Musik
„Ein bisschen in die Vollen gehen“ – Thomas Godoj im Interview
Du bist jetzt wieder auf Tour – weißt Du, wie viele Konzerte Du mit Deiner Band in den vergangenen zwei Jahren gespielt hast?
Oh, das müsste ich jetzt zusammenzählen, weiß ich jetzt nicht auswendig... überlegt Aber das ist jetzt die vierte Tour; ab dem 19. April spielen wir 19 Konzerte, auch in Österreich und in der Schweiz. dazu kommen noch die Sommerfestivals...
Wir haben gezählt: Es waren 67 Konzerte bis jetzt, nach dem Tourende werden es 86 sein.
67? Ja, und es gibt bestimmt noch mehr! lacht Es macht uns absolut Spaß, auf Tour zu gehen.
Wird es etwas Neues zu hören geben?
Wir haben natürlich die Setlist ein bisschen umgeändert, musikalisch ein bisschen verfeinert – immer so, dass es auch für uns nicht langweilig wird. lacht Man muss ja ein bisschen Abwechslung reinbringen. Wir werden auch alte Lieder spielen, das Album („Richtung G“, Anm. d. Red.) präsentieren und auch zwei neue Songs in Deutsch anspielen – mal gucken, wie die Leute darauf reagieren.
Wer hat die neuen Songs geschrieben?
Wir - also die Band - und Christian Bömkes. (Mitglied in Thomas Godojs früherer Band „Wink“, Anm. d. Red.)
Ist Christian in gewisser Weise das siebte Bandmitglied?
Ja, das kann man schon so sagen.
Wird es auf der jetzigen Tour wieder einen Akustikteil geben?
Das wird es in dieser Form jetzt nicht geben; wir werden wieder mehr elektronisch machen, ein bisschen in die Vollen gehen.
Du hast vor, eine längere „kreative Pause“ einzulegen; heißt das, dass Ihr auch keine Konzerte mehr spielen wollt?
Eventuell werden wir nach dieser Tour noch eine Art Abschlusstour der „Richtung-G“-Geschichte zu machen; das steht aber noch in den Sternen... Der Focus liegt aber auf der Arbeit am nächsten Album. Wenn während dieser Zeit Konzertanfragen kommen und gebucht werden, dann spielen wir die natürlich auch!
Wie sieht eine „schöpferische Pause“ aus – Zeit, um Kraft und Energie für neue Inspirationen sammeln?
So kann man das durchaus sehen. Wir möchte ja wieder ein gutes Album machen, an den Songs arbeiten und uns Zeit nehmen, um auf neue Ideen zu kommen.
Wird es eine dritte Single geben?
Die ist auch grade im Gespräch, aber dazu verrate ich jetzt noch nichts. lacht Das mache ich erst, wenn es soweit ist. Lasst Euch überraschen!
Du bist offizieller Botschafter der Kindernothilfe; wie bringst Du Dich dort ein?
Ich übernehme keine Büroarbeiten... lacht Wir versuchen, ein- bis zweimal im Jahr Veranstaltungen zu organisieren, um die Organisation finanziell zu unterstützen, und über die Projekte zu berichten. Es gibt ja nicht nur akute Vorkommnisse wie das Erdbeben auf Haiti, sondern viele Projekte weltweit. Ich bin mir bei der Kindernothilfe auch sicher, dass das Geld ankommt, und informiere mich regelmäßig, um auf dem neuesten Stand zu sein.
Gibt es mittlerweile einen endgültigen Spendenstand des Benefizkonzerts für Haiti, das im Januar stattgefunden hat?
Direkt nach dem Konzert waren es rund 45.000 Euro; zusammen mit dem Erlös aus den MP3-Sticks sind mittlerweile fast 55.000 Euro für die Kindernothilfe zusammengekommen.
Inwieweit hast Du Dich innerhalb der vergangenen zwei Jahre verändert?
Ich habe in dieser Zeit viel vom Business mitgekriegt und dazugelernt, habe viele Sachen selbst in die Hand genommen. Es macht Spaß, auf diesem Gebiet mehr zu erfahren. Ich arbeite auch viel von zu Hause aus; diese ganzen Büroarbeiten halt, die im Hintergrund ablaufen. Das kriegt die Öffentlichkeit meist nicht mit.
Gibt es einen bestimmten Grund, warum Du Dein Management selbst in die Hand genommen hast?
Es hat mit den Managements, die ich vorher hatte, leider nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Man ist da beim ersten Mal so reingeschmissen worden, kannte das Management nicht persönlich. Leute, die Dich vorher nicht kannten, sollten Dich jetzt auf einmal bis aufs Blut kennen. Das ist natürlich schwierig. Jetzt mache ich das selber und kann meine eigenen Interessen so am besten vertreten.
