Schüler tauschen sich über soziale Dienste aus
Soziales Tun - sei es beim THW, der freiwilligen Feuerwehr oder in der Betreuung behinderter Menschen - wird großgeschrieben in der pädagogischen Konzeption der Bildungsstätte. Bereits der Pädagoge und Schulgründer Kurt Hahn führte das Mitarbeiten von Schülern in der Seenotrettung und später auch in Feuerwehr und THW ein. So ist es heute selbstverständlich, dass jeder Schüler ab der zehnten Klasse mindestens einmal wöchentlich eine soziale Aufgabe übernimmt.
Welche Wirkung dieses Tun auf die jungen Menschen hat, was es für sie bedeutet und mit welchen Problemen sie dabei zu kämpfen haben: Davon konnten sich die Kongressteilnehmer überzeugen. Nicht ohne Stolz berichteten die jungen Leute von vielen ehrenamtlichen Einsätzen in den von ihnen frei gewählten Disziplinen. Der 18-jährige Philipp Grenzenbach und sein "THW-Kollege" Felix Struckmann lobten das Know-how, das neben schulischem Wissen vermittelt wird. "Wir lernen hier technisches Geräte, wie Kettensägen richtig zu bedienen", erzählte Philipp den Seminarteilnehmern. Auch Holz- und Metallbearbeitung sowie Beleuchtung von Unfallstellen stünden auf seinem Lehrplan. Doch es gibt auch heikle Situationen für die Schüler. Hendrik, der bereits sein Abi in der Tasche hat und am liebsten Medizin studieren will, berichtete aus seiner Arbeit im Sanitätsdienst, wo neben alltäglichen Einsätzen wie Sportunfällen und Behandlung von übermäßigem Alkoholgenuss auch einmal eine Reanimation mit tödlichem Ausgang vorgekommen ist. "Das macht einen sehr betroffen", weiß der Sanitäter zu berichten. Hilfsangebote gebe es in solchen Fällen genug, vom Schulseelsorger über Kollegen bis hin zu Therapeuten. Allerdings will er, wie die übrigen Schüler auch, seinen Einsatz nicht missen. Schließlich macht er über seine Schulzeit hinaus weiter und hat hier auch seine Berufung gefunden.
(Erschienen: 06.10.2008 00:07)
Soziales Tun - sei es beim THW, der freiwilligen Feuerwehr oder in der Betreuung behinderter Menschen - wird großgeschrieben in der pädagogischen Konzeption der Bildungsstätte. Bereits der Pädagoge und Schulgründer Kurt Hahn führte das Mitarbeiten von Schülern in der Seenotrettung und später auch in Feuerwehr und THW ein. So ist es heute selbstverständlich, dass jeder Schüler ab der zehnten Klasse mindestens einmal wöchentlich eine soziale Aufgabe übernimmt.
Welche Wirkung dieses Tun auf die jungen Menschen hat, was es für sie bedeutet und mit welchen Problemen sie dabei zu kämpfen haben: Davon konnten sich die Kongressteilnehmer überzeugen. Nicht ohne Stolz berichteten die jungen Leute von vielen ehrenamtlichen Einsätzen in den von ihnen frei gewählten Disziplinen. Der 18-jährige Philipp Grenzenbach und sein "THW-Kollege" Felix Struckmann lobten das Know-how, das neben schulischem Wissen vermittelt wird. "Wir lernen hier technisches Geräte, wie Kettensägen richtig zu bedienen", erzählte Philipp den Seminarteilnehmern. Auch Holz- und Metallbearbeitung sowie Beleuchtung von Unfallstellen stünden auf seinem Lehrplan. Doch es gibt auch heikle Situationen für die Schüler. Hendrik, der bereits sein Abi in der Tasche hat und am liebsten Medizin studieren will, berichtete aus seiner Arbeit im Sanitätsdienst, wo neben alltäglichen Einsätzen wie Sportunfällen und Behandlung von übermäßigem Alkoholgenuss auch einmal eine Reanimation mit tödlichem Ausgang vorgekommen ist. "Das macht einen sehr betroffen", weiß der Sanitäter zu berichten. Hilfsangebote gebe es in solchen Fällen genug, vom Schulseelsorger über Kollegen bis hin zu Therapeuten. Allerdings will er, wie die übrigen Schüler auch, seinen Einsatz nicht missen. Schließlich macht er über seine Schulzeit hinaus weiter und hat hier auch seine Berufung gefunden.
(Erschienen: 06.10.2008 00:07)
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