«Shaun das Schaf» auf Mission Impossible
Denn endlich hat das Elend der verpassten KiKa-Folgen vom April oder der "Sendungen mit der Maus" ein Ende. In voller siebenminütiger Länge sind immerhin acht Episoden des mutigen, erfindungs- und trickreichen Knetmassen-Schafs fürs Heimkino erhältlich.
Klar: Shaun macht gern Unfug und ist nicht besonders brav. Und dafür lieben ihn Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Vor zwölf Jahren hoben ihn die Macher von "Wallace & Gromit" mittels Stop-Motion aus der Taufe. Nick Park erkannte Shauns Potenzial und ließ ihn aus "Unter Schafen" (1995) ausbrechen, um ihm ein eigenständiges Leben auf einem kleinen englischen Bauernhof inmitten einer eher tumben Herde zu gewähren.
Dort haben die Schafe mit so manchen Problemen zu kämpfen: Mal sind es die futterneidischen Schweine, die ihnen die Äpfel vom Baum nicht gönnen ("Die Apfelernte"), mal ist es die Fresssucht des dicken Schafes Shirley ("Abspecken mit Shaun"). Doch am häufigsten ist es das Bestreben der Schafe (allen voran des cleveren Shauns), dem oft etwas tollpatschigen und naiven Bauern, der vom munteren Treiben seiner Tiere nie etwas mitbekommt, nacheifern zu wollen: ob auf kulinarischer ("Pizzaservice"), kultureller ("Das kleine Horrorschaf") oder künstlerischer Ebene ("Das Stillleben"). Shaun hat immer eine mehr oder minder gute Idee, die er mutig in die Tat umsetzt. Sehr zum Schrecken des braven Hütehundes Bitzer, der - typisch englisch - eigentlich nur in Ruhe seinen Tee trinken und Kreuzworträtsel lösen will. Die Missionen laufen bei allen Anspielungen auf Actionfilme wie "Rocky" immer weitgehend gewaltfrei ab - auch wenn die Schweine, mit denen die Schafe in verfeindeter Nachbarschaft leben - Shaun ziemlich übel mitspielen.
Alle Abenteuer spielen sich in der Erfahrungswelt von Kindern ab ("Der Drachen"). Doch durch die raffinierte Machart und die versteckten Anspielungen ist "Shaun, das Schaf" auch (oder gerade) für die Erwachsenen ein absolutes Vergnügen. Dabei kommen die Episoden dank Sounddesign und dem gelungenen Einsatz von Musik völlig ohne Sprache aus.
Der einzige Wermutstropfen der DVD: Es sind nur acht Folgen drauf. Aber ab Mitte Oktober wiederholt der KiKa "Shaun das Schaf" wieder. Insgesamt gibt es 40 Episoden. Und was noch nicht auf DVD ist, kann ja noch werden.
(Erschienen: 04.10.2007 10:07)
Denn endlich hat das Elend der verpassten KiKa-Folgen vom April oder der "Sendungen mit der Maus" ein Ende. In voller siebenminütiger Länge sind immerhin acht Episoden des mutigen, erfindungs- und trickreichen Knetmassen-Schafs fürs Heimkino erhältlich.
Klar: Shaun macht gern Unfug und ist nicht besonders brav. Und dafür lieben ihn Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Vor zwölf Jahren hoben ihn die Macher von "Wallace & Gromit" mittels Stop-Motion aus der Taufe. Nick Park erkannte Shauns Potenzial und ließ ihn aus "Unter Schafen" (1995) ausbrechen, um ihm ein eigenständiges Leben auf einem kleinen englischen Bauernhof inmitten einer eher tumben Herde zu gewähren.
Dort haben die Schafe mit so manchen Problemen zu kämpfen: Mal sind es die futterneidischen Schweine, die ihnen die Äpfel vom Baum nicht gönnen ("Die Apfelernte"), mal ist es die Fresssucht des dicken Schafes Shirley ("Abspecken mit Shaun"). Doch am häufigsten ist es das Bestreben der Schafe (allen voran des cleveren Shauns), dem oft etwas tollpatschigen und naiven Bauern, der vom munteren Treiben seiner Tiere nie etwas mitbekommt, nacheifern zu wollen: ob auf kulinarischer ("Pizzaservice"), kultureller ("Das kleine Horrorschaf") oder künstlerischer Ebene ("Das Stillleben"). Shaun hat immer eine mehr oder minder gute Idee, die er mutig in die Tat umsetzt. Sehr zum Schrecken des braven Hütehundes Bitzer, der - typisch englisch - eigentlich nur in Ruhe seinen Tee trinken und Kreuzworträtsel lösen will. Die Missionen laufen bei allen Anspielungen auf Actionfilme wie "Rocky" immer weitgehend gewaltfrei ab - auch wenn die Schweine, mit denen die Schafe in verfeindeter Nachbarschaft leben - Shaun ziemlich übel mitspielen.
Alle Abenteuer spielen sich in der Erfahrungswelt von Kindern ab ("Der Drachen"). Doch durch die raffinierte Machart und die versteckten Anspielungen ist "Shaun, das Schaf" auch (oder gerade) für die Erwachsenen ein absolutes Vergnügen. Dabei kommen die Episoden dank Sounddesign und dem gelungenen Einsatz von Musik völlig ohne Sprache aus.
Der einzige Wermutstropfen der DVD: Es sind nur acht Folgen drauf. Aber ab Mitte Oktober wiederholt der KiKa "Shaun das Schaf" wieder. Insgesamt gibt es 40 Episoden. Und was noch nicht auf DVD ist, kann ja noch werden.
(Erschienen: 04.10.2007 10:07)




























































