Wachkomapatientin macht zweite Delfintherapie
Christiane lacht. Sie freut sich, als viele bekannte Gesichter des Förderkreises sich in ihrem neuen, hellen und freundlichen Zimmer im Bethel treffen und gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele Wagner und Pflegerin Monika Finkbeiner die letzten Vorbereitungen treffen. An der Wand hängt ein großes Bild von Christiane mit Delfin Duke in Florida, ein weiterer Delfin hängt als Plüschtier an ihrem Bett.
Kontostand: 14 000 Euro
"Wir haben einen Kontostand von rund 14 000 Euro", sagt Sigrun Kramer vom Förderkreis. "Die Kosten für den zweiwöchigen Aufenthalt in der Türkei werden etwa 10 000 Euro betragen." Das Deutsche Rote Kreuz wird Christiane in Begleitung ihrer Mutter und Pflegerin Finkbeiner zum Flughafen Stuttgart bringen. Nach dreieinhalb Stunden Charterflug zum Flughafen Dalaman in der Türkei geht es weitere anderthalb Stunden mit dem Auto zu "Marmaris Resort Delfinpark" in einer geschützten Meeresbucht im Naturpark des Hisarönü Golfs. Dieser Delfintherapie-Reha-Bungalowpark wurde erst im Mai 2007 eröffnet und liegt direkt am Strand. Die Therapiebecken, in denen die Delfine artgerecht gehalten werden, befinden sich im Meer. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die zur Therapie besonders notwendigen Sonorfrequenzen bei Meeressäugern, die in mit Beton umrandeten Pools gehalten werden, verkümmern. Die besten Voraussetzungen für Christiane Wagners weiteren Fortschritte sind demnach gegeben. "Sie wird an zehn Tagen je eine Stunde Delfintherapie im Wasser und zusätzlich physiotherapeutische Behandlung bekommen", erläutert Sigrun Kramer.
Monika Finkbeiner, die Pflegerin, ist inzwischen dazugekommen und Christiane strahlt: Die beiden sind inzwischen ein sehr gutes Team und verstehen sich prächtig. Auch Monika Finkbeiner ist gespannt darauf, "was uns in der Türkei erwartet". "Wir alle sind froh, dass sie als professionelle Pflegerin mitfliegt", sagt Renate Neipp vom Förderkreis. "Sie opfert für diesen Einsatz sogar ihren Urlaub." Christiane lacht wieder und ihre Mutter meint: "Monika Finkbeiner ist immer so frisch und munter und genau das braucht meine Tochter - es geht alles sehr langsam, aber es geht vorwärts."
Dass es so ist, ist zum großen Teil dem Engagement des Förderkreises zuzuschreiben. So konnte auf dessen Initiative ein Sprachcomputer angeschafft werden und mit Hilfe der Sprachtherapeutin Frauke Fischer-Lohrer hat die Wachkomapatientin erste Fortschritte gemacht. "Und auf Vorschlag und Anfrage des Förderkreises hat sogar die Krankenkasse diese Kosten übernommen, so dass wir die Spendengelder nunmehr für die zweite Delfintherapie verwenden können", sagt Sigrun Kramer. "Ab Oktober, wenn Christiane aus der Türkei zurückgekehrt ist, übernehmen wir die Kosten für eine Musiktherapie. Die Musiktherapeutin Roswitha Fugmann wird dann jeden Samstag eine Stunde lang mit ihr arbeiten." Musiktherapie stimuliere die Feinsensorik, "man erreicht andere Regionen im Gehirn, die aktiviert werden", erläutert Gabriele Wagner.
Zweites Benefizkonzert geplant
Der Förderverein werde sich weiterhin für die Fortschritte von Christiane Wagner einsetzen. "Es ist daran gedacht, ein zweites Benefizkonzert zu veranstalten", sagt Anika Köse. "Wir scheuen uns auch nicht, weitere Spenden anzunehmen."
