Thomas Schüttes «Hund II» wacht jetzt in Berlin
Das rundum vergoldete Fabeltier, das eine Mond-Kugel auf dem Rücken trägt, erscheine ihm selbst «fernab jeder Repräsentation, das Heldische, das gibt es ja gar nicht», meinte der gerade in Venedig mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnete Düsseldorfer Bildhauer im Gespräch mit der dpa. Ihn interessiere an seiner Arbeit, «wie viel Missverständnisse hält so ein Ding aus».
Der glänzende Ton-«Hund» mit onduliertem Fell entstand innerhalb des Kunst-und-Bau- Programms des Landes NRW im Jahr 2004. Seinen «Hund II», dessen «Einfachheit und Komplexität» ihn fast zu einem «Kinderbild» mache, sehe er wie einen «Wachhund vor einem chinesischen Lokal oder den Löwen vor einem Museum», meinte der Künstler, der mit Arbeiten zwischen Ironie und Groteske wie «Die Großen Geister» auf zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen war.
Für den Direktor der Kunstsammlung NRW, Prof. Armin Zweite, macht Schüttes «Hund» den «bizarren Eindruck eines geklonten Wesens». Es habe allerdings seine Wurzeln in barocken Sinnbildern, den Schimären, die Herrscher an ihre Pflichten erinnerten. Schütte spiele beim Titel «Hund» zweifelsohne auf die Qualitäten an, «die man von einem Souverän erwartet: Treue, Klugheit, Wachsamkeit, Mäßigung und Schutz».
(Erschienen: 03.08.2005 12:05)
Das rundum vergoldete Fabeltier, das eine Mond-Kugel auf dem Rücken trägt, erscheine ihm selbst «fernab jeder Repräsentation, das Heldische, das gibt es ja gar nicht», meinte der gerade in Venedig mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnete Düsseldorfer Bildhauer im Gespräch mit der dpa. Ihn interessiere an seiner Arbeit, «wie viel Missverständnisse hält so ein Ding aus».
Der glänzende Ton-«Hund» mit onduliertem Fell entstand innerhalb des Kunst-und-Bau- Programms des Landes NRW im Jahr 2004. Seinen «Hund II», dessen «Einfachheit und Komplexität» ihn fast zu einem «Kinderbild» mache, sehe er wie einen «Wachhund vor einem chinesischen Lokal oder den Löwen vor einem Museum», meinte der Künstler, der mit Arbeiten zwischen Ironie und Groteske wie «Die Großen Geister» auf zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen war.
Für den Direktor der Kunstsammlung NRW, Prof. Armin Zweite, macht Schüttes «Hund» den «bizarren Eindruck eines geklonten Wesens». Es habe allerdings seine Wurzeln in barocken Sinnbildern, den Schimären, die Herrscher an ihre Pflichten erinnerten. Schütte spiele beim Titel «Hund» zweifelsohne auf die Qualitäten an, «die man von einem Souverän erwartet: Treue, Klugheit, Wachsamkeit, Mäßigung und Schutz».
(Erschienen: 03.08.2005 12:05)
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