Besteht die Gefahr, dass ein Management versucht, Dich zu ändern?
Ändern vielleicht nicht direkt, aber gewisse Sachen, wo das Management meint, das wäre doch besser... Man fühlt sich in der Situation dann vielleicht nicht richtig wohl oder denkt: Nee, das ist vielleicht doch nicht so das Richtige...
Bist Du in den vergangenen beiden Jahren gelassener geworden; siehst Du die Zukunft positiv?
Auf jeden Fall! Wir können alle zufrieden sein, wie es gelaufen ist. Natürlich gibt’s immer noch ein Treppchen, ne Stufe höher und besser; man lernt eben immer dazu. Ich bin froh, dass ich die Chance bekommen habe, diesen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Jetzt muss ich halt auf eigenen Beinen stehen, mich mit der Band zusammen musikalisch weiter entwickeln und mit den Leuten, die ich mir ins Boot geholt hat, vernünftig zusammenzuarbeiten.
Hat auch das Familienleben zu Deiner Gelassenheit beigetragen?
Ich glaube schon, ja. lacht Manchmal, wenn ich mich aufrege, ist die Familie einfach da, um zu sagen: Hey, ist doch alles cool, nimm das doch locker!
Tourtermine „Richtung G“:
19.04.10 Oberhausen Schacht 1
20.04.10 Münster Metropolis
21.04.10 Krefeld Kulturfabrik
23.04.10 Heidelberg Schwimmbad (ausverkauft)
24.04.10 Karlsruhe/Durlach Festhalle
25.04.10 Zürich Exil
27.04.10 Reichenbach Die Halle
28.04.10 Neuötting Stadtsaal
29.04.10 Wien Szene
01.05.10 Saarbrücken Garage
02.05.10 Frankfurt Batschkapp
03.05.10 Dortmund FZW
05.05.10 Bielefeld Ringlokschuppen
06.05.10 Würzburg Posthalle
07.05.10 Bad Arolsen Out Back
09.05.10 Bremen Modernes
10.05.10 Kiel Traum GmbH
11.05.10 Lübeck Riders Cafe
13.05.10 Hannover Musikzentrum (ausverkauft)
(Erschienen: 18.04.2010 00:00)
Du bist jetzt wieder auf Tour – weißt Du, wie viele Konzerte Du mit Deiner Band in den vergangenen zwei Jahren gespielt hast?
Oh, das müsste ich jetzt zusammenzählen, weiß ich jetzt nicht auswendig... überlegt Aber das ist jetzt die vierte Tour; ab dem 19. April spielen wir 19 Konzerte, auch in Österreich und in der Schweiz. dazu kommen noch die Sommerfestivals...
Wir haben gezählt: Es waren 67 Konzerte bis jetzt, nach dem Tourende werden es 86 sein.
67? Ja, und es gibt bestimmt noch mehr! lacht Es macht uns absolut Spaß, auf Tour zu gehen.
Wird es etwas Neues zu hören geben?
Wir haben natürlich die Setlist ein bisschen umgeändert, musikalisch ein bisschen verfeinert – immer so, dass es auch für uns nicht langweilig wird. lacht Man muss ja ein bisschen Abwechslung reinbringen. Wir werden auch alte Lieder spielen, das Album („Richtung G“, Anm. d. Red.) präsentieren und auch zwei neue Songs in Deutsch anspielen – mal gucken, wie die Leute darauf reagieren.
Wer hat die neuen Songs geschrieben?
Wir - also die Band - und Christian Bömkes. (Mitglied in Thomas Godojs früherer Band „Wink“, Anm. d. Red.)
Ist Christian in gewisser Weise das siebte Bandmitglied?
Ja, das kann man schon so sagen.
Wird es auf der jetzigen Tour wieder einen Akustikteil geben?
Das wird es in dieser Form jetzt nicht geben; wir werden wieder mehr elektronisch machen, ein bisschen in die Vollen gehen.
Du hast vor, eine längere „kreative Pause“ einzulegen; heißt das, dass Ihr auch keine Konzerte mehr spielen wollt?
Eventuell werden wir nach dieser Tour noch eine Art Abschlusstour der „Richtung-G“-Geschichte zu machen; das steht aber noch in den Sternen... Der Focus liegt aber auf der Arbeit am nächsten Album. Wenn während dieser Zeit Konzertanfragen kommen und gebucht werden, dann spielen wir die natürlich auch!
