Stricken ist wieder "in" - die Türen sind für alle offen
"Immer, wenn's im Laden ruhiger ist, hol ich meine Stricksachen raus", erzählt Ursula Botzenhardt, die seit Eröffnung des Geschäfts in der Unteren Hauptstraße - direkt neben mimis Kindermoden - dem momentan sechsköpfigen Verkaufsteam angehört. Das hat Hedwig Häderer, stellvertretende Leiterin der Einrichtung, motiviert, ihre Strickkenntnisse wieder aufzufrischen.
Schnell war die Idee geboren, immer am Mittwoch Vormittag von 9 bis 12 Uhr unentgeltliche offene Strick- und Häkelrunden anzubieten. "Da kann jeder kommen, der Lust hat", so Hedwig Häderer, "egal ob er nur ein paar Tipps braucht oder seine Grundkenntnisse auffrischen will".
Bei der Gelegenheit haben die Besucher zudem die Möglichkeit, das vielseitige Angebot der Außenstelle des Biberacher Diakonieladens kennen zu lernen. Neben gebrauchter, gut erhaltener Kleidung für Kinder und Erwachsene, Haushaltswaren, Spielwaren und Bücher finden sich in den Regalen fair gehandelte Lebens- und Genussmittel, toskanische Kräuternudeln sowie weitere Nudelspezialitäten in allen erdenklichen Ausformungen aus dem Trossinger Nudelhaus und viele Leckereien mehr.
Seit Eröffnung vor gut einem Jahr wird das Angebot inzwischen gut angenommen. "Viele kommen regelmäßig", so Ingrid Mers, "trotzdem ist noch eine Hemmschwelle da". Dass für einen Einkauf kein Berechtigungsschein nötig ist, sei noch immer nicht genügend bekannt. "Unsere Türen sind für alle offen, egal ob arm oder reich", so die Mitarbeiterin.
Preis-Niveau ist niedrig
Das Preis-Niveau wird niedrig gehalten: Ein Wintermantel ist schon für zehn Euro zu haben, ein Pullover - alles rundum gut erhaltene gebrauchte Ware - für rund fünf Euro und weniger. Und weil die Winterwaren unbedingt raus müssen - für die Frühjahrsware wird dringend Platz benötigt - ist ab kommenden Montag 14 Tage lang alles noch einmal um die Hälfte reduziert. Die Größenauswahl kann sich sehen lassen: Größe 34 ist genau so zu finden wie 46/48.
Größe 54/56 stark nachgefragt
"Stark nachgefragt wird auch Größe 54/56, da haben wir immer zu wenig vorrätig", weiß Ingrid Mers, und fügt hinzu: "über Kleiderspenden in diesen Größen freuen wir uns besonders".
Das sechsköpfige Mitarbeiterinnen-Team arbeitet auf ehrenamtlicher Basis - und würde sich über Verstärkung freuen. "Wer Interesse hat, soll einfach vorbei schauen", so Hedwig Häderer. Der Verkaufserlös fließt in vollem Umfang in soziale Projekte der Diakonie im In- und Ausland.
(Erschienen: 15.01.2009 00:07)





