Musik
Keiner soll die Stars beim Drehen stören
Von unserem Mitarbeiter Dieter Kleibauer
Zwei Männer, eine Frau dazwischen – eine klassische Kombination. In „A Dangerous Method“ („Eine gefährliche Methode“, der offizielle deutsche Titel steht noch nicht fest) sind die Beteiligten prominent: Sigmund Freud und C.G. Jung, die Väter der Psychoanalyse. Zwischen ihnen steht eine junge russische Hysterikerin, Sabina Spielrein – das ist die Ausgangssituation im neuen Film des Regisseurs David Cronenberg. Die Dreharbeiten dazu finden teilweise am Bodensee und in Oberschwaben statt.
In Überlingen haben sie – bei optimalem Drehwetter – begonnen, kommende Woche geht es im Kloster Inzigkofen weiter, und auch Konstanz steht Ende des Monats auf dem Drehplan. Weitere Locations sind die Studios Berlin-Babelsberg, Zürich, Wien sowie Studios in Hürth bei Köln, wo die Aufnahmen im Juni begonnen hatten.
Mortensen ersetzt Waltz
Dass ein kanadischer Regisseur mit einer internationalen Besetzung überwiegend in Deutschland dreht, hat auch simple finanzielle Gründe: Cronenberg und seine Produktionsfirmen erhalten erhebliche deutsche Filmfördermittel; allein das Land Baden-Württemberg ist über seine Medien- und Filmgesellschaft MFG mit 500 000 Euro beteiligt. Insgesamt soll das Budget 15 Millionen Euro betragen.
Die Besetzung des Films ist stargespickt. Den Freud spielt Viggo Mortensen, der mit Cronenberg bereits dessen zwei letzte Filme „A History of Violence“ (2005) und „Tödliche Versprechen – Eastern Promises“ (2007) gedreht hat. Ursprünglich war in dieser Rolle allerdings der österreichische Oscar-Gewinner Christoph Waltz vorgesehen, der dann aber kurzfristig wegen eines anderen Projekts absagte. Viggo Mortensen ist vor allem für seinen Aragon in den drei Teilen des „Herrn der Ringe“ bekannt; sein neuester Film „The Road“ kommt im Herbst in die deutschen Kinos.
An seiner Seite: die junge Engländerin Keira Knightley, die seit Jahren erfolgreich zwischen Blockbustern wie den drei Teilen von „Pirates of the Caribbean“ und anspruchsvollen Filmen wie „Abbitte“ oder „Stolz und Vorurteil“ pendelt; ihren Durchbruch hatte sie 2002 in „Kick it Like Beckham“. Als Freuds Schüler C.G. Jung agiert der Deutsch-Ire Michael Fassbender, der nicht zuletzt durch seine Rolle in Quentin Tarantions „Inglori-ous Basterds“ bekannt geworden ist. Zur Crew gehören neben Drehbuchautor Christopher Hampton („Gefährliche Liebschaften“) auch die langjährigen Cronenberg-Mitarbeiter Peter Suschitzky, Kameramann, und Howard Shore, Komponist.
Die Dreharbeiten laufen unter großer Geheimhaltung ab, um keine Paparazzi oder andere Zuschauer anzuziehen, die die Crew stören könnten. Der Bodensee wurde als Drehort ausgesucht, um den Zürichsee zu „doubeln“. Ein Teil der Handlung spielt in der Schweizer Metropole; der Zürichsee geht aber heute nicht mehr als Kulisse für eine Handlung durch, die 1914 spielt.
Die Produktion des Films wird mit der umfangreichen Post-Production im Studio das ganze Jahr 2010 in Anspruch nehmen; Ziel der Produzenten ist es, ihn im Februar 2011 bei der Berlinale oder später beim Festival in Cannes vorzustellen. Ins Kino wird ihn in Deutschland der Verleih Universal bringen.
