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Steffen Häntzschel gewinnt den Marathon in Rekordzeit

BAD WALDSEE - Peter Kotz hat am Samstag mit einer überragenden Leistung den 10.000 Meter Lauf beim 7. Bad Waldseer Lauffieber gewonnen.

Das Lauffieber gilt bei den Läufern als eine der schönsten Laufsportveranstaltungen Süddeutschlands. Dazu tragen neben den hervorragenden Wettkampfbedingungen vor allem die einzigartige Atmosphäre in der Innenstadt und um den Bad Waldseer Stadtsee bei. Das Teilnehmerfeld setzte sich auch dieses Jahr aus Läufern aus der ganzen Region zusammen. Nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, Italien und der Schweiz waren viele Läufer dabei.

Insgesamt wurde achtmal das Startsignal gegeben. Auf dem Programm standen Stadtsee-Staffel (4x2000 Meter), Bambini-Lauf (700 Meter), Kids (700 und 1400 Meter), Marathon (42.195 Meter), Halbmarathon (21.100 Meter) und zum Abschluss der 10.000 Meter-Lauf, der zum "Schwaben Goldcup"zählt. Der "Schwaben Goldcup" setzt sich aus den Läufen in Bad Waldsee, Wangen (20. Juni), Ravensburg (27.Juni), Aulendorf (11.Juli) und Bad Wurzach (30.August) zusammen. Die jeweils zehn schnellsten Läufer und Läuferinnen erhalten Punkte und kämpfen um das goldene Trikot.

Um 11.30 Uhr ertönte am Samstag zum ersten Mal die Startpistole, richtig spannend wurde es dann um 13 Uhr, als der Marathon startete. Hier erwarteten die Experten einen spannenden Lauf und waren gespannt ob Steffen Häntzschel aus Esslingen seiner Favoritenrolle gerecht werden würde. Er hatte bereits den Marathonlauf in Freiburg vor einigen Wochen gewonnen. Die Zuschauer bekamen ein spannendes Duell zu sehen. Clemens Maucksch vom Forstenrieder SC versuchte es dem Favoriten so schwierig wie möglich zu machen und die beiden Atlethem boten den Zuschauern ein spannendes Kopf an Kopf Rennen, das Steffen Häntzschel am Ende dann mit einer Zeit von zwei Stunden, 46 Minuten und 36 Sekunden für sich entscheiden konnte. Dies bedeutete einen neuen Streckenrekord auf der Marathonstrecke der Männer. Clemens Maucksch kam nur knapp dahinter mit 2:47:22 ins Ziel. Dritter wurde Dietmar Veith von der LG Dettingen/Erms mit 2:53:27. Lokalmatador Gero Strobel landete auf einem respektablen 35. Platz mit einer Zeit von drei Stunden, 31 Minuten und 42 Sekunden.

Bei den Frauen war es nicht ganz so spannend. Pamela Veith von der LG Dettingen/Ems dominierte den Marathon über die ganze Strecke und stellte ebenfalls einen neuen Streckenrekord auf. Sie kam nach drei Stunden, zehn Minuten und 19 Sekunden ins Ziel. Dahinter folgten Petra Wurster vom LAV Asics Tübingen mit 3:24:06 und Jutta Jendrzejzyk mit 3:24:59.

Auch beim Halbmarathon ging es ordentlich zur Sache. Raimund Herger vom SF Dornstadt war mit einer Zeit von einer Stunde, 18 Minuten und acht Sekunden erfolgreich. Bei den Frauen konnte im Halbmarathon ein weiterer Streckenrekord aufgestellt werden. Marie Luise Heilig Duventäster von der LG Welfen, die erstmals im Halbmarathon an den Start ging, lief die Strecke in sensationellen 1:25:43.

Nach den spannenden Marathonläufen ging es zum Schluss dann an den 10.000 Meter Lauf. Hier setzten sich die Favoriten klar durch. Bei den Frauen konnte Vorjahressiegerin Margit Adelwarth vom TV Erkheim erneut den Sieg einfahren. Sie lief die Strecke in 37 Minuten und 59 Sekunden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Tanja Ulich von der TSG Leutkirch (40 Minuten und 20 Sekunden) und Monika Herz vom SF Dornstadt (40 Minuten und 32 Sekunden).

Bei den Männern war es ebenfalls eine eindeutige Geschichte. Vorjahressieger Stefan Stahl konnte aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen und so hatte der Vorjahreszweite Peter Kotz vom TSG Ekingen einfaches Spiel. Von Beginn an dominierte er das Rennen und gewann mit einem überzeugenden Start-Ziel-Sieg mit einer Zeit von 32 Minuten und 50 Sekunden. Den 2. Platz sicherte sich Markus Kaiser vom SV Reinstetten mit 33 Minuten und 45 Sekunden. Dritter wurde Michael Kurray von den SGA Yetis mit 34 Minuten und 41 Sekunden.

"Es war ein rundum erfolgreiches Lauffieber für Bad Waldsee. Die Zuschauer waren fantastisch und die Läufer boten großartige Leistungen. Es passte einfach alles", sagte Bernhard Schultes, Vorsitzender des Bad Waldseer Lauffiebers, im abschließenden Gespräch mit der SZ, "auch Verletzungen gab es keine schlimmeren. Nur ein paar Kreislaufprobleme, die aber kurz nach den Läufen schon wieder alle behoben wurden. Ich freue mich also schon wieder auf das Lauffieber im nächsten Jahr."

Weitere Ergebnisse lesen Sie in der Dienstagsausgabe der SZ.

(Erschienen: 18.05.2009 06:07)

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