Referent warnt vor Strahlenbelastung
Referent Ulrich Weiner hat das Funken als Hobby für sich schon als Kind entdeckt und es später zum Beruf gemacht. Er ist gelernter Funktechniker und hat sich früh mit der Installation von Autotelefonen selbständig gemacht.
Sein Unternehmen war erfolgreich, Funktechnik war seine Welt. "Und ich war der Letzte, der darin eine Gefahr gesehen hat", sagt Weiner. Dann seien Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Sehstörungen gekommen. Sein Zustand habe sich von Jahr zu Jahr verschlechtert, bis er 2001 einen körperlichen Zusammenbruch erlitten habe, berichtet er.
Mittlerweile habe die Universitätsklinik eine hochgradige Elektrosensibilität bei Weiner diagnostiziert. Er könne sich nur noch für kurze Zeit im Bereich von Funkstrahlung aufhalten, ohne an schwerwiegenden Symptomen zu leiden. Dann ziehe er sich in seinen Wohnwagen zurück, den er - "im besten Funkloch, das ich kenne" - im Schwarzwald aufgestellt hat.
Vortrag im Schutzanzug
Den Vortrag in Christazhofen hielt Ulrich Weiner im Strahlen-Schutzanzug, dennoch koste dieser Vortrag ihn am folgenden Tag Bettruhe, sagt er, um sich von der Belastung zu erholen. Über 50 betroffene Argenbühler folgten den Ausführungen des Funktechnikers mit wachsender Besorgnis angesichts der Tatsache, dass in Argenbühl zwei über 40 Meter hohe Funkmasten geplant sind.
Der Grundstückseigner für den Masten in Ratzenried-Berg hat dem Mobilfunkanbieter bereits eine Zusage erteilt. 300 Bürger haben inzwischen die Unterschriftensammlung unterschrieben. Bürgermeister Josef Köberle informierte ein Mitglied der Interessengemeinschaft schriftlich darüber, dass er die Unterschriftensammlung dem Mobilfunkbetreiber mit der Bitte, die Ängste der Bürger zu respektieren, vorgelegt habe.
"Bei Einhaltungen der gesetzlichen Grenzwerte können bei den gegebenen Abständen, rechtlich gesehen, keine Bedenken gegen das Vorhaben vorgetragen werden", heißt es in der Stellungnahme Köberles weiter. Vielmehr würde die Gemeinde das Risiko einer Schadensersatzpflicht auf sich nehmen. Masten, die eine Höhe von zehn Metern nicht überschreiten, seien nicht genehmigungspflichtig. Köberle fordert in dem Schreiben alle Bürger dazu auf, ihre Grundstücke oder Gebäude nicht für Mobilfunkzwecke zur Verfügung zu stellen.
"Die Einhaltung der Grenzwerte schließt das gesundheitliche Risiko keinesfalls aus", betont Weiner. Wichtig sei bei der Belastung durch Funkstrahlung der Faktor Zeit.
Kinder sollen gefährdet sein
Dauerhaftes Ausgesetzt sein führe zunächst zu einzelnen Symptomen, später zu gravierenden Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Krebs, Parkinson oder Alzheimer. Besonders gefährdet seien Kinder.
Weiner wies auch auf die Gefahr hin, die von Schnurlos-Telefonen ausgehe. "Die strahlen auch, wenn man nicht telefoniert", sagte er und demonstrierte die Strahlung mit einem Messgerät.
(Erschienen: 07.08.2008 00:07)
Referent Ulrich Weiner hat das Funken als Hobby für sich schon als Kind entdeckt und es später zum Beruf gemacht. Er ist gelernter Funktechniker und hat sich früh mit der Installation von Autotelefonen selbständig gemacht.
Sein Unternehmen war erfolgreich, Funktechnik war seine Welt. "Und ich war der Letzte, der darin eine Gefahr gesehen hat", sagt Weiner. Dann seien Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Sehstörungen gekommen. Sein Zustand habe sich von Jahr zu Jahr verschlechtert, bis er 2001 einen körperlichen Zusammenbruch erlitten habe, berichtet er.
Mittlerweile habe die Universitätsklinik eine hochgradige Elektrosensibilität bei Weiner diagnostiziert. Er könne sich nur noch für kurze Zeit im Bereich von Funkstrahlung aufhalten, ohne an schwerwiegenden Symptomen zu leiden. Dann ziehe er sich in seinen Wohnwagen zurück, den er - "im besten Funkloch, das ich kenne" - im Schwarzwald aufgestellt hat.
Vortrag im Schutzanzug
Den Vortrag in Christazhofen hielt Ulrich Weiner im Strahlen-Schutzanzug, dennoch koste dieser Vortrag ihn am folgenden Tag Bettruhe, sagt er, um sich von der Belastung zu erholen. Über 50 betroffene Argenbühler folgten den Ausführungen des Funktechnikers mit wachsender Besorgnis angesichts der Tatsache, dass in Argenbühl zwei über 40 Meter hohe Funkmasten geplant sind.
Der Grundstückseigner für den Masten in Ratzenried-Berg hat dem Mobilfunkanbieter bereits eine Zusage erteilt. 300 Bürger haben inzwischen die Unterschriftensammlung unterschrieben. Bürgermeister Josef Köberle informierte ein Mitglied der Interessengemeinschaft schriftlich darüber, dass er die Unterschriftensammlung dem Mobilfunkbetreiber mit der Bitte, die Ängste der Bürger zu respektieren, vorgelegt habe.
"Bei Einhaltungen der gesetzlichen Grenzwerte können bei den gegebenen Abständen, rechtlich gesehen, keine Bedenken gegen das Vorhaben vorgetragen werden", heißt es in der Stellungnahme Köberles weiter. Vielmehr würde die Gemeinde das Risiko einer Schadensersatzpflicht auf sich nehmen. Masten, die eine Höhe von zehn Metern nicht überschreiten, seien nicht genehmigungspflichtig. Köberle fordert in dem Schreiben alle Bürger dazu auf, ihre Grundstücke oder Gebäude nicht für Mobilfunkzwecke zur Verfügung zu stellen.
"Die Einhaltung der Grenzwerte schließt das gesundheitliche Risiko keinesfalls aus", betont Weiner. Wichtig sei bei der Belastung durch Funkstrahlung der Faktor Zeit.
Kinder sollen gefährdet sein
Dauerhaftes Ausgesetzt sein führe zunächst zu einzelnen Symptomen, später zu gravierenden Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Krebs, Parkinson oder Alzheimer. Besonders gefährdet seien Kinder.
Weiner wies auch auf die Gefahr hin, die von Schnurlos-Telefonen ausgehe. "Die strahlen auch, wenn man nicht telefoniert", sagte er und demonstrierte die Strahlung mit einem Messgerät.
(Erschienen: 07.08.2008 00:07)
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