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Russlands NOK-Chef tritt nach Olympia-Pleite ab

Rücktritt
Rücktritt

Moskau / dpa Russlands Olympia-Debakel hat erste personelle Folgen. Nach scharfer Kritik von Kremlchef Dmitri Medwedew trat der Chef des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Leonid Tjagatschow, zurück.

Der Schritt hänge vermutlich mit dem schlechten Abschneiden der russischen Athleten in Vancouver zusammen, sagte ein NOK-Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax. Der 63 Jahre alte Tjagatschow, der auch der private Ski-Lehrer von Regierungschef Wladimir Putin ist, war 2001 in das Amt gewählt worden und hatte 2009 noch den Zuschlag für eine dritte Amtszeit erhalten. Zuvor war er Sport- und Tourismus-Minister Russlands gewesen. In den 1970er Jahren war Tjagatschow Cheftrainer der sowjetischen Nationalmannschaft im Ski-Abfahrtslauf.

Medwedew hatte die für das Olympia-Debakel Verantwortlichen zum Rücktritt aufgefordert. Er verglich die Sport-Funktionäre mit "vollgefressenen Katern". Sportminister Witali Mutko hatte zurückhaltend auf die Forderung des Präsidenten reagiert. Russland hatte in Vancouver mit lediglich 15 Medaillen - darunter drei goldene - das selbstgesteckte Ziel von 27 bis 31 Medaillen klar verfehlt.

(Erschienen: 03.03.2010 16:10)

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