Weihnachtsmusical bekommt viel Applaus
"Dieses Musical von Jörg Ehni und Uli Führe hat mir so gut gefallen, dass ich es mit den Kindern an der Schule einstudiert habe", erklärt die Lehrerin Tanja Fredrich. Das Besondere an diesem Musical sind die Melodien, die auf kindliche Stimmen passen, sowie die Handlung, die nicht kitschig-sentimental ist, sondern modern ist, ohne zu sehr verfremdet zu sein. "Der politische Hintergrund mit den Themen ,Migration' und ,Integration' ist sehr gut dargestellt, ohne das Schöne zu verdrängen", erklärt Fredrich. Im Rahmen des Ganztagesangebots hat sie mit den Schülern die Sologesänge und schauspielerischen Parts einstudiert. "Wir haben eng mit dem Grundschulchorleiter Josef Hutt und dem Chorleiter der Haupt- und Realschulen, Nikolaus Megerle, zusammengearbeitet. So kamen Chöre und Solo-Rollen mit 70 Schülern zustande", erzählt Fredrich.
Und in der Tat, rund 120 Gäste wohnten dem spannenden Weihnachtsmusical bei. Der Hintergrund: Der Schüler Patrick erzählt seiner Mitschülerin Florina, die aus Albanien stammt, Muslima ist, und die oberschwäbisch-christliche Weihnachtsgeschichte der Geburt Jesu nicht kennt. Doch Florina kennt natürlich Jesus, weil er ja einer der Propheten ist, und Mohammed von ihm berichtet.
Klassisch und doch modern
Und so ziehen die Bilder der Weihnachtsgeschichte nacheinander auf. Mit wenigen Requisiten, mitreißenden Liedern und guten Texten haben die Schüler ganz Großes geleistet. König Augustus lässt eindrucksvoll die Volkszählung verkünden. Dann sieht man die Leute in armseligen Mänteln und Gepäck unterwegs, die von den beschwerlichen und gefährlichen Reisebedingungen erzählen. Maria und Josef werden ganz wunderbar mit all' den Sorgen und Spannungen dargestellt. Dann singt der Wirt über sein durch die vielen Reisenden gut gehendes Geschäft. Maria kriegt ihr Kind, irgendwo unterwegs im einem Stall. Ganz modern mit Handy tritt Herodes auf. Er wird in einer Sänfte mit seiner vorlauten Sekretärin hereingetragen. Die Nachricht von dem neuen König, der in Bethlehem geboren sein soll, tut er als Quatsch ab. Bis die drei Könige, die drei Bänker der Orientbank, mit schwarzen Sonnenbrillen auftreten.
Als sie wieder weg sind, lässt Herodes seine Garde mit Maschinenpistolen auftreten und schickt sie, alle Kinder unter zwei Jahren in Bethlehem zu ermorden. Die drei singen das Lied: "Befehl ist Befehl", doch einer der Soldaten weigert sich und fragt die anderen: "Wirst Du dem Befehl gehorchen?" - "Nicht nachdenken!", antwortet der andere, doch der erste sagt: "Ich mache da nicht mit!" Dann erscheinen den Hirten auf dem Feld weiße Vögel, die sich als Engel entpuppen, und sie zu ihrem neuen König schicken.
"Und das nächste Mal erzählst Du mir die Geschichte von Mohammed", sagt Patrick zu seiner albanischen Mitschülerin Florina.
(Erschienen: 19.12.2008 00:06)
"Dieses Musical von Jörg Ehni und Uli Führe hat mir so gut gefallen, dass ich es mit den Kindern an der Schule einstudiert habe", erklärt die Lehrerin Tanja Fredrich. Das Besondere an diesem Musical sind die Melodien, die auf kindliche Stimmen passen, sowie die Handlung, die nicht kitschig-sentimental ist, sondern modern ist, ohne zu sehr verfremdet zu sein. "Der politische Hintergrund mit den Themen ,Migration' und ,Integration' ist sehr gut dargestellt, ohne das Schöne zu verdrängen", erklärt Fredrich. Im Rahmen des Ganztagesangebots hat sie mit den Schülern die Sologesänge und schauspielerischen Parts einstudiert. "Wir haben eng mit dem Grundschulchorleiter Josef Hutt und dem Chorleiter der Haupt- und Realschulen, Nikolaus Megerle, zusammengearbeitet. So kamen Chöre und Solo-Rollen mit 70 Schülern zustande", erzählt Fredrich.
Und in der Tat, rund 120 Gäste wohnten dem spannenden Weihnachtsmusical bei. Der Hintergrund: Der Schüler Patrick erzählt seiner Mitschülerin Florina, die aus Albanien stammt, Muslima ist, und die oberschwäbisch-christliche Weihnachtsgeschichte der Geburt Jesu nicht kennt. Doch Florina kennt natürlich Jesus, weil er ja einer der Propheten ist, und Mohammed von ihm berichtet.
Klassisch und doch modern
Und so ziehen die Bilder der Weihnachtsgeschichte nacheinander auf. Mit wenigen Requisiten, mitreißenden Liedern und guten Texten haben die Schüler ganz Großes geleistet. König Augustus lässt eindrucksvoll die Volkszählung verkünden. Dann sieht man die Leute in armseligen Mänteln und Gepäck unterwegs, die von den beschwerlichen und gefährlichen Reisebedingungen erzählen. Maria und Josef werden ganz wunderbar mit all' den Sorgen und Spannungen dargestellt. Dann singt der Wirt über sein durch die vielen Reisenden gut gehendes Geschäft. Maria kriegt ihr Kind, irgendwo unterwegs im einem Stall. Ganz modern mit Handy tritt Herodes auf. Er wird in einer Sänfte mit seiner vorlauten Sekretärin hereingetragen. Die Nachricht von dem neuen König, der in Bethlehem geboren sein soll, tut er als Quatsch ab. Bis die drei Könige, die drei Bänker der Orientbank, mit schwarzen Sonnenbrillen auftreten.
Als sie wieder weg sind, lässt Herodes seine Garde mit Maschinenpistolen auftreten und schickt sie, alle Kinder unter zwei Jahren in Bethlehem zu ermorden. Die drei singen das Lied: "Befehl ist Befehl", doch einer der Soldaten weigert sich und fragt die anderen: "Wirst Du dem Befehl gehorchen?" - "Nicht nachdenken!", antwortet der andere, doch der erste sagt: "Ich mache da nicht mit!" Dann erscheinen den Hirten auf dem Feld weiße Vögel, die sich als Engel entpuppen, und sie zu ihrem neuen König schicken.
"Und das nächste Mal erzählst Du mir die Geschichte von Mohammed", sagt Patrick zu seiner albanischen Mitschülerin Florina.
(Erschienen: 19.12.2008 00:06)
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