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Scannen und Kopieren: Mufu ist für alles da

Hannover/Berlin / dpa/tmn Multifunktionsgeräte - Mufus - sind eierlegende Wollmilchsäue. In den einzelnen Disziplinen sollte man zwar keine Profileistungen erwarten und beim Ausfall einer Funktionseinheit muss gleich das ganze Gerät in Reparatur. Wem das jedoch nichts ausmacht, der kann den Kauf eines Kombinationsgeräts getrost in Erwägung ziehen.

Wem das jedoch nichts ausmacht, der kann den Kauf eines Kombinationsgeräts getrost in Erwägung ziehen. Nach Zahlen der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt/Main wurden 2005 in Deutschland 2,06 Millionen «Mufus» verkauft. 2007 waren es bereits 2,79 Millionen Stück. Ein Zuwachs von fünf Prozent ist die Prognose für 2008.

Vor dem Kauf sollte die Frage stehen, in welchem Bereich das Gerät eingesetzt werden soll. «Wenn man viel druckt, ist man mit Laser gut bedient», empfiehlt Jaroslav Smycek, Technikexperte bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover. Für den echten Büroeinsatz überzeugten Laser-Druckwerke mit Geschwindigkeit und Druckqualität. Der Privatanwender, der gerne auch Fotos und in Farbe druckt, wird aber zum Tintenstrahler greifen - denn Farblaser-Mufus kosten noch gut und gern das Dreifache ihrer Tintenstrahl-Pendants.

Der Käufer in spe sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, welche Funktionen er genau braucht. Gehören beispielsweise bei einzeln gekauften Scannern Durchlichteinheiten für Dias oder Negative oft zum Lieferumfang, kann es sein, dass die Einheiten für das Mufu noch nicht einmal als Zubehör zu bekommen sind. Auch die Scanner-Technologie sollte unter die Lupe genommen werden, rät Smycek. Wer oft Bücher oder anderes Dreidimensionales ablichten muss, sollte auf die CCD-Technik achten. «Damit werden Gegenstände klar dargestellt», sagt der Experte. Die günstigere CIS-Technik bietet hingegen nur eine geringe Tiefenschärfe.

Besonders wichtig sind die Druckkosten. In einem Mufu-Test der Stiftung Warentest in Berlin schafften die genügsamsten Tinten-Geräte 2006 Kosten von 3 Cent je DIN-A4-Seite und 100 Cent je Farbseite. 2008 haben es die besten Geräte geschafft, diese Kosten zu halbieren.

Bei den preiswertesten Mufu-Geräten - Straßenpreis ab 50 Euro - stellten die Tester aber auch 2008 «recht hohe» Druckkosten fest. «Darum lohnen sie nur, wenn man nur gelegentlich druckt», lautet die Empfehlung der Stiftung Warentest. Bester Farbtinten-Mufu wurde mit der Note 2,1 der Canon Pixma MP610 (ab rund 120 Euro).

Bessere Scan-Ergebnisse, ebenfalls gute Drucke und Kopien und besonders günstige Textdrucke liefere der einfacher ausgestattete und mit der Note 2,3 bewertete HP Officejet Pro L7480 (ab 180 Euro). Ebenfalls mit 2,3 bewertet wurde der Epson Stylus Photo RX685 (ab 140 Euro). Mit sehr gutem und sehr schnellem Textdruck «hervorragend für Büromenschen, nicht jedoch für Hobbyfotografen» eignen sich den Warentestern zufolge die jeweils mit der Note 2,5 getesteten Schwarzweiß-Laser-Mufus Samsung SCX-4200 (ab 110 Euro) und HP LaserJet M1005 MFP. Letzterer ist durch das Nachfolgemodell Laserjet M1120 MFP ersetzt worden.

Wer bereits einen kostengünstig arbeitenden Drucker erstanden hat, kann übrigens noch einmal beim Tintenkauf Geld sparen. «Fremdtinte ist von der Qualität nicht viel schlechter als die Originaltinte der Hersteller», sagt Verbraucherschützer Jaroslav Smycek. Tests hätten mitunter auch schon bessere Bewertungen für die Fremd- als für die Originaltinte ergeben. Grundsätzlich gelte: «Man kann sicherlich die Hälfte der Druckkosten sparen.»

Auch wenn Mufus nicht alle Funktionen professioneller Einzelgeräte bieten, kann sich etwas Suchen bei speziellen Bedürfnissen durchaus lohnen. So gibt es beispielsweise immer mehr Mufus mit Netzwerkanschluss (LAN), Dokumenteneinzug oder Duplexdruck, also dem Bedrucken von Vorder- und Rückseite, ohne das Papier von Hand wenden zu müssen.

Auch Mufus, die bis zum DIN-A3-Format arbeiten, sind erhältlich. Speicherkarten-Slots oder zumindest USB zum Anschluss einer Digitalkamera und der Direktausdruck von Bildern sind inzwischen - wie auch kleine Vorschau-Displays - fast schon Standard.

(Erschienen: 03.11.2008 09:43)

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