Trio beschert dem Publikum ein Hörerlebnis
Dr. Albrecht Dapp, der Initiator der Reihe, versprach einmal mehr "ein reizvolles Programm mit Kammermusik vom Allerfeinsten". Der reichliche Schlussapplaus bestätigte sein Versprechen. Vier total verschiedene Kammermusikstücke bescherten den Besuchern in der Klinikkapelle des Gesundheitszentrums ein immer wieder neues Hörerlebnis.
Die Geigerin Motoko Hosaka, die Bratschistin Sonoko Asabuki, die Cellistin Aki Kitajima - alle Absolventen der Musikhochschule Tokyo und jetzt Studierende in Trossingen - präsentierten sich im ersten Programmteil zusammen mit der vierten Japanerin, der Oboistin Atsuko Pfundstein. War das eine Präsenz und Virtuosität, als die vier Damen das virtuose Quartett für Oboe und Streicher F-Dur KV370 von Mozart in Angriff nahmen! Die Oboistin spielte mit traumwandlerischer Sicherheit und kostete alle Farben ihres herrlichen Instrumentes aus. Auch die Fantasie für Oboe und Streichtrio, mit der der damals erst 19-jährige Benjamin Britten in London eine Kostprobe seines kompositorischen Könnens abgeliefert hatte, riss das Publikum mit. Die ersten Takte erheben sich, vom Cello angetupft, aus atemloser Stille. Die Viola zupft dazwischen, die Oboe mischt mit einer einfachen Weise mit, bis das Klima schärfer wird, als wolle sich jedes Instrument gleichzeitig Gehör verschaffen. Kurz vor der Schmerzgrenze wird das Fortissimo zum Pianissimo zurückgefahren. Alles beginnt von vorne; diesmal darf die Oboe die anderen hochschaukeln. So entstehen faszinierende Gespräche zwischen den vier Instrumenten in Wellenbewegungen zwischen Erregung und Beruhigung.
"Vielen Dank, dass Sie dageblieben sind", scherzt Motoko Hosaka nach der Pause und kündet den britischen Klarinettisten John Slack als Gastpartner an. Für das Quartett für Klarinette und Streicher Es-Dur des finnischen Komponisten Bernhard Hentrik Crusell war wieder höchste technische Brillanz erforderlich. Die Serenade für Streichtrio C-Dur von Ernst von Dohnányi - Großvater von Klaus von Dohnányi, Erster Bürgermeister von Hamburg - setzte einen farbenfrohen Reigen aus fünf kurzen Sätzen ganz unterschiedlicher Stimmungen als Ausklang.
(Erschienen: 30.04.2009 00:06)
Dr. Albrecht Dapp, der Initiator der Reihe, versprach einmal mehr "ein reizvolles Programm mit Kammermusik vom Allerfeinsten". Der reichliche Schlussapplaus bestätigte sein Versprechen. Vier total verschiedene Kammermusikstücke bescherten den Besuchern in der Klinikkapelle des Gesundheitszentrums ein immer wieder neues Hörerlebnis.
Die Geigerin Motoko Hosaka, die Bratschistin Sonoko Asabuki, die Cellistin Aki Kitajima - alle Absolventen der Musikhochschule Tokyo und jetzt Studierende in Trossingen - präsentierten sich im ersten Programmteil zusammen mit der vierten Japanerin, der Oboistin Atsuko Pfundstein. War das eine Präsenz und Virtuosität, als die vier Damen das virtuose Quartett für Oboe und Streicher F-Dur KV370 von Mozart in Angriff nahmen! Die Oboistin spielte mit traumwandlerischer Sicherheit und kostete alle Farben ihres herrlichen Instrumentes aus. Auch die Fantasie für Oboe und Streichtrio, mit der der damals erst 19-jährige Benjamin Britten in London eine Kostprobe seines kompositorischen Könnens abgeliefert hatte, riss das Publikum mit. Die ersten Takte erheben sich, vom Cello angetupft, aus atemloser Stille. Die Viola zupft dazwischen, die Oboe mischt mit einer einfachen Weise mit, bis das Klima schärfer wird, als wolle sich jedes Instrument gleichzeitig Gehör verschaffen. Kurz vor der Schmerzgrenze wird das Fortissimo zum Pianissimo zurückgefahren. Alles beginnt von vorne; diesmal darf die Oboe die anderen hochschaukeln. So entstehen faszinierende Gespräche zwischen den vier Instrumenten in Wellenbewegungen zwischen Erregung und Beruhigung.
"Vielen Dank, dass Sie dageblieben sind", scherzt Motoko Hosaka nach der Pause und kündet den britischen Klarinettisten John Slack als Gastpartner an. Für das Quartett für Klarinette und Streicher Es-Dur des finnischen Komponisten Bernhard Hentrik Crusell war wieder höchste technische Brillanz erforderlich. Die Serenade für Streichtrio C-Dur von Ernst von Dohnányi - Großvater von Klaus von Dohnányi, Erster Bürgermeister von Hamburg - setzte einen farbenfrohen Reigen aus fünf kurzen Sätzen ganz unterschiedlicher Stimmungen als Ausklang.
(Erschienen: 30.04.2009 00:06)





























































