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Stegmann will über 34000 Euro eintreiben

LINDAU - Landrat Elmar Stegmann hat die Fragen des Bundes der Steuerzahler zum Reptilienzoo Scheidegg beantwortet. In einem Schreiben bestätigt er die Kosten von über 34000 Euro, die durch die Schließung entstanden sind. Der Kreis will alles tun, um das Geld einzutreiben.

Es geht noch einmal um die Schließung des Scheidegger Reptilienzoos im Jahr 2006, den der damalige Besitzer in einem haarsträubenden Zustand hinterlassen hatte. Im Verfahren vor dem Lindauer Amtsgericht war an die Öffentlichkeit gekommen, dass das Landratsamt vermutlich auf den Unterbringungskosten für die Schlangen in der Münchener Reptilienauffangstation sowie auf Verwaltungskosten für die Angelegenheit sitzen bleibt. Der Bericht der LZ zu diesem Thema hatte den Bund der Steuerzahler Bayern hellhörig gemacht, der sich daraufhin mit einer Anfrage an Landrat Stegmann gewandt hat (Die LZ berichtete).

In seiner Antwort an den Vizepräsidenten des Bundes der Steuerzahler Bayern bestätigt Stegmann jetzt, dass allein die Unterbringung und Behandlung der Tiere in München 19F633,29 Euro kostet. Und dass noch Verwaltungs- und Bescheidungskosten von etwas über 15000 Euro hinzukommen, - macht insgesamt 34F730,66 Euro.

Diese Kosten seien zwar beim Verursacher, dem früheren Betreiber des Zoos, vollstreckbar. Jedoch hat dieser eine eidesstattliche Versicherung abgegeben (will heißen: es wird voraussichtlich nichts zu holen sein). Stegmann schreibt dennoch: "Sie dürfen aber versichert sein, dass wir (...) alle rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch nehmen, um alle Kosten beizutreiben."

Keine alltägliche Aufgabe

Stegmann stellt sich in dem Schreiben darüber hinaus in jeder Hinsicht hinter die Entscheidungen seiner Mitarbeiter in der Veterinär- und der Umweltrechtsabteilung: "Ich darf in diesem Zusammenhang erwähnen", schreibt er, "dass es eine nicht alltägliche Aufgabe meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und wohl auch keiner anderen Behörde - ist, die Versorgung einer Vielzahl von hungrigen, erkrankten und deshalb äußerst aggressiven Tieren wie Klapperschlangen, Kobras, Puffottern, Bambusottern und Riesenpythons sicherzustellen."

(Erschienen: 22.11.2008 00:05)

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