Theaterwelt
Rund 2000 Menschen feiern «Nibelungen»-Epos
Live begleitet vom hr-Sinfonieorchester, ging am Samstagabend im ausverkauften Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit «Kriemhilds Rache» der zweite Teil des Stummfilmklassikers über die Bühne. Darin geht es um den Untergang der Nibelungen an König Etzels Hof. Am Freitagabend war mit «Siegfried» der erste Teil der Saga zu sehen, die Lang im Jahr 1924 mit gigantischem Aufwand verfilmt hat. In der Geschichte vom «Drachentöter» gelang mit der Animation eines kämpfenden und feuerspeienden Drachens ein damals im Kino noch nie gesehener Effekt.
Unter der Leitung des renommierten Filmmusik-Dirigenten Frank Strobel spielte das hr-Sinfonieorchester die rekonstruierte Filmmusik nach dem Original von Gottfried Huppertz (1887-1937). Ihre Welturaufführung erlebt die Neufassung des Werks - ebenfalls mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung von Strobel - in der Deutschen Oper Berlin am 27. April.
Die Restaurierung, die die Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau- Stiftung übernommen hat, wird bis dahin ganz abgeschlossen sein. Bereits Anfang Februar hatte Fritz Langs im Auftrag der Stiftung restaurierte Meisterwerk «Metropolis» (1927) zeitgleich auf der Berlinale und in der Frankfurter Alten Oper in ergänzter Fassung Weltpremiere.
Neben «Metropolis» gehören die «Nibelungen», die im 19. Jahrhundert zum Nationalepos erklärt wurden, zu den monumentalsten deutschen Filmprojekten aller Zeiten. Die Ufa hatte die damals horrende Summe von acht Millionen Reichsmark dafür bereitgestellt. Fritz Lang ließ für den Zweiteiler im Studio Babelsberg gewaltige Kulissen aufbauen.
Für die Neufassung war weltweit nach allen verfügbaren Filmmaterialien gesucht worden. Die in Film und Musik restaurierten «Nibelungen» sollen Ende des Jahres vom TV-Kultursender Arte ausgestrahlt werden, der zusammen mit dem ZDF zu den Partnern des Projekts gehört. Einen Mitschnitt der Musik sendet der Hörfunksender hr2-kultur am 10. April (20.05 Uhr).
(Erschienen: 14.03.2010 17:40)
Live begleitet vom hr-Sinfonieorchester, ging am Samstagabend im ausverkauften Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit «Kriemhilds Rache» der zweite Teil des Stummfilmklassikers über die Bühne. Darin geht es um den Untergang der Nibelungen an König Etzels Hof. Am Freitagabend war mit «Siegfried» der erste Teil der Saga zu sehen, die Lang im Jahr 1924 mit gigantischem Aufwand verfilmt hat. In der Geschichte vom «Drachentöter» gelang mit der Animation eines kämpfenden und feuerspeienden Drachens ein damals im Kino noch nie gesehener Effekt.
Unter der Leitung des renommierten Filmmusik-Dirigenten Frank Strobel spielte das hr-Sinfonieorchester die rekonstruierte Filmmusik nach dem Original von Gottfried Huppertz (1887-1937). Ihre Welturaufführung erlebt die Neufassung des Werks - ebenfalls mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung von Strobel - in der Deutschen Oper Berlin am 27. April.
Die Restaurierung, die die Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau- Stiftung übernommen hat, wird bis dahin ganz abgeschlossen sein. Bereits Anfang Februar hatte Fritz Langs im Auftrag der Stiftung restaurierte Meisterwerk «Metropolis» (1927) zeitgleich auf der Berlinale und in der Frankfurter Alten Oper in ergänzter Fassung Weltpremiere.
Neben «Metropolis» gehören die «Nibelungen», die im 19. Jahrhundert zum Nationalepos erklärt wurden, zu den monumentalsten deutschen Filmprojekten aller Zeiten. Die Ufa hatte die damals horrende Summe von acht Millionen Reichsmark dafür bereitgestellt. Fritz Lang ließ für den Zweiteiler im Studio Babelsberg gewaltige Kulissen aufbauen.
Für die Neufassung war weltweit nach allen verfügbaren Filmmaterialien gesucht worden. Die in Film und Musik restaurierten «Nibelungen» sollen Ende des Jahres vom TV-Kultursender Arte ausgestrahlt werden, der zusammen mit dem ZDF zu den Partnern des Projekts gehört. Einen Mitschnitt der Musik sendet der Hörfunksender hr2-kultur am 10. April (20.05 Uhr).
(Erschienen: 14.03.2010 17:40)
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