Kunst
Warum Experten das Dürer-Porträt für genial halten
Albrecht Dürer habe selbst kleinste Details mit äußerster Hingabe und großem Aufwand dargestellt. Zugleich markiere das Bild das Ende einer Schaffensphase, in der Dürer "alle künstlerischen Möglichkeiten ausgelotet hat".
Entstanden ist das Bild in den Jahren 1499 und 1500; Dürer habe das Gemälde - ebenso wie zwei in den Jahren davor entstandene Selbstporträts - seinerzeit gar nicht für den Markt, sondern für sich selbst gemalt. Über die Gründe dafür sei lange spekuliert worden. So habe noch bis vor wenigen Jahren geglaubt, die Bilder seien eine Art "gemalte Emanzipation Dürers vom Handwerker zum Patrizier und schließlich zum Künstlergott" gewesen.
Jüngere Forschungen deuteten die drei Dürer-Selbstbildnisse anders: Dürer habe sich damals selbstständig gemacht - und sei damit ein großes wirtschaftliches Risiko eingegangen. "Und mit diesen perfekten Selbstporträts hatte er als junger Start-Up-Unternehmer zeigen wollen, was er drauf hatte", erläutert Hess. Dabei habe er strategisch auf die noch kaum besetzte Nische des Bildnis-Marktes gesetzt, wo es noch Potenzial gab. "Mit seinen Porträts wollte Dürer deutlich machen: "Ich bin in der Lage, Euch absolut meisterlich darzustellen"."
(Erschienen: 10.02.2012 08:07)
Albrecht Dürer habe selbst kleinste Details mit äußerster Hingabe und großem Aufwand dargestellt. Zugleich markiere das Bild das Ende einer Schaffensphase, in der Dürer "alle künstlerischen Möglichkeiten ausgelotet hat".
Entstanden ist das Bild in den Jahren 1499 und 1500; Dürer habe das Gemälde - ebenso wie zwei in den Jahren davor entstandene Selbstporträts - seinerzeit gar nicht für den Markt, sondern für sich selbst gemalt. Über die Gründe dafür sei lange spekuliert worden. So habe noch bis vor wenigen Jahren geglaubt, die Bilder seien eine Art "gemalte Emanzipation Dürers vom Handwerker zum Patrizier und schließlich zum Künstlergott" gewesen.
Jüngere Forschungen deuteten die drei Dürer-Selbstbildnisse anders: Dürer habe sich damals selbstständig gemacht - und sei damit ein großes wirtschaftliches Risiko eingegangen. "Und mit diesen perfekten Selbstporträts hatte er als junger Start-Up-Unternehmer zeigen wollen, was er drauf hatte", erläutert Hess. Dabei habe er strategisch auf die noch kaum besetzte Nische des Bildnis-Marktes gesetzt, wo es noch Potenzial gab. "Mit seinen Porträts wollte Dürer deutlich machen: "Ich bin in der Lage, Euch absolut meisterlich darzustellen"."
(Erschienen: 10.02.2012 08:07)
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