Sinnlose Bereicherung endet in der Sackgasse
"Gemeinschaft braucht weltweite Gerechtigkeit!" Unter diesem Motto stand der Peru-Sonntag von Tettnangs Katholiken. Die beeindruckenden Gottesdienste eröffnete Günther Peternek mit deutlichen Worten zum derzeit weltweiten Desaster. Durch unverfrorene Gier und besinnungsloses Streben nach Bereicherung weniger Leute sind viele auf der Strecke geblieben - enteignet, verarmt, ohne Perspektiven. Entsetzt über den Ausfall von Verantwortung und Scham, jedem Gespür für Gerechtigkeit und Gewissen zeige der heutige Scherbenhaufen, dass man ohne der Orientierung an den zehn Geboten Gottes nicht aus der Sackgasse herauskommt. Dies, so Peternek, wird Opfer verlangen, doch die Menschen werden nur mitziehen, wenn ihr Empfinden für Gerechtigkeit gewahrt bleibt.
Goldgier fördert Armut in Peru
Am Beispiel zweier Erzählungen wurde deutlich, dass stets menschlicher Egoismus dem allgemeinen Wohlergehen entgegen steht. So auch in Peru, wo internationale Goldgier die Armut Einheimischer gnadenlos fördert. Doch schon wieder droht der alte Trott: Hochbezahlte verlangen nebst Supergehalt noch Bonuszahlungen, Verursachern der Krise wird geholfen, während sich der Mittelstand selbst aus der Patsche helfen soll.
Wenigstens im Kleinen geschieht Gutes. Die Tettnanger halten treu zu ihren Freunden in Porcon. Erfahrbar wurde dies im Gemeindezentrum. Dort gab es fair gehandelte Waren, Einkaufstaschen, Osterschmuck, Windspiele, Schokolade, Mango, Marmelade, Tee, Premiumkaffee, Karten und viele andere Dinge zu erwerben. Kajo Aicher vom Partnerschaftsausschuss wäre sehr zufrieden, wenn der positiven Meinung zu fair gehandelten Waren auch auf regionaler Ebene Taten folgten: "Da hinkt die Praxis der guten Absicht noch weit hinterher".
Gut besucht war das Fastenessen nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr. Viele nahmen sich noch hauseigen gefertigte Schupfnudeln für später mit. Gut lief danach auch der Kuchenabsatz. Schade nur, dass die mit viel Engagement und Sachverstand aufgebaute Videoschau nebenan - belegt mit Infos, Proben und sachkundigen Hinweisen - etwas spärlich genützt wurde. Dennoch war es ein denkwürdiger Tag, der das immens weite Spektrum zwischen christlichem Handeln und egoistischer Raffgier schmerzlich ins Bewusstsein brachte. Kein Wunder, dass die zehn Gebote - Richtlinien für das menschliche Gewissen - eine unbequeme Gebrauchsanweisung darstellen.
(Erschienen: 16.03.2009 00:05)
"Gemeinschaft braucht weltweite Gerechtigkeit!" Unter diesem Motto stand der Peru-Sonntag von Tettnangs Katholiken. Die beeindruckenden Gottesdienste eröffnete Günther Peternek mit deutlichen Worten zum derzeit weltweiten Desaster. Durch unverfrorene Gier und besinnungsloses Streben nach Bereicherung weniger Leute sind viele auf der Strecke geblieben - enteignet, verarmt, ohne Perspektiven. Entsetzt über den Ausfall von Verantwortung und Scham, jedem Gespür für Gerechtigkeit und Gewissen zeige der heutige Scherbenhaufen, dass man ohne der Orientierung an den zehn Geboten Gottes nicht aus der Sackgasse herauskommt. Dies, so Peternek, wird Opfer verlangen, doch die Menschen werden nur mitziehen, wenn ihr Empfinden für Gerechtigkeit gewahrt bleibt.
Goldgier fördert Armut in Peru
Am Beispiel zweier Erzählungen wurde deutlich, dass stets menschlicher Egoismus dem allgemeinen Wohlergehen entgegen steht. So auch in Peru, wo internationale Goldgier die Armut Einheimischer gnadenlos fördert. Doch schon wieder droht der alte Trott: Hochbezahlte verlangen nebst Supergehalt noch Bonuszahlungen, Verursachern der Krise wird geholfen, während sich der Mittelstand selbst aus der Patsche helfen soll.
Wenigstens im Kleinen geschieht Gutes. Die Tettnanger halten treu zu ihren Freunden in Porcon. Erfahrbar wurde dies im Gemeindezentrum. Dort gab es fair gehandelte Waren, Einkaufstaschen, Osterschmuck, Windspiele, Schokolade, Mango, Marmelade, Tee, Premiumkaffee, Karten und viele andere Dinge zu erwerben. Kajo Aicher vom Partnerschaftsausschuss wäre sehr zufrieden, wenn der positiven Meinung zu fair gehandelten Waren auch auf regionaler Ebene Taten folgten: "Da hinkt die Praxis der guten Absicht noch weit hinterher".
Gut besucht war das Fastenessen nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr. Viele nahmen sich noch hauseigen gefertigte Schupfnudeln für später mit. Gut lief danach auch der Kuchenabsatz. Schade nur, dass die mit viel Engagement und Sachverstand aufgebaute Videoschau nebenan - belegt mit Infos, Proben und sachkundigen Hinweisen - etwas spärlich genützt wurde. Dennoch war es ein denkwürdiger Tag, der das immens weite Spektrum zwischen christlichem Handeln und egoistischer Raffgier schmerzlich ins Bewusstsein brachte. Kein Wunder, dass die zehn Gebote - Richtlinien für das menschliche Gewissen - eine unbequeme Gebrauchsanweisung darstellen.
(Erschienen: 16.03.2009 00:05)
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