Vor der Messehalle dröhnen Motoren
In Halle A 2 auf dem Messegelände wird geschraubt, geflext und mitunter auch geflucht. Denn mehr als 100 Studenten von Berufsakademien, Technischen Hochschulen oder Universitäten machen beim ersten "ZF Race Camp" mit. Mit dabei ist zum Beispiel auch das Team der Universität Stuttgart, dem Gesamtsieger des Wettbewerbs am Hockenheimring vom Vorjahr und diesjährigen Zweitplatzierten beim US-Wettbewerb in Michigan - und natürlich Studenten der Berufsakademie in Friedrichshafen mit ihrem kürzlich vorgestellten dritten Rennauto (wir berichteten).
"Die Teilnehmer sind eine Traumklientel für die ZF", erläutert Marcus Ladner von der Personalabteilung der ZF die Beweggründe des ZF-Engagements. Einerseits wolle man die Teams mit vorwiegend männlichen Studenten des Maschinenbaus unterstützen, im Gegenzug profitiere der ZF-Konzern aber auch davon. Schließlich sind die künftigen Ingenieure begehrte Arbeitskräfte in ganz Deutschland. Der Nachwuchs, der sich zwei Tage auf dem Messegelände dem Testen der selbst entworfenen und selbst gebauten Rennautos widmet, zeichnet sich laut Ladner durch Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationstalent und profunde betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Kurzum: Sie sind sehr gut ausgebildet und bringen durch die Projektarbeit in der "Formula Student" Schlüsselqualifikationen mit.
"Für uns ist das ein wirklich guter Testlauf für die Veranstaltung auf dem Hockenheimring", sagt Student Timo Rigling der Schwäbischen Zeitung. Seit Oktober gehört er dem aktuellen Racing-Team der Berufsakademie in Friedrichshafen an. Ehrgeizige Pläne hat der 23-Jährige aus Radolfzell mit seinen Kollegen auch auf dem Hockenheimring. "Wir wollen schon unter die Top 10", sagt er lachend, obwohl die Konkurrenz mit mehr als 70 Teams sehr groß ist. Unterstützt wird das BA-Team unter anderem von ZF, Hauptsponsor ist die Tognum AG aus Friedrichshafen. Denn immerhin braucht man rund 25 000 Euro, um ein Rennauto zu entwickeln und zu bauen. Mitunter findet man in den Rennwagen auch Teile der ZF, so einen Stoßdämpfer von ZF Sachs, der in ähnlicher Form auch im professionellen Motorsport zum Einsatz kommt.
Vier Sekunden für 75 Meter
Während einige Studenten in Halle A 2 noch Stunden an ihren kleinen Flitzern herumschrauben müssen, drehen andere die ersten Runden auf dem Testparcours vor der Halle. Etwa vier Sekunden braucht das Rennteam der Uni Stuttgart, um mit dem von einem Motorradmotor angetriebenen Rennwagen 75 Meter zurückzulegen. Der Sound ist satt und der Fahrer braucht schon einiges Können, um den Flitzer optimal durch die Gänge auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Seit 2002 ist ZF übrigens im "Formula Student"- Sponsoring aktiv. Mittlerweile werden 14 Teams unterstützt, eines sogar aus Indien und eines aus den Niederlanden.
(Erschienen: 21.06.2008 00:07)
In Halle A 2 auf dem Messegelände wird geschraubt, geflext und mitunter auch geflucht. Denn mehr als 100 Studenten von Berufsakademien, Technischen Hochschulen oder Universitäten machen beim ersten "ZF Race Camp" mit. Mit dabei ist zum Beispiel auch das Team der Universität Stuttgart, dem Gesamtsieger des Wettbewerbs am Hockenheimring vom Vorjahr und diesjährigen Zweitplatzierten beim US-Wettbewerb in Michigan - und natürlich Studenten der Berufsakademie in Friedrichshafen mit ihrem kürzlich vorgestellten dritten Rennauto (wir berichteten).
"Die Teilnehmer sind eine Traumklientel für die ZF", erläutert Marcus Ladner von der Personalabteilung der ZF die Beweggründe des ZF-Engagements. Einerseits wolle man die Teams mit vorwiegend männlichen Studenten des Maschinenbaus unterstützen, im Gegenzug profitiere der ZF-Konzern aber auch davon. Schließlich sind die künftigen Ingenieure begehrte Arbeitskräfte in ganz Deutschland. Der Nachwuchs, der sich zwei Tage auf dem Messegelände dem Testen der selbst entworfenen und selbst gebauten Rennautos widmet, zeichnet sich laut Ladner durch Kreativität, Teamfähigkeit, Organisationstalent und profunde betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Kurzum: Sie sind sehr gut ausgebildet und bringen durch die Projektarbeit in der "Formula Student" Schlüsselqualifikationen mit.
"Für uns ist das ein wirklich guter Testlauf für die Veranstaltung auf dem Hockenheimring", sagt Student Timo Rigling der Schwäbischen Zeitung. Seit Oktober gehört er dem aktuellen Racing-Team der Berufsakademie in Friedrichshafen an. Ehrgeizige Pläne hat der 23-Jährige aus Radolfzell mit seinen Kollegen auch auf dem Hockenheimring. "Wir wollen schon unter die Top 10", sagt er lachend, obwohl die Konkurrenz mit mehr als 70 Teams sehr groß ist. Unterstützt wird das BA-Team unter anderem von ZF, Hauptsponsor ist die Tognum AG aus Friedrichshafen. Denn immerhin braucht man rund 25 000 Euro, um ein Rennauto zu entwickeln und zu bauen. Mitunter findet man in den Rennwagen auch Teile der ZF, so einen Stoßdämpfer von ZF Sachs, der in ähnlicher Form auch im professionellen Motorsport zum Einsatz kommt.
Vier Sekunden für 75 Meter
Während einige Studenten in Halle A 2 noch Stunden an ihren kleinen Flitzern herumschrauben müssen, drehen andere die ersten Runden auf dem Testparcours vor der Halle. Etwa vier Sekunden braucht das Rennteam der Uni Stuttgart, um mit dem von einem Motorradmotor angetriebenen Rennwagen 75 Meter zurückzulegen. Der Sound ist satt und der Fahrer braucht schon einiges Können, um den Flitzer optimal durch die Gänge auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Seit 2002 ist ZF übrigens im "Formula Student"- Sponsoring aktiv. Mittlerweile werden 14 Teams unterstützt, eines sogar aus Indien und eines aus den Niederlanden.
(Erschienen: 21.06.2008 00:07)
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