Rechte Szene ist im Allgäu auf dem Rückzug
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West registrierte in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt acht Gewaltdelikte mit rechtsextremem Hintergrund und 148 sonstige Straftaten wie beispielsweise Schmierereien. Bundesweit ist die Anzahl der rechtsextrem motivierten Straftaten nach neuesten Angaben der Bundesregierung dagegen auf Rekordniveau angestiegen.
Keine strukturierte Szene
Alber warnt allerdings davor, die Situation zu verharmlosen. "Wir müssen wachsam bleiben, denn auch in unserer Region ist rechtsextremes Potenzial vorhanden", sagte der Leiter des Sachgebiets Kriminalitätsbekämpfung am Polizeipräsidium. Es gebe im Allgäu jedoch keine strukturierte, homogene Szene und auch keine einschlägigen Szene-Treffpunkte. Zudem sei die rechte Szene im Allgäu im Vorjahr geschrumpft. "Während wir 2007 noch 175 Personen diesem Kreis zuordneten, waren es 2008 nur noch 130", erklärt Alber. Darunter seien aber viele "Kontaktpersonen". Also Personen, die mit Rechtsextremen Kontakt haben.
Das Dreiländereck, schon des Öfteren ein Brennpunkt der Szene, bildet Albers Ansicht nach kein besonderes Problem. "Unseres Wissens nach findet ein Transfer der Szene in unsere Region nicht statt." In Vorarlberg ging die Zahl der rechtsextremen Vorfälle von 34 im Jahr 2007 auf 19 im Jahr 2008 zurück.
Prävention ist wichtig
Wichtigstes Mittel in der Bekämpfung des Rechtsextremismus ist für die Polizei neben der Strafverfolgung die Prävention. Diese wird vor allem durch Vorträge an Schulen und Behörden vorangetrieben. Die rechte Szene hat laut SPD-Bundestagsabgeordnetem Martin Gerster aus Biberach (Baden-Württemberg) in jüngster Zeit vor allem Jugendliche in ihr Visier genommen. So werden beispielsweise auf Schulhöfen CDs mit rechten Inhalten verteilt.
Abgesehen von drei Vorkommnissen blieb es laut Polizei in der Region in den vergangenen Jahren ruhig. Man habe weder Konzerte noch sonstige Veranstaltungen registriert, erklärt Alber.
(Erschienen: 23.02.2009 00:06)
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West registrierte in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt acht Gewaltdelikte mit rechtsextremem Hintergrund und 148 sonstige Straftaten wie beispielsweise Schmierereien. Bundesweit ist die Anzahl der rechtsextrem motivierten Straftaten nach neuesten Angaben der Bundesregierung dagegen auf Rekordniveau angestiegen.
Keine strukturierte Szene
Alber warnt allerdings davor, die Situation zu verharmlosen. "Wir müssen wachsam bleiben, denn auch in unserer Region ist rechtsextremes Potenzial vorhanden", sagte der Leiter des Sachgebiets Kriminalitätsbekämpfung am Polizeipräsidium. Es gebe im Allgäu jedoch keine strukturierte, homogene Szene und auch keine einschlägigen Szene-Treffpunkte. Zudem sei die rechte Szene im Allgäu im Vorjahr geschrumpft. "Während wir 2007 noch 175 Personen diesem Kreis zuordneten, waren es 2008 nur noch 130", erklärt Alber. Darunter seien aber viele "Kontaktpersonen". Also Personen, die mit Rechtsextremen Kontakt haben.
Das Dreiländereck, schon des Öfteren ein Brennpunkt der Szene, bildet Albers Ansicht nach kein besonderes Problem. "Unseres Wissens nach findet ein Transfer der Szene in unsere Region nicht statt." In Vorarlberg ging die Zahl der rechtsextremen Vorfälle von 34 im Jahr 2007 auf 19 im Jahr 2008 zurück.
Prävention ist wichtig
Wichtigstes Mittel in der Bekämpfung des Rechtsextremismus ist für die Polizei neben der Strafverfolgung die Prävention. Diese wird vor allem durch Vorträge an Schulen und Behörden vorangetrieben. Die rechte Szene hat laut SPD-Bundestagsabgeordnetem Martin Gerster aus Biberach (Baden-Württemberg) in jüngster Zeit vor allem Jugendliche in ihr Visier genommen. So werden beispielsweise auf Schulhöfen CDs mit rechten Inhalten verteilt.
Abgesehen von drei Vorkommnissen blieb es laut Polizei in der Region in den vergangenen Jahren ruhig. Man habe weder Konzerte noch sonstige Veranstaltungen registriert, erklärt Alber.
(Erschienen: 23.02.2009 00:06)
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