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Zerstörung von Regenwald und Wilderei bedrohen Affen

Peking / dpa Fast jede dritte Affenart ist vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung tropischer Wälder, Wilderei und Tierhandel gefährdeten 29 Prozent aller Affen- und Halbaffenarten weltweit, warnte die Weltnaturschutzunion IUCN. In Asien sei die Situation besonders schlimm.

In Asien sei die Situation besonders schlimm. Auf der südchinesischen Insel Hainan legten 60 Experten aus 21 Ländern eine Liste von 25 besonders bedrohten Primatenarten vor. «Alle überlebenden Vertreter dieser Arten würden in ein einziges Fußballstadion passen - so wenige gibt es von ihnen heute noch auf der Erde», betonte der Präsident von Conservation International (CI), Russell Mittermeier, in einer Mitteilung.

Die Zerstörung der Tropenwälder sowie Jagd auf und Handel mit Affen vor allem in Asien bringe viele Arten «in schlimme Gefahr». Die engsten Verwandten des Menschen seien aber wichtig für die Erhaltung der Ökosysteme. Auf der neuen Liste der bedrohtesten Primaten stehen acht bereits im vierten Jahr in Folge, darunter der Sumatra-Orangutan und der Cross-River-Gorilla. Sechs Arten mussten neu aufgenommen werden, darunter auch ein erst kürzlich entdeckter indonesischer Maki, der noch nicht einmal einen Namen bekommen hat. Elf der 25 am stärksten bedrohten Arten leben in Asien, sieben in Afrika, vier auf Madagaskar und drei in Südamerika, was die weltweite Bedrohung zeigt.

Die größte Gefahr entstehe durch Kahlschlag für Landwirtschaft und Holzhandel sowie für Feuerholz. Die Abholzung der Tropenwälder sei auch verantwortlich für den Anstieg von Treibhausgasen. Die Erderwärmung verändere wiederum den Lebensraum vieler Tierarten, wodurch die Bedrohung noch zunehme. «Durch den Schutz des bestehenden Tropenwaldes retten wir die Primaten und andere Tierarten, während wir verhindern, dass mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt, um das Klima zu erwärmen», sagte Mittermeier.

www.iucn.org

(Erschienen: 26.10.2007 18:29)

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