"Ravensburg hat den Rave"
Heiß ist es, als um zwanzig nach acht der Vorhang fällt und Farin mit seiner Band losrockt. Mit der Krachgartentour stellt der "Ärzte"-Sänger und Gitarrist sein drittes Studioalbum als Solokünstler vor. Sofortiger Blickfang sind die sechs weiblichen Bandmitglieder. Farin singt "Es gibt Leute, die gut tanzen, ich gehöre nicht dazu", dafür können seine Rockmädels das umso besser. Drei Sängerinnen im Hintergrund, eine am Bass und eine an der Gitarre stellen ihre Headbanging- und Hüftschwung-Qualitäten unter Beweis. Ein Mitglied des sonst zwölfköpfigen Racing-Teams fehlt auf der Bühne. Ein weiblicher Fan munkelt: "Eine macht gerade Babypause".
"Ich kann kein Schwäbisch"
Nach dem Intro versucht sich Farin in schwäbischer Anmoderation, muss allerdings zugeben: "Ich kann einfach kein Schwäbisch." Das stört das Publikum aber überhaupt nicht. Farin erwartet viel Publikumsbeteiligung von einer "Stadt, die den Rave schon im Namen trägt".
Neben Farin sorgen vier Bläser (zwei am Saxophon, einer an Posaune und Trompete) für die männliche Note in der Bühnenshow. Abwechslungsreiche Rhythmen, mal mit Reggae-Einfluss, mal mit Ska oder Dancehall-Elementen zeigen die Experimentierfreudigkeit des 45-jährigen Frontmanns. Sozialkritische Texte mit aktuellem Bezug machen deutlich: Farin ist ein guter Beobachter seiner Umwelt.
Das Ravensburger Publikum ist zwar nicht "von 8 bis 80", wie Farin witzelt, aber doch bunt gemischt. Ganz vorne drängen sich kreischende Teenies, in der Mitte tummeln sich schwitzende Pogotänzer, im hinteren Teil die gelegentlichen Mitwipper, und die weniger jungen, aber jung Gebliebenen klatschen auf der Sitztribüne mit.
Die nicht ganz ausverkaufte Oberschwabenhalle bebt, als beim Publikumsliebling "Zehn" alle auf und nieder hopsen. Und spätestens bei der aktuellen Single "Niemals" vom aktuellen "Die Wahrheit übers Lügen"-Album ist auch das letzte T-Shirt nass geschwitzt.
Farin zeigt mal wieder seine hervorragenden Livequalitäten. Neben regelmäßiger Publikumsbespaßung und Selbstironie schafft es der Laolawelleninitiator nicht nur, das Publikum zu begeistern, auch seine Bandkollegen schütteln sich immer wieder vor Lachen.
Für die Zugaben hat sich Farin noch einige Leckerlis aufgespart. Die erste begann romantisch mit funkelnder Kerzenkulisse und geht über zum Reggae-lastigen "Zu heiß", was dem Publikum aus der Seele spricht. In der zweiten Zugabe beeindruckt das Racing-Team mit synchronem Trommeln zum Hit "Insel". Zum Schluss noch das "Abschiedslied" für eine energiegeladene Bühnenshow. Farins Racing-Team hat in fast zweieinhalb Stunden ordentlich die Bude gerockt. Am Ende hört man in jeder Ecke einen Fan sagen: "Es war hammergeil."
(Erschienen: 26.05.2009 06:06)
Heiß ist es, als um zwanzig nach acht der Vorhang fällt und Farin mit seiner Band losrockt. Mit der Krachgartentour stellt der "Ärzte"-Sänger und Gitarrist sein drittes Studioalbum als Solokünstler vor. Sofortiger Blickfang sind die sechs weiblichen Bandmitglieder. Farin singt "Es gibt Leute, die gut tanzen, ich gehöre nicht dazu", dafür können seine Rockmädels das umso besser. Drei Sängerinnen im Hintergrund, eine am Bass und eine an der Gitarre stellen ihre Headbanging- und Hüftschwung-Qualitäten unter Beweis. Ein Mitglied des sonst zwölfköpfigen Racing-Teams fehlt auf der Bühne. Ein weiblicher Fan munkelt: "Eine macht gerade Babypause".
"Ich kann kein Schwäbisch"
Nach dem Intro versucht sich Farin in schwäbischer Anmoderation, muss allerdings zugeben: "Ich kann einfach kein Schwäbisch." Das stört das Publikum aber überhaupt nicht. Farin erwartet viel Publikumsbeteiligung von einer "Stadt, die den Rave schon im Namen trägt".
Neben Farin sorgen vier Bläser (zwei am Saxophon, einer an Posaune und Trompete) für die männliche Note in der Bühnenshow. Abwechslungsreiche Rhythmen, mal mit Reggae-Einfluss, mal mit Ska oder Dancehall-Elementen zeigen die Experimentierfreudigkeit des 45-jährigen Frontmanns. Sozialkritische Texte mit aktuellem Bezug machen deutlich: Farin ist ein guter Beobachter seiner Umwelt.
Das Ravensburger Publikum ist zwar nicht "von 8 bis 80", wie Farin witzelt, aber doch bunt gemischt. Ganz vorne drängen sich kreischende Teenies, in der Mitte tummeln sich schwitzende Pogotänzer, im hinteren Teil die gelegentlichen Mitwipper, und die weniger jungen, aber jung Gebliebenen klatschen auf der Sitztribüne mit.
Die nicht ganz ausverkaufte Oberschwabenhalle bebt, als beim Publikumsliebling "Zehn" alle auf und nieder hopsen. Und spätestens bei der aktuellen Single "Niemals" vom aktuellen "Die Wahrheit übers Lügen"-Album ist auch das letzte T-Shirt nass geschwitzt.
Farin zeigt mal wieder seine hervorragenden Livequalitäten. Neben regelmäßiger Publikumsbespaßung und Selbstironie schafft es der Laolawelleninitiator nicht nur, das Publikum zu begeistern, auch seine Bandkollegen schütteln sich immer wieder vor Lachen.
Für die Zugaben hat sich Farin noch einige Leckerlis aufgespart. Die erste begann romantisch mit funkelnder Kerzenkulisse und geht über zum Reggae-lastigen "Zu heiß", was dem Publikum aus der Seele spricht. In der zweiten Zugabe beeindruckt das Racing-Team mit synchronem Trommeln zum Hit "Insel". Zum Schluss noch das "Abschiedslied" für eine energiegeladene Bühnenshow. Farins Racing-Team hat in fast zweieinhalb Stunden ordentlich die Bude gerockt. Am Ende hört man in jeder Ecke einen Fan sagen: "Es war hammergeil."
(Erschienen: 26.05.2009 06:06)





























