Wie sieht eine „schöpferische Pause“ aus – Zeit, um Kraft und Energie für neue Inspirationen sammeln?
So kann man das durchaus sehen. Wir möchte ja wieder ein gutes Album machen, an den Songs arbeiten und uns Zeit nehmen, um auf neue Ideen zu kommen.
Wird es eine dritte Single geben?
Die ist auch grade im Gespräch, aber dazu verrate ich jetzt noch nichts. lacht Das mache ich erst, wenn es soweit ist. Lasst Euch überraschen!
Du bist offizieller Botschafter der Kindernothilfe; wie bringst Du Dich dort ein?
Ich übernehme keine Büroarbeiten... lacht Wir versuchen, ein- bis zweimal im Jahr Veranstaltungen zu organisieren, um die Organisation finanziell zu unterstützen, und über die Projekte zu berichten. Es gibt ja nicht nur akute Vorkommnisse wie das Erdbeben auf Haiti, sondern viele Projekte weltweit. Ich bin mir bei der Kindernothilfe auch sicher, dass das Geld ankommt, und informiere mich regelmäßig, um auf dem neuesten Stand zu sein.
Gibt es mittlerweile einen endgültigen Spendenstand des Benefizkonzerts für Haiti, das im Januar stattgefunden hat?
Direkt nach dem Konzert waren es rund 45.000 Euro; zusammen mit dem Erlös aus den MP3-Sticks sind mittlerweile fast 55.000 Euro für die Kindernothilfe zusammengekommen.
Inwieweit hast Du Dich innerhalb der vergangenen zwei Jahre verändert?
Ich habe in dieser Zeit viel vom Business mitgekriegt und dazugelernt, habe viele Sachen selbst in die Hand genommen. Es macht Spaß, auf diesem Gebiet mehr zu erfahren. Ich arbeite auch viel von zu Hause aus; diese ganzen Büroarbeiten halt, die im Hintergrund ablaufen. Das kriegt die Öffentlichkeit meist nicht mit.
Gibt es einen bestimmten Grund, warum Du Dein Management selbst in die Hand genommen hast?
Es hat mit den Managements, die ich vorher hatte, leider nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Man ist da beim ersten Mal so reingeschmissen worden, kannte das Management nicht persönlich. Leute, die Dich vorher nicht kannten, sollten Dich jetzt auf einmal bis aufs Blut kennen. Das ist natürlich schwierig. Jetzt mache ich das selber und kann meine eigenen Interessen so am besten vertreten.
Besteht die Gefahr, dass ein Management versucht, Dich zu ändern?
Ändern vielleicht nicht direkt, aber gewisse Sachen, wo das Management meint, das wäre doch besser... Man fühlt sich in der Situation dann vielleicht nicht richtig wohl oder denkt: Nee, das ist vielleicht doch nicht so das Richtige...
Bist Du in den vergangenen beiden Jahren gelassener geworden; siehst Du die Zukunft positiv?
Auf jeden Fall! Wir können alle zufrieden sein, wie es gelaufen ist. Natürlich gibt’s immer noch ein Treppchen, ne Stufe höher und besser; man lernt eben immer dazu. Ich bin froh, dass ich die Chance bekommen habe, diesen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Jetzt muss ich halt auf eigenen Beinen stehen, mich mit der Band zusammen musikalisch weiter entwickeln und mit den Leuten, die ich mir ins Boot geholt hat, vernünftig zusammenzuarbeiten.
Hat auch das Familienleben zu Deiner Gelassenheit beigetragen?
Ich glaube schon, ja. lacht Manchmal, wenn ich mich aufrege, ist die Familie einfach da, um zu sagen: Hey, ist doch alles cool, nimm das doch locker!
Tourtermine „Richtung G“:
19.04.10 Oberhausen Schacht 1
20.04.10 Münster Metropolis
21.04.10 Krefeld Kulturfabrik
23.04.10 Heidelberg Schwimmbad (ausverkauft)
24.04.10 Karlsruhe/Durlach Festhalle
25.04.10 Zürich Exil
27.04.10 Reichenbach Die Halle
28.04.10 Neuötting Stadtsaal
29.04.10 Wien Szene
01.05.10 Saarbrücken Garage
02.05.10 Frankfurt Batschkapp
03.05.10 Dortmund FZW
05.05.10 Bielefeld Ringlokschuppen
06.05.10 Würzburg Posthalle
07.05.10 Bad Arolsen Out Back
09.05.10 Bremen Modernes
10.05.10 Kiel Traum GmbH
11.05.10 Lübeck Riders Cafe
13.05.10 Hannover Musikzentrum (ausverkauft)
(Erschienen: 18.04.2010 00:00)
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