieber ist auch die Auftaktveranstaltung für die Laufserie SchwabenGold Cup. Fünf Veranstalter von fünf Läufen unter anderem in Aulendorf und Ravensburg haben sich hierfür zusammengetan. In Bad Waldsee wird dafür der 10 000 Meter-Lauf gewertet.
2003 startete das Lauffieber
Vor sechs Jahren gab es das erste Lauffieber in Bad Waldsee. Im Jahr zuvor hatte Bernhard Schultes bei einem Marathon in Berlin die Idee dazu. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Franz Lorinser, Markus Brauchle und Eckart Knof stellt er die Veranstaltung bis heute auf die Beine. Schon beim ersten Mal kamen 1000 Läufer. In der Zwischenzeit wurde der Triathlon abgeschafft und die Staffel mit ins Programm aufgenommen.
Die ganze Organisation läuft ehrenamtlich. Am Wettkampftag sorgen 400 Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Diese kommen vor allem aus Vereinen aus dem Ort und der Umgebung. Schultes sagt: "Die meisten sind da seit Jahren dabei."
Das Außergewöhnliche am Lauffieber ist für Schultes "der besondere Mix vom Marathon bis zum Kinderlauf und der familiäre Charakter". Dazu kommt aber auch, dass der Marathon im Gegensatz zu Veranstaltungen in Großstädten ein Landschaftslauf ist.
"Das ist was für die Sinne", sagt Schultes. "Man kann das ähnlich genießen, wie wenn man in der Vorbereitungsphase allein läuft."
(Erschienen: 30.04.2009 00:06)





