Rocklegenden und Gitarren reißen in Rainau-Buch 6000 mit
Der stand, später entsprechend illuminiert, unter dem Zeichen eines riesigen stählernen Adlers über der Bühne, als eindeutiges Attribut für einen Abend der heftig rockenden Strom-Gitarren. Ziemlich deutlich erinnert Eisbrecher an Rammstein. Wuchtige Akkorde, satte Elektro-Parts und ein Sound, der voll auf den Bauch geht, wie etwa „Heilig“ von der neuen CD.
„Deutsche Roboter“ ist eine Rock-Techno-Nummer als Stechschritt-Persiflage auf deutsche Tugenden. Mit „Miststück“ erinnern Eisbrecher an ihre Wurzeln mit der Combo Megaherz.
Wie groß die Unterschiede im gleichen Genre sein können, zeigen dann Gravedigger. Ein schwarzer Kapuzenmann betritt die Bühne und setzt sich ans Key- board. Melodischer Rock wie „Wedding Day“ von 1994, dem Jahr der Gravedigger-Reunion, „Silent Revolution“ und „Last supper“, eine Rock-Ballade auf Jesus’ letzte Stunden, haben sie mitgebracht.
Als Biff Byford mit seinen Mannen die Bühne betritt, skandieren die Fans lauthals „Saxon, Saxon“, und der Frontmann blickt auf den Adler und grüßt „Rainau am Limes“ auf Herzlichste. Einige der alten Songs verspricht er. Also solche Heavy-Kracher wie „Never surrender“, natürlich „Wheels of steel“, aber auch Nummern vom neuen Album. Die Rock-Ikonen begeistern die Fans mit dem typischen treibenden, manchmal hymnenartigen Saxon-Sound.
„Ballroom Blitz“ und „Alice“
Noch mehr Ikonen gibt es am Samstagabend. 4000 Fans so ziemlich aller Altersklassen sind vor der Bühne versammelt und erleben eine Retro-Rock-Show der Extraklasse. Unter dem Banner der „Classic Rock Night“ heizen die Rubettes etwa mit ihrem 74er-Hit „Sugar Baby Love“ die Fans an. Die Liediste von Sweet ist eine einzige Abfolge von bekannten Hits: „Fox on the run“, der „Ballroom Blitz“, „Block Buster“, „Little Willy“ und natürlich „Love is like oxygen“ – die Fans sind aus dem Häuschen und bereiten Sweet eine frenetisch jubelnde Audienz.Auf Slade haben die Gäste gewartet und sie werden nicht enttäuscht von der dritterfolgreichsten englischen Rock-Band aller Zeiten. Nur die Beatles und die Rolling Stones haben ihnen den Rang abgelaufen. Auch ihre Hits kennt jeder. „Far, far away“, „Run, run away“ mit Geigeneinsatz und „My oh my“ – den Schmachtfetzen nutzen viele Pärchen zu einer Stehblues-Einlage.
Die Songs des Hauptacts Smokie dürfen in keiner Klassik-Rock-Sammlung fehlen, und die Fans, darunter viele gesetzteren Alters, kennen jede Passage von „Lay back in the arms of someone“, „Needles and pins“ und dem nicht ganz so populären „Mexican Love“. Kurz vor Ende gibt’s dann endlich „Alice“. Jetzt ist alles gut. Ganz langsam, mit einem Lächeln im Gesicht und den Ohrwurm immer noch auf den Lippen, verlassen die Scharen das Gelände am Schützenhaus. Zwei großartige Abende des Rock mit echten Rock-Legende sind zu Ende.
Bildergalerie: Der Limes rockt
(Erschienen: 08.06.2009 09:00)
Der stand, später entsprechend illuminiert, unter dem Zeichen eines riesigen stählernen Adlers über der Bühne, als eindeutiges Attribut für einen Abend der heftig rockenden Strom-Gitarren. Ziemlich deutlich erinnert Eisbrecher an Rammstein. Wuchtige Akkorde, satte Elektro-Parts und ein Sound, der voll auf den Bauch geht, wie etwa „Heilig“ von der neuen CD.
„Deutsche Roboter“ ist eine Rock-Techno-Nummer als Stechschritt-Persiflage auf deutsche Tugenden. Mit „Miststück“ erinnern Eisbrecher an ihre Wurzeln mit der Combo Megaherz.
Wie groß die Unterschiede im gleichen Genre sein können, zeigen dann Gravedigger. Ein schwarzer Kapuzenmann betritt die Bühne und setzt sich ans Key- board. Melodischer Rock wie „Wedding Day“ von 1994, dem Jahr der Gravedigger-Reunion, „Silent Revolution“ und „Last supper“, eine Rock-Ballade auf Jesus’ letzte Stunden, haben sie mitgebracht.
Als Biff Byford mit seinen Mannen die Bühne betritt, skandieren die Fans lauthals „Saxon, Saxon“, und der Frontmann blickt auf den Adler und grüßt „Rainau am Limes“ auf Herzlichste. Einige der alten Songs verspricht er. Also solche Heavy-Kracher wie „Never surrender“, natürlich „Wheels of steel“, aber auch Nummern vom neuen Album. Die Rock-Ikonen begeistern die Fans mit dem typischen treibenden, manchmal hymnenartigen Saxon-Sound.
„Ballroom Blitz“ und „Alice“
Noch mehr Ikonen gibt es am Samstagabend. 4000 Fans so ziemlich aller Altersklassen sind vor der Bühne versammelt und erleben eine Retro-Rock-Show der Extraklasse. Unter dem Banner der „Classic Rock Night“ heizen die Rubettes etwa mit ihrem 74er-Hit „Sugar Baby Love“ die Fans an. Die Liediste von Sweet ist eine einzige Abfolge von bekannten Hits: „Fox on the run“, der „Ballroom Blitz“, „Block Buster“, „Little Willy“ und natürlich „Love is like oxygen“ – die Fans sind aus dem Häuschen und bereiten Sweet eine frenetisch jubelnde Audienz.Auf Slade haben die Gäste gewartet und sie werden nicht enttäuscht von der dritterfolgreichsten englischen Rock-Band aller Zeiten. Nur die Beatles und die Rolling Stones haben ihnen den Rang abgelaufen. Auch ihre Hits kennt jeder. „Far, far away“, „Run, run away“ mit Geigeneinsatz und „My oh my“ – den Schmachtfetzen nutzen viele Pärchen zu einer Stehblues-Einlage.
Die Songs des Hauptacts Smokie dürfen in keiner Klassik-Rock-Sammlung fehlen, und die Fans, darunter viele gesetzteren Alters, kennen jede Passage von „Lay back in the arms of someone“, „Needles and pins“ und dem nicht ganz so populären „Mexican Love“. Kurz vor Ende gibt’s dann endlich „Alice“. Jetzt ist alles gut. Ganz langsam, mit einem Lächeln im Gesicht und den Ohrwurm immer noch auf den Lippen, verlassen die Scharen das Gelände am Schützenhaus. Zwei großartige Abende des Rock mit echten Rock-Legende sind zu Ende.
Bildergalerie: Der Limes rockt
(Erschienen: 08.06.2009 09:00)
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