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Millionen klicken "Weishaupt-Wetter" an

SCHWENDI - Mit zwei millionenfach beachteten Internet-Wetterportalen hat das Unternehmen Weishaupt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Firmenmarke wird noch bekannter und die Internetnutzer können Wetterdaten abrufen, die der populäre "Wetterfrosch" Jörg Kachelmann und seine Firma Meteomedia liefern.

Marketing-Strategen zerbrechen sich unaufhörlich den Kopf, auf welchem Weg und mit welchen Informationen sie potenzielle Kunden zielgenau erreichen können. Im Hause Weishaupt, einem international führenden Unternehmen für Brenner, Heiz- und Brennwertsysteme, Solartechnik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation, ist dies nicht anders. Im Jahr 2004 machten sich Mitarbeiter in der Schwendier Firmenzentrale Gedanken, wie die Marke Weishaupt noch bekannter gemacht werden könnte. Einer Marktanalyse folgend, wählte Weishaupt als Medium hierfür das Internet, weil dies offenbar die interessanteste Informationsplattform ist. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag steht das Internet zur Verfügung.

Dass die mehr als 40 Millionen Internetnutzer in Deutschland das Wetter als ein wichtiges Thema deklarieren, kam Weishaupt entgegen. Denn Wetter hat etwas mit Wärme zu tun und Wärme wird mit Weishaupt assoziiert. Damit hatte die Kurzform "www" für das globale Netz bei Weishaupt eine neue Begriffsbelegung: Wetter, Wärme, Weishaupt. Oder anders formuliert: Über das Wetter kommt man zu Weishaupt.

Die Daten liefert Kachelmann

Das hierfür geschaffene Internet-Wetterportal ging im März 2005 bei der Internationalen Heizungsmesse ISH in Frankfurt an den Start. Als technische Plattform wählte Weishaupt T-Online, über deren Startseite der Link "Wetter" zu Weishaupt führt.

Für die Präsentation wetterrelevanter Informationen wählte Weishaupt mit Jörg Kachelmann als Kooperationspartner den wohl bekanntesten "Wetterfrosch" Deutschlands. Er und sein Meteomedia-Team (Firmensitz ist im schweizerischen Gais) liefern auf der Internetseite Daten rund ums Wetter. Per Video erklärt Kachelmann auch, wie man beispielsweise Sonnenwärme einfangen kann und wie Weishaupt-Wärmepumpen funktionieren. Informationen zum gesamten Spektrum der Energietechnik kommen auf der Internetseite aus dem Hause Weishaupt.

Diese Werbestrategie war offensichtlich ein Volltreffer. Ende 2008 besuchten allein in Deutschland 9,4 Millionen Internetnutzer pro Monat das Wetterportal. Sie riefen dabei 48,1 Millionen Seiten auf und jeder Besucher verweilte etwa acht Minuten.

"Dieses Internetprojekt war ein kluger Schachzug", resümiert der Unternehmer Siegfried Weishaupt. Das Besondere daran ist seiner Ansicht nach: "Wir machen Werbung in eigener Sache und bieten gleichzeitig einen Nutzen." Nämlich den, dass sich ein Millionen-Publikum über das Wetter schlau machen kann.

Die große Resonanz und Akzeptanz bewegte das Unternehmen Weishaupt dazu, ein zweites Wetterportal zu gründen. Mit den gleichen Kooperationspartnern wurde das Portal "wetter.info" im März 2009 freigeschaltet. Die Erfolgszahlen kletterten für beide Portale weiter nach oben. Ende Juli wurden pro Monat 14,7 Millionen Besucher in Deutschland mit 74,2 Millionen Seitenabrufen registriert. "Das ist eine äußerst positive Bilanz", sagt Frank Engelhardt, Leiter der Verkaufsförderung bei Weishaupt. Die gelungene Marketingstrategie habe dazu beigetragen, "die Marke bekannter zu machen und den Verkauf zu unterstützen".

Portal wird europaweit ausgebaut

Nicht zuletzt deshalb will Weishaupt dieses Wetterportal nun europaweit ausbauen. Zu den bisher existierenden 485 Wetterstationen in Deutschland (eine steht auf dem Weishaupt-Werksgelände) und den 300 in der Schweiz will die Firma Meteo-media deshalb in nächster Zukunft noch viele weitere hinzufügen. Damit könnte das ehrgeizige Ziel von Weishaupt, "wetter.info" zum führenden Wetterportal zu machen, schon bald Wirklichkeit werden.