Tierschützer warnen vor Decken aus Katzenfell
KREIS TUTTLINGEN - Der Kreistierschutzverein warnt vor teuren Rheumadecken aus Katzenfell. Zehn bis zwölf Katzen müssten für die Herstellung solcher Decken qualvoll sterben, die medizinisch nicht einmal sinnvoll seien. Wir sprachen mit Werner Single, dem Vorsitzenden des Kreistierschutzvereins, über dieses Problem.
Wie gehen die Verkäufer der "Rheumadecken" vor?
Sie wenden sich oft direkt per Postwurfsendung an den Endverbraucher, um es ihm so einfach wie möglich zu machen und ihm so die Entscheidung für den Kauf einer Rheumadecke zu erleichtern. Ich selbst habe mich einmal als Interessent ausgegeben. Als dann eine Verkäuferin zu mir kam, habe ich sie auf den qualvollen Tod der Katzen hingewiesen. Sie meinte dazu, dass es ihr selbst auch nicht gefiele, jedoch durch die Strangulierung der Tiere Hormone ausgeschüttet würden, die diese Heilwirkung erbringen. Diese Aussage ist natürlich falsch.
Die Felle werden häufig unkenntlich gemacht und unter anderem Namen verkauft. Wie kann man diese als Katzenfelle trotzdem erkennen?
Das Problem ist, dass die Decken häufig eingefärbt werden und so nur per DNA-Analyse als Katzenfell erkannt werden können. Das sicherste Mittel, den Kauf solch einer Decke zu vermeiden, ist, einfach gar keine Decken gegen Rheuma zu kaufen.
Was empfehlen Sie dann gegen Rheuma?
Meiner Meinung nach ist es das Sinnvollste, einen Arzt aufzusuchen und sich Medikamente verschreiben zu lassen. Diese "Rheumadecken" sind meiner Meinung nach medizinisch nicht sinnvoll.
Warum sind Decken medizinisch nicht sinnvoll?
Weil es überhaupt keine Rheumadecken gibt. Sie könnten sich genauso gut in ein Handtuch einwickeln und behaupten, es würde Ihr Rheuma heilen.
Wo werden diese Decken produziert?
Das wissen wir nicht genau, sie könnten in Europa produziert werden, da dort der Handel mit solchen Fellen nicht verboten ist, sondern nur das Züchten und Töten der Tiere. Vermutlich stammen die meisten Felle aus China.
(Erschienen: 30.03.2007 00:06)
KREIS TUTTLINGEN - Der Kreistierschutzverein warnt vor teuren Rheumadecken aus Katzenfell. Zehn bis zwölf Katzen müssten für die Herstellung solcher Decken qualvoll sterben, die medizinisch nicht einmal sinnvoll seien. Wir sprachen mit Werner Single, dem Vorsitzenden des Kreistierschutzvereins, über dieses Problem.
Wie gehen die Verkäufer der "Rheumadecken" vor?
Sie wenden sich oft direkt per Postwurfsendung an den Endverbraucher, um es ihm so einfach wie möglich zu machen und ihm so die Entscheidung für den Kauf einer Rheumadecke zu erleichtern. Ich selbst habe mich einmal als Interessent ausgegeben. Als dann eine Verkäuferin zu mir kam, habe ich sie auf den qualvollen Tod der Katzen hingewiesen. Sie meinte dazu, dass es ihr selbst auch nicht gefiele, jedoch durch die Strangulierung der Tiere Hormone ausgeschüttet würden, die diese Heilwirkung erbringen. Diese Aussage ist natürlich falsch.
Die Felle werden häufig unkenntlich gemacht und unter anderem Namen verkauft. Wie kann man diese als Katzenfelle trotzdem erkennen?
Das Problem ist, dass die Decken häufig eingefärbt werden und so nur per DNA-Analyse als Katzenfell erkannt werden können. Das sicherste Mittel, den Kauf solch einer Decke zu vermeiden, ist, einfach gar keine Decken gegen Rheuma zu kaufen.
Was empfehlen Sie dann gegen Rheuma?
Meiner Meinung nach ist es das Sinnvollste, einen Arzt aufzusuchen und sich Medikamente verschreiben zu lassen. Diese "Rheumadecken" sind meiner Meinung nach medizinisch nicht sinnvoll.
Warum sind Decken medizinisch nicht sinnvoll?
Weil es überhaupt keine Rheumadecken gibt. Sie könnten sich genauso gut in ein Handtuch einwickeln und behaupten, es würde Ihr Rheuma heilen.
Wo werden diese Decken produziert?
Das wissen wir nicht genau, sie könnten in Europa produziert werden, da dort der Handel mit solchen Fellen nicht verboten ist, sondern nur das Züchten und Töten der Tiere. Vermutlich stammen die meisten Felle aus China.
(Erschienen: 30.03.2007 00:06)
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