Reisende begeistert das Miteinander
Ein Tanz aus der Nachbarschaft Syriens und ein orientalischer Tanz, vorgeführt von jungen Mädchen unter der Leitung von Nese Ötztürk, bildeten eine energievolle Einleitung zum syrischen Abend. Die Sprecherin des "Arbeitskreises Dialog zwischen Christen und Muslime - Pro Lindau", Judith Rauschmayr, begrüßte zusammen mit Stadträtin Ursula Krieger die zahlreichen Besucher.
Alle fühlen sich als Syrer
Der bayerische Landesvorsitzende des deutsch-syrischen Verbandes, Tarek Abdin Bey, verwies darauf, dass sich in Syrien Muslime und Christen gleichermaßen als Syrer fühlten. Jeder gute Muslime sei auch ein guter Christ, habe schließlich auch ein Mufti gegenüber dem letzten Papst zu bedenken gegeben.
Im April organisierte der Lindauer Adnan Wahhoud für sechs Personen eine elftägige Reise in seine syrische Heimat - nicht nur zu den touristischen Attraktionen, sondern vor allem zu den Menschen. Zwei Reiseteilnehmer, die ehemalige Lehrerin Gabriele Ruprecht aus Bodolz und der evangelische Pfarrer im Ruhestand Klaus Baumgärtel aus Heimenkirch schilderten in Wort und Bild ihre persönlichen Reiseeindrücke.
"Wir wohnten gemeinsam mit Christen und Muslimen in einer Wohnung", erzählten die beiden Syrienreisenden und fügten hinzu: "Es wurde viel gelacht." In Damaskus beeindruckte sie die ungeahnte Vielfalt der Gewürze, eine Moschee mitten im Basar sowie das Nebeneinander von Minarett und Kirchen. Judentum, Christentum und Islam begegneten sich in Syrien schon immer. Mancher einstige Tempel entwickelte sich im Laufe der Geschichte zuerst zur Kirche und später zur Moschee.
Glocken läuten in Damaskus
Im muslimischen Syrien mit 15 Prozent Christen ruht dem Glauben nach in der Omajadenmoschee das Haupt des Täufers Johannes. Saulus verwandelte sich in diesem Land zum Paulus, und von einem bekannten Klosterbrunnen erhoffen sich Muslime und Christen gleichermaßen Heilung. Die Glocken der christlichen Kirchen, wovon es allein in der Altstadt von Damaskus 13 gibt, dürfen selbstverständlich geläutet werden. Ebenso wie beim Dialog in Lindau treffen sich in Syrien Christen und Muslime regelmäßig zu Gesprächen, und sie schenken sich etwas zu den Festen. Die christlichen Gottesdienste, so konnten sich die Mitteleuropäer überzeugen, seien dort gut besucht.
Nach dem Dialog der Religionen, so regten die Heimkehrer an, sollte die private menschliche Begegnung folgen. Die verschiedenen Konfessionen sollten miteinander feiern und beten. Die monotheistischen Religionen Ju-dentum, Christentum und Muslime, könnten so zu einem Miteinander finden, wünschten sich Gabriele Ruprecht und Klaus Baumgärtel abschließend.
(Erschienen: 01.10.2009 00:05)
Ein Tanz aus der Nachbarschaft Syriens und ein orientalischer Tanz, vorgeführt von jungen Mädchen unter der Leitung von Nese Ötztürk, bildeten eine energievolle Einleitung zum syrischen Abend. Die Sprecherin des "Arbeitskreises Dialog zwischen Christen und Muslime - Pro Lindau", Judith Rauschmayr, begrüßte zusammen mit Stadträtin Ursula Krieger die zahlreichen Besucher.
Alle fühlen sich als Syrer
Der bayerische Landesvorsitzende des deutsch-syrischen Verbandes, Tarek Abdin Bey, verwies darauf, dass sich in Syrien Muslime und Christen gleichermaßen als Syrer fühlten. Jeder gute Muslime sei auch ein guter Christ, habe schließlich auch ein Mufti gegenüber dem letzten Papst zu bedenken gegeben.
Im April organisierte der Lindauer Adnan Wahhoud für sechs Personen eine elftägige Reise in seine syrische Heimat - nicht nur zu den touristischen Attraktionen, sondern vor allem zu den Menschen. Zwei Reiseteilnehmer, die ehemalige Lehrerin Gabriele Ruprecht aus Bodolz und der evangelische Pfarrer im Ruhestand Klaus Baumgärtel aus Heimenkirch schilderten in Wort und Bild ihre persönlichen Reiseeindrücke.
"Wir wohnten gemeinsam mit Christen und Muslimen in einer Wohnung", erzählten die beiden Syrienreisenden und fügten hinzu: "Es wurde viel gelacht." In Damaskus beeindruckte sie die ungeahnte Vielfalt der Gewürze, eine Moschee mitten im Basar sowie das Nebeneinander von Minarett und Kirchen. Judentum, Christentum und Islam begegneten sich in Syrien schon immer. Mancher einstige Tempel entwickelte sich im Laufe der Geschichte zuerst zur Kirche und später zur Moschee.
Glocken läuten in Damaskus
Im muslimischen Syrien mit 15 Prozent Christen ruht dem Glauben nach in der Omajadenmoschee das Haupt des Täufers Johannes. Saulus verwandelte sich in diesem Land zum Paulus, und von einem bekannten Klosterbrunnen erhoffen sich Muslime und Christen gleichermaßen Heilung. Die Glocken der christlichen Kirchen, wovon es allein in der Altstadt von Damaskus 13 gibt, dürfen selbstverständlich geläutet werden. Ebenso wie beim Dialog in Lindau treffen sich in Syrien Christen und Muslime regelmäßig zu Gesprächen, und sie schenken sich etwas zu den Festen. Die christlichen Gottesdienste, so konnten sich die Mitteleuropäer überzeugen, seien dort gut besucht.
Nach dem Dialog der Religionen, so regten die Heimkehrer an, sollte die private menschliche Begegnung folgen. Die verschiedenen Konfessionen sollten miteinander feiern und beten. Die monotheistischen Religionen Ju-dentum, Christentum und Muslime, könnten so zu einem Miteinander finden, wünschten sich Gabriele Ruprecht und Klaus Baumgärtel abschließend.
(Erschienen: 01.10.2009 00:05)
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