(Erschienen: 23.08.2007 00:06)
Christiane lacht. Sie freut sich, als viele bekannte Gesichter des Förderkreises sich in ihrem neuen, hellen und freundlichen Zimmer im Bethel treffen und gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele Wagner und Pflegerin Monika Finkbeiner die letzten Vorbereitungen treffen. An der Wand hängt ein großes Bild von Christiane mit Delfin Duke in Florida, ein weiterer Delfin hängt als Plüschtier an ihrem Bett.
Kontostand: 14 000 Euro
"Wir haben einen Kontostand von rund 14 000 Euro", sagt Sigrun Kramer vom Förderkreis. "Die Kosten für den zweiwöchigen Aufenthalt in der Türkei werden etwa 10 000 Euro betragen." Das Deutsche Rote Kreuz wird Christiane in Begleitung ihrer Mutter und Pflegerin Finkbeiner zum Flughafen Stuttgart bringen. Nach dreieinhalb Stunden Charterflug zum Flughafen Dalaman in der Türkei geht es weitere anderthalb Stunden mit dem Auto zu "Marmaris Resort Delfinpark" in einer geschützten Meeresbucht im Naturpark des Hisarönü Golfs. Dieser Delfintherapie-Reha-Bungalowpark wurde erst im Mai 2007 eröffnet und liegt direkt am Strand. Die Therapiebecken, in denen die Delfine artgerecht gehalten werden, befinden sich im Meer. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die zur Therapie besonders notwendigen Sonorfrequenzen bei Meeressäugern, die in mit Beton umrandeten Pools gehalten werden, verkümmern. Die besten Voraussetzungen für Christiane Wagners weiteren Fortschritte sind demnach gegeben. "Sie wird an zehn Tagen je eine Stunde Delfintherapie im Wasser und zusätzlich physiotherapeutische Behandlung bekommen", erläutert Sigrun Kramer.
Monika Finkbeiner, die Pflegerin, ist inzwischen dazugekommen und Christiane strahlt: Die beiden sind inzwischen ein sehr gutes Team und verstehen sich prächtig. Auch Monika Finkbeiner ist gespannt darauf, "was uns in der Türkei erwartet". "Wir alle sind froh, dass sie als professionelle Pflegerin mitfliegt", sagt Renate Neipp vom Förderkreis. "Sie opfert für diesen Einsatz sogar ihren Urlaub." Christiane lacht wieder und ihre Mutter meint: "Monika Finkbeiner ist immer so frisch und munter und genau das braucht meine Tochter - es geht alles sehr langsam, aber es geht vorwärts."
Dass es so ist, ist zum großen Teil dem Engagement des Förderkreises zuzuschreiben. So konnte auf dessen Initiative ein Sprachcomputer angeschafft werden und mit Hilfe der Sprachtherapeutin Frauke Fischer-Lohrer hat die Wachkomapatientin erste Fortschritte gemacht. "Und auf Vorschlag und Anfrage des Förderkreises hat sogar die Krankenkasse diese Kosten übernommen, so dass wir die Spendengelder nunmehr für die zweite Delfintherapie verwenden können", sagt Sigrun Kramer. "Ab Oktober, wenn Christiane aus der Türkei zurückgekehrt ist, übernehmen wir die Kosten für eine Musiktherapie. Die Musiktherapeutin Roswitha Fugmann wird dann jeden Samstag eine Stunde lang mit ihr arbeiten." Musiktherapie stimuliere die Feinsensorik, "man erreicht andere Regionen im Gehirn, die aktiviert werden", erläutert Gabriele Wagner.
Zweites Benefizkonzert geplant
Der Förderverein werde sich weiterhin für die Fortschritte von Christiane Wagner einsetzen. "Es ist daran gedacht, ein zweites Benefizkonzert zu veranstalten", sagt Anika Köse. "Wir scheuen uns auch nicht, weitere Spenden anzunehmen."
(Erschienen: 23.08.2007 00:06)
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