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Tischtennis-WM: Herren-Team im Achtelfinale

Guangzhou / dpa Mit einem Arbeitssieg sind Deutschlands Tischtennis-Herren vorzeitig in das Achtelfinale bei der Mannschafts-WM in China eingezogen. Das schmucklose 3:1 gegen Frankreich stand in Guangzhou nach gut zwei Stunden fest. Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel kann der Europameister mit einem Erfolg gegen Japan auf direktem Weg das Viertelfinale erreichen.

Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel kann der Europameister mit einem Erfolg gegen Japan auf direktem Weg das Viertelfinale erreichen. Dieses Etappenziel hatte Bundestrainer Richard Prause nach der WM-Absage des verletzten Europameisters Timo Boll ausgegeben.

Für die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) endete die Siegesserie nicht unerwartet im vierten Vorrundenspiel. Das Team um die Weltranglisten-17. Wu Jiaduo (Kroppach) verpasste mit dem klaren 0:3 gegen den WM-Zweiten Hongkong im ersten Anlauf die Qualifikation für das Viertelfinale. Im Achtelfinale ist gegen einen Vorrunden-Zweiten oder -Dritten der Einzug in die Runde der letzten Acht aber weiterhin möglich.

"Das war nervenzehrend. Wir verkaufen uns ziemlich gut, geben immer Gas und können uns noch steigern", sagte Herren-Coach Prause. Er stellte zum dritten Mal Dimitrij Ovtcharov, Christian Süß (beide Düsseldorf) und Bastian Steger (Frickenhauen) auf. Auf der Bank feuerten Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Jülich) und Patrick Baum (Frickenhausen) ihre Kollegen an, die gegen Außenseiter Frankreich mehr Mühe als erwartet hatten.

Der 19-jährige Ovtcharov erwies sich einmal mehr als Punktegarant und erzielte gegen Abdel-Kader Salifou und Damien Eloi seine WM-Siege fünf und sechs. "Er ist eine wichtige Stütze", lobte Prause den EM- Dritten. Bastian Steger steuerte den dritten Punkt bei. "Wir sind heilfroh, dass es nicht zu einem fünften Einzel kam", sagte Steger. Gegen die ebenfalls ungeschlagenen Japaner ist aber eine deutliche Steigerung nötig. "Wir kennen uns gut. Die Chancen stehen 50:50", sagte Prause.

"Das Spiel hat gezeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen", kommentierte Damen-Bundestrainer Jörg Bitzigeio die deutliche Niederlage gegen Hongkong. Im "Endspiel" um den Gruppensieg ging seine Risiko-Taktik diesmal nicht auf. Spitzenspielerin Wu Jiaduo verlor das Auftakteinzel mit 2:3 Sätzen gegen Hongkongs Nummer eins Tie Yana. "Ich bin sehr schlecht ins Match gekommen und hatte im entscheidenden Satz etwas Pech. Die Pause zu den Montag-Spielen war sehr kurz", sagte die Kroppacherin über ihre erste WM-Niederlage.

Elke Wosik (Busenbach) und Zhenqi Barthel (Holsterhausen) verloren ebenfalls ihre Einzel. Die Enttäuschung in der neu formierten Damen- Auswahl, in der erstmals seit fast 20 Jahren Rekordmeisterin Nicole Struse (Kroppach) fehlte, hielt sich aber in Grenzen. "Wir sind erst einmal stolz auf unsere Leistungen. Im Vorfeld der WM war wohl kaum damit zu rechnen, dass wir überhaupt in ein Match um den Gruppensieg kommen", sagte Bitzigeio.

(Erschienen: 26.02.2008 20:12)

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