(Erschienen: 09.07.2010 21:00)
Von unserem Mitarbeiter Dieter Kleibauer
Zwei Männer, eine Frau dazwischen – eine klassische Kombination. In „A Dangerous Method“ („Eine gefährliche Methode“, der offizielle deutsche Titel steht noch nicht fest) sind die Beteiligten prominent: Sigmund Freud und C.G. Jung, die Väter der Psychoanalyse. Zwischen ihnen steht eine junge russische Hysterikerin, Sabina Spielrein – das ist die Ausgangssituation im neuen Film des Regisseurs David Cronenberg. Die Dreharbeiten dazu finden teilweise am Bodensee und in Oberschwaben statt.
In Überlingen haben sie – bei optimalem Drehwetter – begonnen, kommende Woche geht es im Kloster Inzigkofen weiter, und auch Konstanz steht Ende des Monats auf dem Drehplan. Weitere Locations sind die Studios Berlin-Babelsberg, Zürich, Wien sowie Studios in Hürth bei Köln, wo die Aufnahmen im Juni begonnen hatten.
Mortensen ersetzt Waltz
Dass ein kanadischer Regisseur mit einer internationalen Besetzung überwiegend in Deutschland dreht, hat auch simple finanzielle Gründe: Cronenberg und seine Produktionsfirmen erhalten erhebliche deutsche Filmfördermittel; allein das Land Baden-Württemberg ist über seine Medien- und Filmgesellschaft MFG mit 500 000 Euro beteiligt. Insgesamt soll das Budget 15 Millionen Euro betragen.
Die Besetzung des Films ist stargespickt. Den Freud spielt Viggo Mortensen, der mit Cronenberg bereits dessen zwei letzte Filme „A History of Violence“ (2005) und „Tödliche Versprechen – Eastern Promises“ (2007) gedreht hat. Ursprünglich war in dieser Rolle allerdings der österreichische Oscar-Gewinner Christoph Waltz vorgesehen, der dann aber kurzfristig wegen eines anderen Projekts absagte. Viggo Mortensen ist vor allem für seinen Aragon in den drei Teilen des „Herrn der Ringe“ bekannt; sein neuester Film „The Road“ kommt im Herbst in die deutschen Kinos.
An seiner Seite: die junge Engländerin Keira Knightley, die seit Jahren erfolgreich zwischen Blockbustern wie den drei Teilen von „Pirates of the Caribbean“ und anspruchsvollen Filmen wie „Abbitte“ oder „Stolz und Vorurteil“ pendelt; ihren Durchbruch hatte sie 2002 in „Kick it Like Beckham“. Als Freuds Schüler C.G. Jung agiert der Deutsch-Ire Michael Fassbender, der nicht zuletzt durch seine Rolle in Quentin Tarantions „Inglori-ous Basterds“ bekannt geworden ist. Zur Crew gehören neben Drehbuchautor Christopher Hampton („Gefährliche Liebschaften“) auch die langjährigen Cronenberg-Mitarbeiter Peter Suschitzky, Kameramann, und Howard Shore, Komponist.
Die Dreharbeiten laufen unter großer Geheimhaltung ab, um keine Paparazzi oder andere Zuschauer anzuziehen, die die Crew stören könnten. Der Bodensee wurde als Drehort ausgesucht, um den Zürichsee zu „doubeln“. Ein Teil der Handlung spielt in der Schweizer Metropole; der Zürichsee geht aber heute nicht mehr als Kulisse für eine Handlung durch, die 1914 spielt.
Die Produktion des Films wird mit der umfangreichen Post-Production im Studio das ganze Jahr 2010 in Anspruch nehmen; Ziel der Produzenten ist es, ihn im Februar 2011 bei der Berlinale oder später beim Festival in Cannes vorzustellen. Ins Kino wird ihn in Deutschland der Verleih Universal bringen.
(Erschienen: 09.07.2010 21:00)
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(Edward - Heute um 07:19 Uhr)

























































