ZF-Falschparker spenden 15 000 Euro für Soziales
"Was heute bei Ihnen Freude ist, ist bei anderen Leid", so der Friedrichshafener ZF-Personalleiter Dominik Bartmuß am Montag bei der Spendenübergabe im Gästekasino im ZF-Werk 1. Dorthin hatten laut Pressemitteilung Bartmuß und Betriebsrat Dieter Golz Vertreter jener vier Einrichtungen eingeladen, deren Projekte ZF nun mit dem Parkverstoßgeld bedacht hat. Gemeinsam erläuterten Golz und Bartmuß die Vorgehensweise der ungewöhnlichen Spendensammlung. Wer gegen die Parkordnung auf den ZF-Parkplätzen verstößt und sein Auto so abstellt, dass er andere blockiere oder die Zu- und Abfahrt erschwere, bekommt vom Werkschutz eine Parkkralle am Fahrzeug verpasst und kann seinen Wagen erst wegfahren, wenn er 15 Euro Bußgeld bezahlt. Im Durchschnitt schreiten die Werkschützer etwa ein Mal pro Werktag zur Tat. "Ihnen wünsche ich, dass das so bleibt", sagte Personalleiter Bartmuß zu den Spendenempfängern. "Dem Werkschutz natürlich, dass es weniger wird."
Integrationsprojekt gefördert
Bedacht werden mit den 15000 Euro Parkbußen vier soziale Projekte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Bodenseekreis, erwirbt derzeit einen behindertengerecht ausgebauten Bus. Er soll Raum für vier Rollstuhlplätze und vier Begleitpersonen bieten. Damit will der Häfler Seniorenfahrdienst unter anderem Bewohnern von Seniorenheimen Ausflugsfahrten etwa in den Bregenzer Wald anbieten. "Sie sollen mal aus dem Heimalltag rauskommen", erläuterte Karl-Heinz Jaekel, Abteilungsleiter Sozialarbeit im DRK-Kreisverband Bodenseekreis.
Unterstützt werde mit der Spendensumme auch die Friedrichshafener Tafel. Sie versorgt mit 25 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern "täglich 80 bis 100 Kunden mit schmalem Geldbeutel", berichtete die Vorsitzende des Tafel-Trägervereins Renate Köster. Mit Berechtigungsschein einkaufen können Tafel-Kunden Obst und Gemüse, Backwaren, Milchprodukte oder auch Konserven zu stark vergünstigten Preisen. Bei diversen Läden sammelt die Tafel allmorgendlich nicht verkaufte Lebensmittel ein. Nötig sind dazu unter anderem zwei Kühlfahrzeuge, damit bei verderblichen Waren, so Köster, "die Kühlkette nicht unterbrochen wird".
Ebenfalls ZF-Spendengeld erhält die Schützengilde Ennetach in der Nähe von Mengen). Sie bietet unter anderem einmal pro Monat in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit und der Polizei "Jugendabendsport" an, zu dem meist 40 bis 65 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren kommen. Zum gemeinsamen Badminton, Volley-, Basket- oder Fußball, zu Hallenhockey, Rock'n'Roll oder Jazzgymnastik finden Jungen und Mädchen aus bis zu 20 verschiedenen Nationen zusammen. Das Integrationsprojekt besteht seit sieben Jahren.
(Erschienen: 15.01.2009 00:07)
"Was heute bei Ihnen Freude ist, ist bei anderen Leid", so der Friedrichshafener ZF-Personalleiter Dominik Bartmuß am Montag bei der Spendenübergabe im Gästekasino im ZF-Werk 1. Dorthin hatten laut Pressemitteilung Bartmuß und Betriebsrat Dieter Golz Vertreter jener vier Einrichtungen eingeladen, deren Projekte ZF nun mit dem Parkverstoßgeld bedacht hat. Gemeinsam erläuterten Golz und Bartmuß die Vorgehensweise der ungewöhnlichen Spendensammlung. Wer gegen die Parkordnung auf den ZF-Parkplätzen verstößt und sein Auto so abstellt, dass er andere blockiere oder die Zu- und Abfahrt erschwere, bekommt vom Werkschutz eine Parkkralle am Fahrzeug verpasst und kann seinen Wagen erst wegfahren, wenn er 15 Euro Bußgeld bezahlt. Im Durchschnitt schreiten die Werkschützer etwa ein Mal pro Werktag zur Tat. "Ihnen wünsche ich, dass das so bleibt", sagte Personalleiter Bartmuß zu den Spendenempfängern. "Dem Werkschutz natürlich, dass es weniger wird."
Integrationsprojekt gefördert
Bedacht werden mit den 15000 Euro Parkbußen vier soziale Projekte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Bodenseekreis, erwirbt derzeit einen behindertengerecht ausgebauten Bus. Er soll Raum für vier Rollstuhlplätze und vier Begleitpersonen bieten. Damit will der Häfler Seniorenfahrdienst unter anderem Bewohnern von Seniorenheimen Ausflugsfahrten etwa in den Bregenzer Wald anbieten. "Sie sollen mal aus dem Heimalltag rauskommen", erläuterte Karl-Heinz Jaekel, Abteilungsleiter Sozialarbeit im DRK-Kreisverband Bodenseekreis.
Unterstützt werde mit der Spendensumme auch die Friedrichshafener Tafel. Sie versorgt mit 25 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern "täglich 80 bis 100 Kunden mit schmalem Geldbeutel", berichtete die Vorsitzende des Tafel-Trägervereins Renate Köster. Mit Berechtigungsschein einkaufen können Tafel-Kunden Obst und Gemüse, Backwaren, Milchprodukte oder auch Konserven zu stark vergünstigten Preisen. Bei diversen Läden sammelt die Tafel allmorgendlich nicht verkaufte Lebensmittel ein. Nötig sind dazu unter anderem zwei Kühlfahrzeuge, damit bei verderblichen Waren, so Köster, "die Kühlkette nicht unterbrochen wird".
Ebenfalls ZF-Spendengeld erhält die Schützengilde Ennetach in der Nähe von Mengen). Sie bietet unter anderem einmal pro Monat in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit und der Polizei "Jugendabendsport" an, zu dem meist 40 bis 65 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren kommen. Zum gemeinsamen Badminton, Volley-, Basket- oder Fußball, zu Hallenhockey, Rock'n'Roll oder Jazzgymnastik finden Jungen und Mädchen aus bis zu 20 verschiedenen Nationen zusammen. Das Integrationsprojekt besteht seit sieben Jahren.
(Erschienen: 15.01.2009 00:07)
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